
Kahlschlag bei Amazon: Tech-Gigant wirft weitere 16.000 Mitarbeiter auf die Straße

Der amerikanische Online-Riese Amazon setzt den Rotstift an – und zwar mit einer Brutalität, die selbst hartgesottene Beobachter der Branche aufhorchen lässt. Satte 16.000 Stellen sollen weltweit gestrichen werden, wie die Konzernspitze in einer internen Mitteilung verkündete. Die Begründung klingt dabei wie aus dem Lehrbuch der Unternehmensberater: Man wolle „Hierarchiestufen reduzieren, Eigenverantwortung stärken und Bürokratie abbauen".
Der KI-Wahnsinn frisst seine Kinder
Was sich hinter den wohlklingenden Phrasen verbirgt, ist nichts anderes als ein knallharter Sparkurs, der bereits im vergangenen Jahr seinen Anfang nahm. Schon im Oktober 2025 hatte Amazon 14.000 Stellenstreichungen angekündigt – nun folgt die nächste Entlassungswelle. Amazon-Chef Andy Jassy hatte bereits im Juni 2025 die Marschrichtung vorgegeben: Kosten runter, und zwar schnell.
Der Grund für diesen drastischen Schritt liegt auf der Hand. Der milliardenschwere Wettlauf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz verschlingt Unsummen. Während die Tech-Konzerne Milliarden in KI-Entwicklung pumpen, müssen die Mitarbeiter die Zeche zahlen. Ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet jene Technologie, die angeblich die Arbeitswelt revolutionieren soll, zunächst einmal massenhaft Arbeitsplätze vernichtet.
Bürojobs im Fadenkreuz
Besonders bitter trifft es die Angestellten in den Verwaltungsbereichen. US-Medien hatten bereits im Herbst 2025 prophezeit, dass dies erst der Anfang eines größeren Stellenabbaus sei. Von insgesamt 30.000 Streichungen war die Rede – vornehmlich bei Bürojobs. Diese Prognose scheint sich nun zu bewahrheiten.
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Amazon beschäftigt weltweit rund 1,5 Millionen Menschen. Die angekündigten 30.000 Stellenstreichungen entsprechen zwar „nur" etwa zwei Prozent der Gesamtbelegschaft. Doch bei den Büroarbeitsplätzen sieht die Rechnung ganz anders aus – hier wären es fast neun Prozent aller Jobs, die dem Rotstift zum Opfer fallen würden.
Ein Symptom einer kranken Wirtschaftsordnung
Was bei Amazon geschieht, ist symptomatisch für eine Wirtschaftsordnung, die den Menschen zunehmend als bloßen Kostenfaktor betrachtet. Während die Konzerngewinne sprudeln und die Aktionäre jubeln, werden Tausende von Familien in die Unsicherheit gestürzt. Die viel beschworene „Eigenverantwortung" bedeutet für die Betroffenen nichts anderes als: Seht selbst zu, wie ihr über die Runden kommt.
Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, nicht allein auf vermeintlich sichere Arbeitsplätze bei Großkonzernen zu vertrauen. Die Geschichte lehrt uns, dass Unternehmen kommen und gehen, Strategien sich ändern und Mitarbeiter oft die Leidtragenden sind. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte daher auch über physische Edelmetalle als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio nachdenken – denn Gold und Silber haben noch jeden Wirtschaftszyklus überdauert.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











