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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
12:18 Uhr

Irans Blockade der Straße von Hormus: Weltweite Gasversorgung am Abgrund

Was passiert, wenn eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt von einem Regime nach Gutdünken abgeriegelt wird? Die Antwort erleben wir gerade in Echtzeit – und sie ist erschreckend. Der Iran verweigert seit Wochen konsequent jedem mit Flüssigerdgas beladenen Tanker die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die Folgen sind dramatisch: Ein Fünftel der weltweiten LNG-Versorgung ist schlicht abgeschnitten.

Katar – vom Exportgiganten zum Gefangenen im eigenen Golf

Katar, der weltweit größte Lieferant von Flüssigerdgas, ist de facto handlungsunfähig. Die gigantische Exportanlage in Ras Laffan musste nach den iranischen Angriffen im vergangenen Monat stillgelegt werden. Doch selbst wenn die Anlage morgen wieder hochfahren könnte – es nützte nichts. Denn die Tanker kommen nicht durch. Zwei mit katarischem LNG beladene Schiffe versuchten am Montag, den Persischen Golf zu verlassen. Wenige Stunden später machten sie kehrt. Iranische Beamte hätten ihnen die Passage schlicht verweigert, berichten beteiligte Händler.

Über ein Dutzend vollbeladene LNG-Tanker liegen derzeit vor Anker, verstreut über den Golf – wartend, hoffend, blockiert. Manche haben offenbar nicht einmal Verhandlungen mit Teheran aufgenommen. Andere haben es versucht und wurden abgewiesen. Nur ein einziger LNG-Tanker soll Anfang des Monats die Meerenge passiert haben – und der war leer.

Selektive Gnade: Öl ja, Gas nein

Besonders perfide mutet die iranische Strategie an, wenn man genauer hinschaut. Denn während LNG-Tanker kategorisch blockiert werden, haben Öltanker und andere Schiffe die enge Wasserstraße nach und nach passieren dürfen – freilich nur mit ausdrücklicher iranischer Genehmigung. Pakistan, Thailand und Indien haben bereits bilaterale Vereinbarungen mit Teheran geschlossen, um Zugang zu festsitzenden Öltankern zu erhalten. Sogar Schiffe mit Verbindungen zu Japan und Frankreich erhielten zuletzt grünes Licht, wobei die genauen Hintergründe dieser Deals im Dunkeln bleiben.

Der Iran spielt also ein hochkalkuliertes Machtspiel. Er entscheidet souverän, wer passieren darf und wer nicht. Er nutzt die Meerenge als geopolitische Waffe – und die Welt schaut zu. Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt eigentlich die vielzitierte „regelbasierte internationale Ordnung", die westliche Politiker so gerne beschwören?

Globale Schockwellen: Kohle-Renaissance und Preisexplosion

Die Konsequenzen der Blockade sind bereits jetzt verheerend. Die weltweiten LNG-Exporte fielen im März auf ein Sechsmonatstief. Die Importe nach Asien verzeichneten den stärksten Rückgang seit 2022. Ein Markt, der noch vor wenigen Monaten mit einem drohenden Überangebot kämpfte, rechnet nun mit akutem Mangel. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Japan und Bangladesch greifen bereits wieder verstärkt auf Kohle zurück – jenen „schmutzigen" Energieträger, den die grüne Weltverbesserungsindustrie eigentlich längst auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt sehen wollte. Taiwan hat Hunderte Millionen Dollar ausgegeben, um sich auf dem Spotmarkt LNG-Ladungen zu sichern. Die Preise explodieren, und die Zeche zahlen am Ende die Verbraucher – wie immer.

Europas fatale Abhängigkeit

Für Europa, das sich nach dem Bruch mit russischem Pipeline-Gas ohnehin in eine prekäre Abhängigkeit von LNG-Importen manövriert hat, könnte die Lage kaum bedrohlicher sein. Die EU warnte bereits vor massivem Preisdruck, und die Gasspeicher drohen sich nicht ausreichend zu füllen. Man erinnere sich: Es war die politische Klasse in Berlin und Brüssel, die mit ideologischer Verve die Energiewende vorantrieb, Kernkraftwerke abschaltete und langfristige Gasverträge als Relikt einer vergangenen Ära abtat. Nun rächt sich diese Hybris in aller Brutalität.

Die deutschen Strompreise liegen bereits beim Vierfachen des französischen Niveaus – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Frankreich, das an seiner Kernkraft festhielt, steht heute ungleich besser da. Deutschland hingegen hat sich sehenden Auges in eine energiepolitische Sackgasse manövriert, aus der es keinen schnellen Ausweg gibt.

Trump macht Druck – aber reicht das?

US-Präsident Donald Trump hat unmissverständlich klargestellt, dass die Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus Teil jedes Abkommens zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran sein müsse. Die Wiederöffnung der Meerenge sei „eine sehr große Priorität", erklärte er am Montag. Starke Worte. Doch ob Worte allein Teheran zum Einlenken bewegen, darf bezweifelt werden.

Die Situation offenbart einmal mehr die fundamentale Verwundbarkeit einer globalisierten Wirtschaft, die auf wenige neuralgische Nadelöhre angewiesen ist. Wer seine Energieversorgung diversifiziert hat, wer auf eigene Ressourcen und stabile Lieferketten setzte, steht heute besser da. Wer hingegen – wie Deutschland – jahrelang einer grünen Utopie hinterherlief und dabei die Grundrechenarten der Energiesicherheit ignorierte, der steht nun im Regen. Oder besser gesagt: im Dunkeln.

Ein Weckruf, der überhört werden wird?

Die Blockade der Straße von Hormus ist mehr als eine vorübergehende Krise. Sie ist ein Symptom einer Weltordnung im Umbruch, in der autoritäre Regime ihre geostrategischen Trümpfe ausspielen, während der Westen mit sich selbst beschäftigt ist. Für den deutschen Bürger bedeutet das konkret: höhere Energiepreise, steigende Inflation und eine weitere Erosion des Wohlstands, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und einer zunehmend fragilen Weltwirtschaft zeigt sich einmal mehr der Wert krisenfester Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Energiepreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und politische Instabilität die Märkte erschüttert. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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