Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
13.02.2026
12:13 Uhr

KI-Panik an der Wall Street: US-Tech-Aktien im Sturzflug – und Asien reibt sich die Hände

KI-Panik an der Wall Street: US-Tech-Aktien im Sturzflug – und Asien reibt sich die Hände

Was sich derzeit an den globalen Aktienmärkten abspielt, gleicht einem tektonischen Beben. Die einst so gefeierten US-Technologiewerte, jahrelang die unangefochtenen Lieblinge internationaler Investoren, geraten unter massiven Verkaufsdruck. Der Grund: eine um sich greifende Angst vor den disruptiven Folgen Künstlicher Intelligenz. Ausgerechnet jene Technologie, die den Aufstieg der Silicon-Valley-Giganten befeuerte, droht nun ganze Geschäftsmodelle zu pulverisieren – und das Kapital fließt in atemberaubendem Tempo ab. Wohin? Nach Asien.

1,5 Billionen Dollar – einfach weg

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Der technologielastige Nasdaq 100 hat allein in den vergangenen zehn Handelstagen rund 4,6 Prozent eingebüßt – das entspricht einem Verlust von etwa 1,5 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung. Seit Jahresbeginn 2026 liegt der Index rund zwei Prozent im Minus, der breitere S&P 500 notiert ebenfalls leicht unter Wasser. Besonders hart trifft es Softwareunternehmen, Rechtsdienstleister und – man höre und staune – Immobilienaktien, die als besonders anfällig für die Automatisierung durch neue KI-Werkzeuge gelten.

Während die Wall Street also nervös auf die Bildschirme starrt, herrscht in Taipeh, Seoul und Tokio regelrechte Goldgräberstimmung. Der MSCI Asia Pacific Index ist im laufenden Jahr um satte zwölf Prozent gestiegen. Eine Divergenz, wie man sie in dieser Deutlichkeit selten erlebt hat.

Asiens Trumpfkarte: Die Hardware hinter dem Hype

Die Logik hinter dieser Kapitalverschiebung ist bestechend einfach. Egal welches KI-Modell am Ende das Rennen macht, egal ob OpenAI, Google oder ein chinesischer Herausforderer – sie alle brauchen Chips. Und die kommen zu einem überwältigenden Teil aus Asien. TSMC, der taiwanische Halbleiterriese, ist als weltweit führender Auftragsfertiger für Hochleistungschips praktisch unersetzlich. Samsung Electronics und SK Hynix dominieren den Speicherchipmarkt. Diese Unternehmen sind keine Wettbewerber im KI-Rennen – sie sind die Schaufelverkäufer im Goldrausch.

Die Preissetzungsmacht dieser Konzerne ist enorm. Jüngste Aussagen von Micron Technology zur angespannten Lage im Speicherchipmarkt sowie Nvidias Bekräftigung nachhaltiger Investitionsausgaben im KI-Bereich haben die Überzeugung gefestigt, dass die Hardware-Nachfrage strukturell intakt bleibt. Samsung verzeichnete kürzlich die höchsten ausländischen Nettokäufe des gesamten Jahres – die Aktie schoss daraufhin um 6,4 Prozent nach oben. In Japan legte Kioxia Holdings um 15 Prozent zu, nachdem der Speicherchiphersteller einen besser als erwarteten Ausblick präsentierte.

Gefährliche Klumpenrisiken in Asien

Doch wer nun glaubt, die asiatischen Märkte seien ein sicherer Hafen, der irrt gewaltig. Die Konzentration einzelner Schwergewichte in den regionalen Indizes hat besorgniserregende Ausmaße angenommen. TSMC nähert sich einer Gewichtung von 45 Prozent im taiwanischen Leitindex Taiex – dreimal so viel wie noch vor einem Jahrzehnt. Samsung und SK Hynix vereinen gemeinsam fast 40 Prozent des südkoreanischen Kospi auf sich. Was passiert, wenn einer dieser Giganten strauchelt? Die Antwort möchte man sich lieber nicht ausmalen.

Die Entkopplung der Märkte – ein Warnsignal?

Bemerkenswert ist die zunehmende Entkopplung zwischen asiatischen und amerikanischen Aktienmärkten. Die wöchentliche Korrelation ist auf 0,43 gefallen – den niedrigsten Stand seit Juni 2022. Das bedeutet: Was an der Wall Street passiert, hat immer weniger Einfluss auf die Kursentwicklung in Asien. Für Diversifikationsanhänger mag das erfreulich klingen. Für Anleger, die ihr Vermögen ausschließlich in US-Tech-Werten gebündelt haben, ist es ein Weckruf.

Und hier offenbart sich einmal mehr eine unbequeme Wahrheit, die viele Aktienanleger nicht hören wollen: Die Abhängigkeit von einzelnen Sektoren, Regionen oder gar Technologietrends macht Portfolios verwundbar. Wer vor zwei Jahren alles auf die „Magnificent Seven" gesetzt hat, erlebt nun, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Die KI-Revolution frisst ihre eigenen Kinder – zumindest an der Börse.

Was deutsche Anleger daraus lernen sollten

Für den deutschen Sparer, der ohnehin schon unter der Inflation, der erdrückenden Steuerlast und den Folgen einer jahrelangen wirtschaftspolitischen Geisterfahrt leidet, sind diese Entwicklungen ein weiterer Grund zur Vorsicht. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Weichen für noch mehr Staatsverschuldung gestellt – und damit für eine weitere Entwertung des Euro. Wer glaubt, mit Aktien allein sein Vermögen schützen zu können, sollte die aktuellen Turbulenzen als Mahnung verstehen.

In Zeiten, in denen ganze Branchen über Nacht durch technologische Umwälzungen obsolet werden können, in denen Billionen an Marktkapitalisierung innerhalb weniger Handelstage verdampfen und in denen die geopolitischen Risiken – man denke nur an die Taiwanfrage – jederzeit eskalieren könnten, gewinnt die Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber an Bedeutung. Sie sind an keine Bilanz gebunden, tragen kein Gegenparteirisiko und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt. Kein Algorithmus der Welt kann das ersetzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen