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05.07.2026
17:05 Uhr

Kims schwimmende Blamage: Nordkorea inszeniert Comeback des Pannen-Zerstörers „Kang Kon“

Kims schwimmende Blamage: Nordkorea inszeniert Comeback des Pannen-Zerstörers „Kang Kon“

Es klingt wie das Drehbuch einer bitteren Farce, die sich das Regime in Pjöngjang selbst geschrieben hat. Ein gigantischer Kriegskoloss, der bei seiner Taufe im Mai 2025 vor den Augen des Diktators kläglich umkippte und leckschlug – nun soll er plötzlich atomwaffenfähige Marschflugkörper abfeuern können. Willkommen in der Welt der nordkoreanischen Propagandamaschinerie, in der Katastrophen binnen Monaten zu triumphalen Erfolgsgeschichten umgedeutet werden.

Von der Schmach zum vermeintlichen Sieg

Rund ein Jahr ist es her, dass sich im Hafen von Chongjin eine denkwürdige Szene abspielte. Während der pompösen Zeremonie, mit der Machthaber Kim Jong-un seinen Zerstörer der 5000-Tonnen-Klasse feiern wollte, rutschte ein Transportgestell am Heck ab. Das Prestigeobjekt kippte, blieb stecken und schlug offenbar leck. Ein Debakel, das selbst die sonst so gleichgeschaltete Staatspresse nicht gänzlich verheimlichen konnte.

Die Reaktion des Diktators fiel erwartungsgemäß gnadenlos aus. Von „Kriminalität“, „Verantwortungslosigkeit“ und „unwissenschaftlichen Methoden“ soll Kim gewütet haben. Mindestens vier Personen wurden festgenommen – in einem Regime, in dem solche Verhaftungen selten mit einem milden Verweis enden. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden ließ sich niemals unabhängig überprüfen, denn die berüchtigte Geheimniskrämerei des Landes lässt keinerlei Kontrolle von außen zu.

Ein Test unter den Augen des großen Führers

Nun also die Kehrtwende: Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA vermeldete am Sonntag, die „Kang Kon“ habe erfolgreich einen atomwaffenfähigen Marschflugkörper getestet. Zudem seien Hauptkanone, automatische Geschütze und elektronische Kampfsysteme erprobt worden. Kim persönlich habe die Übungen am Freitag beobachtet und angeordnet, das Schiff binnen zwei Monaten in den aktiven Dienst zu stellen.

Man darf getrost fragen: Wie glaubwürdig sind derartige Erfolgsmeldungen aus einem Land, das seine Bevölkerung seit Jahrzehnten mit inszenierten Triumphen abspeist?

Moskaus helfende Hand?

Besonders brisant ist ein Detail, auf das südkoreanische Regierungsvertreter und Experten hinweisen: Sowohl die „Kang Kon“ als auch ihr bereits in Dienst gestelltes Schwesterschiff „Choe Hyon“ seien vermutlich mit russischer Unterstützung gebaut worden. Ein Wink mit dem Zaunpfahl auf die immer engere Achse zwischen Pjöngjang und Moskau, die im Windschatten des Ukraine-Krieges gedeiht. Gleichzeitig zweifeln dieselben Fachleute daran, dass die Schiffe überhaupt tatsächlich einsatzbereit sein sollen.

Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, welch gefährliches Spiel hier gespielt wird. Während der Westen sich in endlosen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität bis 2045 verliert, rüsten autoritäre Regime unbeeindruckt auf. Die Kooperation zwischen Russland und Nordkorea zeigt einmal mehr, wie sich die geopolitischen Fronten verschieben – und wie naiv es wäre, diese Entwicklungen zu unterschätzen.

Was von der Propaganda zu halten ist

Ob die „Kang Kon“ wirklich das leistungsfähige Kriegsschiff ist, als das sie nun verkauft wird, oder ob es sich lediglich um eine geschickt aufgehübschte Blamage handelt, bleibt im Nebel der nordkoreanischen Informationskontrolle verborgen. Sicher ist nur eines: In Zeiten, in denen Krisenherde von Osteuropa bis Nahost lodern, sollte jede militärische Aufrüstung eines unberechenbaren Atomstaates aufmerksam beobachtet werden.

Für den nüchternen Beobachter bleibt die Erkenntnis, dass in einer Welt voller Unsicherheiten Beständigkeit selten geworden ist. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen möchte, tut gut daran, auf zeitlose Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie geopolitischen Turbulenzen trotzen – ein solider Baustein zur Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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