
Kairo-Krisengipfel: Trumps Gaza-Plan wackelt – Israel bombt weiter

Während in Kairo hinter verschlossenen Türen um Trumps Friedensfahrplan für Gaza gerungen wurde, flogen über dem Küstenstreifen wieder israelische Kampfjets. Am Sonntag trafen die US-Gesandten Jared Kushner und Nickolay Mladenov nach Angaben einer diplomatischen Quelle mit egyptischen, katarischen und türkischen Vermittlern zusammen. Bei einigen Terminen sollen auch Hamas-Vertreter anwesend gewesen sein.
Für Montag war laut einem hochrangigen israelischen Regierungsvertreter ein Treffen der beiden Amerikaner mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geplant. Der hatte Trumps neuesten Fahrplan am 9. August öffentlich als „unacceptable" – unannehmbar – bezeichnet.
Der Streitpunkt: Wer macht den ersten Schritt?
Trumps Plan sieht ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen vor, dazu die Entwaffnung der Hamas, einen israelischen Truppenabzug und den Wiederaufbau des Gebiets unter einer neuen zivilen palästinensischen Verwaltung. Klingt geordnet. In der Praxis blockieren sich beide Seiten seit Wochen gegenseitig.
Die Hamas erklärte, sie habe dem Plan zugestimmt – die Umsetzung hänge aber davon ab, dass Israel zuerst liefere: Rückzug und Ende der Angriffe. Israel wiederum sorge sich, so der Regierungsvertreter, um eine Forderung aus Washington: den Verzicht auf gezielte Tötungen von Hamas-Kämpfern, während die Organisation ihre Kräfte wieder aufbaue. Ein klassisches Dilemma – jeder verlangt Vorleistung, keiner will sie erbringen.
Fünf Tote und Verletzte am Verhandlungstag
Parallel zu den Gesprächen meldete das israelische Militär Angriffe auf zwei Kämpfer von Hamas und Islamischem Dschihad in Khan Yunis und Nuseirat. Nach Angaben von Medizinern im Gebiet wurden bei dem Schlag auf ein Zeltlager mindestens fünf Palästinenser verletzt, einer von ihnen erlag später im Nasser-Krankenhaus seinen Verletzungen. Ein weiterer Luftangriff traf demnach eine Wohnung im Lager Nuseirat.
Hamas-Funktionär Khalil Al-Hayya traf sich in Kairo mit dem egyptischen Geheimdienstchef Hassan Rashad. Ein Hamas-Sprecher erklärte, Al-Hayya werde die Vermittler über angebliche israelische Verstöße gegen die Waffenruhe unterrichten.
Wahlkampf statt Weltfrieden
Fünf arabische Staaten sowie die Türkei, Pakistan und Indonesien verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung Israels Ablehnung des Plans – dies gefährde Trumps Bemühungen, den Krieg zu beenden. Netanjahus Likud, der vor der Parlamentswahl am 27. Oktober in Umfragen schwächelt, konterte auf X: Die arabischen Staaten wollten Netanjahu stürzen, damit dessen politische Rivalen ihnen „alles geben, was sie wollen".
Man muss kein Zyniker sein, um zu erkennen: Hier verhandeln nicht nur Diplomaten, hier verhandelt auch ein Wahlkampf. Beobachter in Israel gehen davon aus, dass sich vor dem 27. Oktober kaum etwas Substanzielles bewegen wird.
Die Bilanz einer „beendeten" Waffenruhe
Die Waffenruhe vom Oktober hatte die schweren Kämpfe des zweijährigen Krieges beendet, der durch den Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde. Beendet hat sie die Gewalt nicht: Seit Oktober 2025 kamen durch israelischen Beschuss laut Berichten mehr als 1.250 Palästinenser ums Leben, mehrheitlich Zivilisten – wie viele Kämpfer darunter waren, ist unklar, da die Hamas dazu in der Regel keine Angaben macht. Vier israelische Soldaten wurden im gleichen Zeitraum nach israelischen Angaben getötet.
Für Europa ist das keine ferne Nachricht. Jede Eskalation im Nahen Osten schlägt auf Energiepreise, Lieferketten und Kapitalmärkte durch – und treibt erfahrungsgemäß die Nachfrage nach krisenfesten Sachwerten wie physischem Gold und Silber, die Anleger seit Jahrhunderten als Absicherung gegen politische Unwägbarkeiten nutzen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

Der große Der große Das große Live-Webinar am 26. August – was jetzt über Konto, Erbe und Bargeld entschieden wird. Und wie Sie Ihr Vermögen legal schützen.
Live mit Ernst Wolff, Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Dr. Paul Brandenburg, Gerald Grosz, Tom-Oliver Regenauer & einem anonymen Banken-Insider – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

ErnstWolff

Dr. Hans-GeorgMaaßen

Prof. Dr. UlrikeGuérot

Dr. PaulBrandenburg

GeraldGrosz

Tom-OliverRegenauer

Bankeninsider(anonym)
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik



















