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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
06:07 Uhr

Krieg am Golf: Washington signalisiert baldiges Ende der Iran-Offensive – doch die Bomben fallen weiter

Während US-Präsident Donald Trump vollmundig ein Ende der militärischen Operationen gegen den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen ankündigt, tobt der Krieg am Persischen Golf unvermindert weiter. Drohnenangriffe auf Kuwait und Bahrain, ein beschädigter Tanker vor Katar, Explosionen in Teheran – die Realität auf dem Schlachtfeld spricht eine andere Sprache als die diplomatischen Beschwichtigungen aus dem Weißen Haus.

Trumps Versprechen und die bittere Realität

„Wir werden sehr bald abziehen", erklärte Trump Reportern im Weißen Haus. Zwei Wochen, vielleicht drei – so der optimistische Zeitrahmen des Präsidenten für das Ende der „Operation Epic Fury", die nun bereits in ihre fünfte Woche geht. Bemerkenswert dabei: Ein Abkommen mit Teheran sei dafür nicht einmal notwendig. „Der Iran muss keinen Deal mit mir machen", so Trump wörtlich. Eine erstaunliche Kehrtwende, hatte Washington doch zuvor mit einer Intensivierung der Operationen gedroht, sollte Teheran ein 15-Punkte-Rahmenwerk nicht akzeptieren, das unter anderem den vollständigen Verzicht auf Urananreicherung und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsah.

Außenminister Marco Rubio sekundierte seinem Präsidenten im Fernsehen und sprach davon, man könne bereits „die Ziellinie sehen". Direkte Gespräche mit der iranischen Führung seien möglich. Nicht heute, nicht morgen – aber bald. Man kennt diese Art der Rhetorik. Sie klingt nach Hoffnung, riecht aber nach Wahlkampfkalkül.

Der Golf brennt – buchstäblich

Denn während in Washington die Friedenstauben flattern, herrscht am Persischen Golf das blanke Chaos. Drohnen trafen Treibstofftanks am internationalen Flughafen von Kuwait und lösten einen Großbrand aus. In Bahrain meldeten die Behörden einen iranischen Angriff auf eine Unternehmensanlage. Vor der katarischen Hauptstadt Doha wurde ein Tanker von einem unbekannten Projektil getroffen – die Hülle auf Wasserlinienhöhe beschädigt, die Besatzung blieb glücklicherweise unverletzt.

Auf der anderen Seite des Konflikts erschütterten US-israelische Luftangriffe in den frühen Morgenstunden mehrere Gebiete Teherans. Irans größtes Passagierterminal im Hafen von Bandar Abbas wurde ebenfalls bombardiert – ohne Opfer, wie der stellvertretende Gouverneur mitteilte, der den Angriff als „kriminell" gegen zivile Infrastruktur bezeichnete. Die israelische Armee vermeldete derweil stolz mehr als 800 Angriffsflüge mit 16.000 Munitionseinheiten und 5.000 neu identifizierten Zielen seit Kriegsbeginn. Zahlen, die das Ausmaß der Zerstörung erahnen lassen.

Irans Revolutionsgarden drohen westlichen Konzernen

Als wäre die militärische Eskalation nicht genug, eröffneten Irans Revolutionsgarden eine neue Front – diesmal im wirtschaftlichen Bereich. In einer beispiellosen Drohung kündigten sie Angriffe auf 18 US-Unternehmen in der Region an, darunter Technologiegiganten wie Microsoft, Google, Apple, Intel und Tesla sowie den Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Boeing. Auf die Frage, ob ihn diese Drohungen beunruhigten, antwortete Trump lapidar mit „Nein". Eine Gelassenheit, die man als Stärke oder als Leichtsinn interpretieren kann.

Die Straße von Hormus als geopolitische Waffe

Der eigentliche Nerv dieses Konflikts verläuft durch eine der engsten und strategisch bedeutsamsten Wasserstraßen der Welt. Durch die Straße von Hormus fließt ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggashandels. Irans faktische Schließung dieser Passage hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt und trifft die amerikanischen Verbraucher dort, wo es am meisten schmerzt: an der Zapfsäule.

Die Vereinigten Arabischen Emirate bereiten sich laut Berichten darauf vor, gemeinsam mit den USA und Verbündeten die Straße von Hormus notfalls mit Gewalt zu öffnen. Abu Dhabi strebe eine entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrats an und habe vorgeschlagen, dass die USA strategische Inseln besetzen sollten. Ein Vorschlag, der die ohnehin explosive Lage weiter anheizen dürfte.

Zwei Drittel der Amerikaner wollen raus

Die innenpolitischen Kosten des Krieges werden für Trump und seine Republikaner zunehmend spürbar. Steigende Öl- und Treibstoffpreise belasten die Haushaltskassen der amerikanischen Familien – und das vor den Zwischenwahlen im November. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Amerikaner einen schnellen Rückzug aus dem Iran-Krieg befürworten, selbst wenn dies bedeute, die von der Trump-Administration gesteckten Ziele nicht zu erreichen. Die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung ist offenkundig, und sie dürfte der eigentliche Treiber hinter Trumps plötzlicher Friedensrhetorik sein.

NATO am Pranger: Rubio kündigt Neubeurteilung an

Bemerkenswert ist auch die Breitseite, die Rubio gegen die NATO-Verbündeten feuerte. Das Bündnis sei eine „Einbahnstraße", Europa wolle zwar von den USA verteidigt werden, habe aber nicht die geforderte Unterstützung im Iran-Konflikt geleistet. Nach Beendigung des Konflikts werde man „diese Beziehung neu bewerten müssen", so der Außenminister. Namentlich erwähnte er Großbritannien als Beispiel für mangelnde Solidarität. Für europäische Regierungen, die sich jahrzehntelang bequem unter dem amerikanischen Sicherheitsschirm eingerichtet haben, sollten diese Worte ein Weckruf sein.

Auch für Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition von Friedrich Merz zwar verbal mehr Verteidigungsbereitschaft signalisiert, aber nach wie vor weit davon entfernt ist, seine militärischen Kapazitäten auf ein ernstzunehmendes Niveau zu bringen, sind Rubios Worte eine unmissverständliche Warnung. Wer sich nicht selbst verteidigen kann, macht sich abhängig – und Abhängigkeit ist in der Geopolitik eine gefährliche Währung.

Der Krieg weitet sich aus

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende wird zusätzlich durch die regionale Ausweitung des Konflikts getrübt. Jemens iranisch unterstützte Huthi-Rebellen haben sich dem Krieg angeschlossen und feuern Raketen auf Israel. Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah ist ebenfalls wieder aufgeflammt. Mindestens sieben Menschen kamen bei zwei israelischen Angriffen im Großraum Beirut ums Leben, 24 weitere wurden verletzt. Die israelische Armee erklärte, man habe einen hochrangigen Hisbollah-Kommandeur und ein weiteres führendes Mitglied der Organisation ins Visier genommen.

Teheran selbst weist die Darstellung zurück, es fänden Verhandlungen statt. Irans Außenminister Abbas Araqchi erklärte, er erhalte zwar direkte Nachrichten vom US-Sondergesandten Steve Witkoff, doch diese stellten keine „Verhandlungen" dar. Es handele sich um Drohungen oder Meinungsaustausch, übermittelt durch „Freunde". Eine semantische Spitzfindigkeit, die zeigt, wie weit die Positionen noch auseinanderliegen.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen die Märkte erschüttern und die Energiepreise in die Höhe treiben, zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte auf jede Schlagzeile mit wilden Ausschlägen reagieren – der S&P 500 sprang allein nach Trumps Bemerkungen um 2,9 Prozent nach oben, nur um beim nächsten Raketeneinschlag wieder einzubrechen – bieten Gold und Silber jene Stabilität, die in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld unverzichtbar ist. Wer sein Vermögen langfristig sichern will, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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