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Kettner Edelmetalle
05.02.2026
07:01 Uhr

Kahlschlag bei der Washington Post: Bezos' Zeitung verliert ein Drittel ihrer Journalisten

Was für ein Niedergang einer einst stolzen Institution des amerikanischen Journalismus! Die Washington Post, jenes Blatt, das einst Präsident Nixon zu Fall brachte, entlässt mehr als 300 ihrer rund 800 Journalisten. Ein Drittel der Belegschaft – einfach so vor die Tür gesetzt. Die Journalistengewerkschaft News Guild nennt die Zahl „verheerend", und man kann ihr kaum widersprechen.

Vom Watergate-Ruhm zum digitalen Desaster

Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein. Ausgerechnet jene Zeitung, die in den 1970er-Jahren mit ihrer investigativen Berichterstattung zum Watergate-Skandal Mediengeschichte schrieb, steht nun selbst am Abgrund. Chefredakteur Matt Murray versucht in einer internen Mail zu erklären, was eigentlich nicht zu erklären ist: Die Struktur des Blattes sei noch zu sehr in einer Zeit verankert, als die Post ein „dominierendes lokales Printprodukt" gewesen sei. Die Zeitung könne schlicht „nicht mehr alles für alle sein".

Was für eine Bankrotterklärung! Während Konkurrenten wie die New York Times mit digitalen Zusatzangeboten wachsen und gedeihen, hat die Washington Post offenbar den Anschluss an die Moderne verpasst. Sinkende Abonnentenzahlen, hohe Kosten, ein massiver Vertrauensverlust bei den Lesern – die Bilanz ist verheerend.

Der Kahlschlag trifft alle Bereiche

Die Kürzungen gehen ans Eingemachte. Die Sportberichterstattung wird eingestellt, die Literatur-Rubrik gestrichen, mehrere Auslandsbüros geschlossen. Besonders bemerkenswert: Das gesamte Nahost-Team wurde gefeuert – ausgerechnet in einer Zeit, in der die Region geopolitisch von höchster Brisanz ist. Auch Reporter für nationale Gesundheitspolitik, Extremismus und Protestbewegungen müssen gehen. Selbst der Amazon-Reporter verliert seinen Posten – pikant, wenn man bedenkt, wem die Zeitung gehört.

Bezos schweigt, während sein Imperium brennt

Jeff Bezos, der die Washington Post 2013 für 250 Millionen Dollar erwarb, hüllt sich in Schweigen. Dabei hatten sich verzweifelte Mitarbeiter in den vergangenen Wochen direkt an den Milliardär gewandt und ihn angefleht, finanziell einzugreifen. Bezos hatte einst großspurig erklärt, er stehe zur Verfügung, falls die Zeitung wirtschaftliche Hilfe benötige. Nun, wo diese Hilfe dringend gebraucht würde, ist von ihm nichts zu hören.

„Ein brutaler Schlag für den Journalismus"

So beschreibt die frühere Medienkolumnistin und heutige Journalistik-Professorin Margaret Sullivan die Massenentlassungen. Der frühere Chefredakteur Martin Baron geht noch weiter und bezeichnet den Tag als einen der „dunkelsten" in der Geschichte der Zeitung. Er macht Fehlentscheidungen an der Spitze für die Krise verantwortlich – eine kaum verhüllte Kritik an Bezos selbst.

Die politische Dimension: Bezos und Trump

Die Nähe des Amazon-Gründers zu Präsident Donald Trump sorgt für zusätzliche Brisanz. Bezos war bei der Amtseinführung Trumps im Januar 2025 prominent vertreten. Bereits bei der Präsidentschaftswahl 2024 hatte die Washington Post erstmals seit Jahrzehnten auf eine Wahlempfehlung verzichtet – ein Kurswechsel, der von vielen als Kniefall vor der politischen Macht interpretiert wurde.

Kritiker wie Martin Baron sehen in dieser Annäherung an Trump ein fatales Signal, das dem Ruf der Zeitung massiv geschadet und Leser in Scharen vertrieben habe. Der Vertrauensverlust verschärfte die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage zusätzlich. Ein Teufelskreis, aus dem die Post offenbar keinen Ausweg mehr findet.

Das Ende einer Ära?

In den vergangenen Monaten hatten bereits zahlreiche profilierte Mitarbeiter das Blatt verlassen – teils freiwillig. In Essays und sozialen Medien begründeten einige ihren Abschied mit einer spürbaren Verschlechterung der journalistischen Arbeit. Der aktuelle Stellenabbau gilt als tiefgreifendster Einschnitt in der jüngeren Geschichte des Blattes.

Was bleibt von der Washington Post? Eine ausgehöhlte Redaktion, ein schweigender Milliardär als Eigentümer und der bittere Nachgeschmack, dass selbst die stolzesten Institutionen des Journalismus nicht vor dem Niedergang gefeit sind – besonders dann nicht, wenn wirtschaftliche Interessen und politische Opportunität die Oberhand gewinnen.

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