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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
13:05 Uhr

Japan im Rausch: Takaichi-Triumph lässt Nikkei um vier Prozent explodieren

Was für ein Paukenschlag aus Fernost! Der japanische Aktienmarkt erlebt einen regelrechten Höhenflug, nachdem Premierministerin Sanae Takaichi mit ihrer Liberaldemokratischen Partei einen überwältigenden Wahlsieg eingefahren hat. Der Nikkei 225 schoss um satte vier Prozent in die Höhe – ein Signal, das auch die globalen Märkte elektrisieren dürfte.

Schuldenfinanzierte Investitionsoffensive nach deutschem Vorbild

Die Parallelen zu Deutschland sind frappierend und sollten jeden aufmerksamen Beobachter aufhorchen lassen. Wie auch hierzulande setzt Japan nun auf massive kreditfinanzierte Investitionen in Technologie und Rüstung. Die LDP sicherte sich allein eine Zweidrittelmehrheit im 465 Sitze zählenden Unterhaus – ein Erdrutschsieg, der Takaichi freie Hand für ihre expansive Fiskalpolitik gibt.

Besonders bemerkenswert: Halbleiterunternehmen und Verteidigungskonzerne führten die Rallye an. Der Chiphersteller Advantest verzeichnete einen spektakulären Kurssprung von bis zu 15 Prozent. Der sogenannte „Takaichi-Handel" dominiert das Geschehen – ein Muster aus Aktienkäufen bei gleichzeitigem Verkauf von Anleihen und Yen, getrieben von der Erwartung, dass die Regierung die Wirtschaft mit frischem Geld fluten wird.

Die Schattenseiten der Euphorie

Doch hinter der Börseneuphorie lauern erhebliche Risiken. Die Bank of Japan hat bereits für umgerechnet 200 Milliarden US-Dollar heimische Staatsanleihen erworben und ihre Bilanz auf neue Rekordstände ausgebaut. Von unter 100 Billionen Yen vor der Finanzkrise ist die Notenbankbilanz auf über 700 Billionen Yen angeschwollen. Die japanische Zentralbank ist damit zum dominierenden Akteur an der eigenen Börse geworden – ein Zustand, der mit freier Marktwirtschaft kaum noch etwas gemein hat.

„Das starke Wahlergebnis für Takaichi ist mittel- bis langfristig positiv für japanische Aktien", urteilt Rajeev De Mello von Gama Asset Management. Doch er warnt zugleich: „Die Herausforderung wird das Verhalten der japanischen Staatsanleihen sein."

Die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Anleihe stieg um vier Basispunkte auf 2,27 Prozent. Globale Vermögensverwalter wie Schroders und JPMorgan Asset Management gingen bereits mit einer Untergewichtung japanischer Staatsanleihen in die Wahl – ein deutliches Zeichen des Misstrauens gegenüber der fiskalischen Nachhaltigkeit.

Währungshüter in Alarmbereitschaft

Der japanische Währungschef Atsushi Mimura erklärte, er beobachte die Märkte „mit großer Dringlichkeit" – eine Formulierung, die Devisenhändler als unmittelbare Interventionswarnung verstehen. Der Yen hatte sich zuvor von einem kritischen Niveau um 160 gegenüber dem US-Dollar zurückgezogen, das die Behörden bereits zu Marktinterventionen veranlasst hatte.

Finanzministerin Satsuki Katayama versuchte die Märkte zu beruhigen, indem sie betonte, die geplante Steuersenkung auf Lebensmittel erfordere keine zusätzliche Anleiheemission. Sie stehe in engem Kontakt mit US-Finanzminister Scott Bessent und teile mit ihm die Verantwortung für stabile Dollar-Yen-Bewegungen.

Gold als Schutzschild gegen Notenbankexzesse

In diesem Umfeld durchdrehender Notenbanken und explodierender Staatsschulden gewinnt ein Anlagegut besondere Bedeutung: Gold. Das Edelmetall hat sich von rund 250 US-Dollar zur Jahrtausendwende auf über 5.000 US-Dollar pro Feinunze vervielfacht – eine Performance, die kein anderes nachhaltiges Asset auch nur annähernd erreichen konnte.

Der Grund liegt auf der Hand: Gold lässt sich nicht beliebig vermehren wie Papiergeld oder Staatsanleihen. Während Zentralbanken weltweit ihre Bilanzen aufblähen und Regierungen Schulden anhäufen, bleibt das gelbe Metall ein verlässlicher Wertspeicher. Für konservative Anleger, die dem Treiben der Notenbanken skeptisch gegenüberstehen, bieten physische Edelmetalle einen bewährten Schutz vor der schleichenden Entwertung des Geldes.

Ausblick: Zwischen Euphorie und Ernüchterung

Die Märkte preisen bereits eine Zinserhöhung der Bank of Japan um 25 Basispunkte für April zu etwa 75 Prozent ein. Bis Juni gilt sie als vollständig eingepreist. Doch die eigentliche Frage bleibt: Wie lange kann eine Wirtschaft auf Pump prosperieren, bevor die Rechnung präsentiert wird?

Japan liefert ein Lehrstück in Staatskapitalismus – und Deutschland scheint diesem Pfad mit seinem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereitwillig zu folgen. Die kurzfristige Börseneuphorie mag verlockend sein, doch langfristig orientierte Anleger sollten die Risiken dieser schuldenfinanzierten Wachstumsstrategie nicht unterschätzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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