
Krieg als Geschäftsmodell: US-Ölgiganten scheffeln Milliarden, während die Welt brennt
Während im Nahen Osten Tausende Menschen ihr Leben verlieren und die Welt am Rande eines globalen Flächenbrands steht, klingeln in den Chefetagen amerikanischer Ölkonzerne die Kassen wie nie zuvor. Der amerikanisch-israelische Militärschlag gegen den Iran, der am 28. Februar begann, hat die Rohölpreise in schwindelerregende Höhen katapultiert – und offenbart einmal mehr, wer in Kriegen wirklich gewinnt: nicht die Völker, sondern die Konzerne.
Von 73 auf über 100 Dollar: Ein Preissprung mit Ansage
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent, das vor Kriegsbeginn noch bei rund 73 Dollar notierte, kostet mittlerweile über 104 Dollar. Das ist ein Anstieg von mehr als 40 Prozent innerhalb weniger Wochen. Für den Verbraucher an der Zapfsäule bedeutet das schmerzhafte Mehrkosten. Für amerikanische Energieunternehmen hingegen bedeutet es einen potenziellen Zusatzgewinn von mehr als 60 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr – sofern sich das Preisniveau hält.
Die Investmentbank Jefferies hat errechnet, dass US-Ölproduzenten bereits im laufenden Monat rund fünf Milliarden Dollar zusätzlichen Cashflow generieren könnten. Sollte der Durchschnittspreis für amerikanisches Rohöl bei etwa 100 Dollar pro Barrel verharren, wäre ein Jahresgewinnplus von 63,4 Milliarden Dollar die Folge. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier ein gewisses Muster zu erkennen.
Trumps entlarvende Ehrlichkeit
Besonders aufschlussreich war die Reaktion von US-Präsident Donald Trump selbst. Als der Brent-Preis vergangene Woche die magische 100-Dollar-Marke durchbrach, kommentierte er in den sozialen Medien mit entwaffnender Offenheit:
„Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt – wenn die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld."
Man muss diese Worte auf sich wirken lassen. Der Präsident einer Nation, die einen Krieg führt, der bereits Tausende Menschenleben gefordert hat, brüstet sich öffentlich mit den finanziellen Gewinnen, die dieser Konflikt seinem Land beschert. Es ist eine Ehrlichkeit, die so zynisch ist, dass sie fast schon wieder Respekt abnötigt – wäre sie nicht so erschreckend.
Schieferöl-Produzenten als die wahren Kriegsgewinner
Besonders die amerikanischen Schieferölunternehmen dürften sich die Hände reiben. Ihre Förderanlagen befinden sich überwiegend fernab des Nahen Ostens und sind daher von der militärischen Eskalation kaum betroffen. Sie produzieren ungestört weiter, während die Preise durch die Decke gehen. Ein Geschäftsmodell, das perfekter kaum sein könnte.
Für internationale Ölmultis wie ExxonMobil, Chevron, BP, Shell oder Total Energies sieht die Lage dagegen differenzierter aus. Diese Konzerne unterhalten umfangreiche Förderanlagen im Persischen Golf und mussten bereits mehrere Produktionsstätten in der Region schließen. Der Krieg ist für sie ein zweischneidiges Schwert – höhere Preise auf der einen, Produktionsausfälle auf der anderen Seite.
Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft
Der zentrale Preistreiber ist die Blockade der Straße von Hormus, jener schmalen Meerenge zwischen Iran und Oman, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der globalen Öl- und Gaslieferungen fließt. Irans neuer oberster Führer Mojtaba Chamenei habe angekündigt, die Meerenge geschlossen zu halten, um politischen Druck auf die USA und Israel auszuüben. Nach Angaben von Goldman Sachs seien derzeit rund 18 von sonst täglich 20 Millionen Barrel Öl blockiert – eine nahezu vollständige Unterbrechung einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Auch der Markt für Flüssiggas ist massiv betroffen, da etwa ein Fünftel der globalen LNG-Produktion über diese Route verschifft wird. Für Europa, das sich nach dem Bruch mit russischem Gas ohnehin in einer prekären Versorgungslage befindet, könnte dies zu einer erneuten Energiekrise führen. Deutschland, das unter der Ampelregierung seine Energiepolitik auf ideologischen Grundlagen statt auf pragmatischer Vernunft aufgebaut hat, dürfte die Folgen besonders hart zu spüren bekommen.
Analysten warnen vor weiterer Eskalation der Preise
Die Prognosen der Analysten verheißen nichts Gutes. RBC Capital Markets rechne damit, dass der Konflikt noch bis in den Frühling andauern könnte, während der Brent-Preis innerhalb weniger Wochen auf mehr als 128 Dollar pro Barrel steigen könnte. Das wäre ein Niveau, das die Weltwirtschaft in eine schwere Rezession stürzen könnte – mit verheerenden Folgen für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen.
Die Internationale Energieagentur hat bereits mit der Freigabe strategischer Ölreserven in Rekordhöhe von rund 400 Millionen Barrel reagiert. IEA-Direktor Fatih Birol habe erklärt, durch diese Maßnahme entstehe ein „beispielloses zusätzliches Ölangebot auf dem Markt". Entscheidend sei jedoch die Wiedereröffnung der Straße von Hormus – ohne diese sei eine Rückkehr zu stabilen Lieferströmen schlicht unmöglich.
Die tektonische Verschiebung der globalen Energiepolitik
Selbst wenn die akute Krise kurzfristig gelöst werden sollte, dürften die langfristigen Folgen für die globalen Energiemärkte enorm sein. Der Energieanalyst Paul Sankey warnte, die Ereignisse könnten eine grundlegende Neubewertung der weltweiten Energieversorgung auslösen. Staaten würden künftig verstärkt auf eigene Energiequellen setzen, um sich gegen geopolitische Risiken abzusichern.
Und genau hier liegt die bittere Ironie für Deutschland. Ein Land, das seine Kernkraftwerke abgeschaltet, seine Kohleförderung zurückgefahren und sich in eine fatale Abhängigkeit von Energieimporten begeben hat, steht nun vor den Trümmern einer Politik, die Ideologie über Realismus gestellt hat. Während andere Nationen ihre Energiesouveränität stärken, diskutiert man hierzulande immer noch über Windräder und Wärmepumpen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, ob sie den Mut aufbringt, die energiepolitischen Fehler der Vergangenheit konsequent zu korrigieren.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und explodierender Energiepreise zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die nicht von politischen Entscheidungen oder militärischen Konflikten entwertet werden können. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt und bieten gerade in solchen Phasen einen verlässlichen Anker für das eigene Vermögen.
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