
Kahlschlag bei DB Cargo: Brüssel segnet Massenentlassungen ab

Was für eine Ironie der Geschichte: Ausgerechnet jenes Land, das einst mit seiner Eisenbahn Maßstäbe setzte, muss nun bei der EU-Kommission um Erlaubnis bitten, seine marode Gütersparte vor dem endgültigen Kollaps zu bewahren. Die Brüsseler Behörde hat dem Sanierungsplan für DB Cargo grünes Licht erteilt – und damit den Weg frei gemacht für einen der größten Stellenabbau-Programme in der jüngeren Geschichte der Deutschen Bahn.
Fast die Hälfte der Belegschaft muss gehen
Die Zahlen sind erschütternd. Von derzeit rund 14.000 Vollzeitstellen in Deutschland sollen sage und schreibe 6.200 wegfallen. Das ist nahezu jeder zweite Arbeitsplatz. Der seit November amtierende Vorstandsvorsitzende Bernhard Osburg hatte den drastischen Restrukturierungsplan im Februar vorgelegt, der nun sowohl vom Vorstand als auch von den Aufsichtsräten der DB Cargo AG und der Deutschen Bahn AG abgesegnet wurde. Das Ziel klingt fast zynisch: Man wolle „langfristig mindestens 8.000 Arbeitsplätze in Deutschland sichern". Für die 6.200 Betroffenen dürfte das ein schwacher Trost sein.
Brüssel setzt die Daumenschrauben an
Der Druck aus Brüssel ist enorm. Die EU-Kommission hat der Güterverkehrssparte eine unmissverständliche Frist gesetzt: Bis Ende 2026 muss DB Cargo eigenständig profitabel wirtschaften. Andernfalls drohe die Zerschlagung des Unternehmens. Ein Szenario, das man sich in einem Land, das permanent von der Verkehrswende schwärmt und den Güterverkehr auf die Schiene verlagern möchte, eigentlich nicht leisten kann.
Doch genau hier offenbart sich das ganze Ausmaß des Versagens. Jahrzehntelang wurde die Deutsche Bahn politisch instrumentalisiert, mit ideologischen Projekten überfrachtet und gleichzeitig kaputtgespart. Die Infrastruktur verfällt, die Pünktlichkeit ist ein schlechter Witz, und nun steht auch noch die Gütersparte vor dem Abgrund. Während Politiker aller Couleur nicht müde werden, die klimafreundliche Schiene zu preisen, liegt das operative Geschäft am Boden.
Ein Symptom des deutschen Niedergangs
Der Fall DB Cargo ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Wirtschaft insgesamt. Ein ehemals stolzes Staatsunternehmen, das weltweit als Vorbild galt, muss sich nun einem brutalen Sanierungskurs unterwerfen, um überhaupt überleben zu können. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt – doch ob dieses Geld jemals dort ankommt, wo es dringend gebraucht wird, steht in den Sternen. Erfahrungsgemäß versickern solche Summen in Deutschland gerne in bürokratischen Strukturen und ideologisch motivierten Prestigeprojekten.
Man darf gespannt sein, ob der Restrukturierungsplan bis 2030 tatsächlich aufgeht. Die Finanzierung sei nun gesichert, heißt es von Seiten der Bahn. Doch wer die Geschichte der Deutschen Bahn kennt, weiß: Zwischen vollmundigen Ankündigungen und der Realität auf den Gleisen klafft traditionell eine gewaltige Lücke. Tausende Beschäftigte werden den Preis für jahrzehntelanges Missmanagement zahlen – und der deutsche Steuerzahler ohnehin.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und einer zunehmend fragilen Konjunktur zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen breit aufzustellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn staatliche Institutionen und Unternehmen ins Wanken geraten. Als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
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