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Kettner Edelmetalle
27.04.2026
06:12 Uhr

Iran-Krieg sprengt die Lieferketten: Wie der Nahost-Konflikt die Elektronikindustrie ins Chaos stürzt

Iran-Krieg sprengt die Lieferketten: Wie der Nahost-Konflikt die Elektronikindustrie ins Chaos stürzt

Während die Welt gebannt auf die Raketenwechsel zwischen Israel und dem Iran blickt, spielt sich abseits der großen Schlagzeilen ein wirtschaftliches Drama von epochaler Tragweite ab. Die globale Elektronikindustrie – das Rückgrat unserer digitalisierten Wirtschaft – ächzt unter den Folgen des Krieges am Persischen Golf. Wer geglaubt hat, der Konflikt bleibe ein regionales Problem, wird nun eines Besseren belehrt: Vom Smartphone bis zum hochmodernen KI-Server steigen die Preise, und Lieferketten reißen wie morsche Stricke.

Ein Raketenangriff mit globalen Schockwellen

Anfang April traf ein iranischer Schlag das petrochemische Großwerk im saudischen Dschubail – ein Treffer, dessen Folgen weit über die Region hinaus zu spüren sind. Das dort ansässige Unternehmen SABIC, immerhin Lieferant von rund 70 Prozent des weltweit verfügbaren hochreinen Polyphenylether-Harzes (PPE), musste die Produktion einstellen. PPE-Harz mag dem Laien nichts sagen, doch ohne diesen Grundstoff lassen sich keine Laminate für Leiterplatten herstellen. Und ohne Leiterplatten? Steht die Elektronikproduktion still.

Die Schifffahrt im Golf, ohnehin eine Achillesferse der Weltwirtschaft, ist durch den Krieg massiv gestört. Wer bisher noch dachte, man könne sich auf reibungslose Importe verlassen, sieht sich nun mit der harten Realität konfrontiert: Wartezeiten für chemische Materialien wie Epoxidharz haben sich von drei auf fünfzehn Wochen verfünffacht.

Preisexplosion bei Leiterplatten – die Kosten gehen durch die Decke

Allein im April schossen die Preise für Leiterplatten (PCB) laut Analysten von Goldman Sachs um bis zu 40 Prozent nach oben. Schon seit Ende des Vorjahres treibt der unstillbare Hunger nach KI-Servern die Notierungen, doch der Krieg gibt den Preisen nun einen zusätzlichen Schub. Cloud-Anbieter, die für ihre Rechenzentren dringend Hardware benötigen, akzeptieren die Mondpreise klaglos – sie wissen, dass die Knappheit über Jahre anhalten dürfte.

Daeduck Electronics, ein südkoreanischer PCB-Hersteller, der unter anderem Samsung, SK Hynix und AMD beliefert, hat bereits Preisverhandlungen mit seinen Kunden eingeleitet. Eine Führungskraft des Unternehmens räumte ein, sich derzeit weniger um Kunden als um Lieferanten zu kümmern. Eine Umkehrung der üblichen Geschäftslogik, die mehr über die Lage aussagt als jede Pressemitteilung.

Kupfer, Glasfaser, Harz – die Knappheit zieht sich durch alle Materialien

Doch es ist nicht nur das PPE-Harz, das die Branche in Atem hält. Auch Glasfaser und Kupferfolie sind zur Mangelware geworden. Die Kupferfolienpreise sind seit Jahresbeginn um bis zu 30 Prozent gestiegen, wobei sich die Rally im März beschleunigte. Da Kupfer rund 60 Prozent der Rohstoffkosten in der Leiterplattenfertigung ausmacht, ist klar, wohin die Reise geht: nach oben, immer weiter nach oben.

Der chinesische Nvidia-Zulieferer Victory Giant Technology warnte bereits Anfang des Monats, der Nahost-Konflikt werde die Preise für Schlüsselmaterialien weiter in die Höhe treiben. Mehrlagige Leiterplatten kosten aktuell rund 1.394 Yuan (etwa 204 Dollar) pro Quadratmeter, Hochleistungsmodelle für KI-Server schlagen mit unfassbaren 13.475 Yuan zu Buche. Der globale PCB-Markt soll laut Prismark im laufenden Jahr um 12,5 Prozent auf 95,8 Milliarden Dollar wachsen – ein Wachstum, das fast vollständig durch Preissteigerungen getrieben wird.

Was bedeutet das für deutsche Verbraucher und Unternehmen?

Was nach trockenen Industriedaten klingt, hat handfeste Konsequenzen für jeden Bürger. Wer in den kommenden Monaten ein neues Smartphone, einen Laptop oder gar ein E-Auto kaufen möchte, wird die Folgen am eigenen Geldbeutel spüren. Die ohnehin schon durch Inflation und Energiekosten geschundene deutsche Industrie bekommt einen weiteren Hieb verpasst – und das in einer Zeit, in der die Bundesregierung mit ihrem schuldenfinanzierten 500-Milliarden-Sondervermögen die Geldentwertung weiter anheizt.

Die deutsche Industrie, einst Stolz der Nation, sieht sich einer toxischen Mischung aus globalen Lieferkettenrisiken, hausgemachten Energiepreisen und einer Politik gegenüber, die offenbar jegliches Gespür für wirtschaftliche Realitäten verloren hat. Während andere Nationen ihre Industrie mit pragmatischer Politik schützen, verheddert sich Berlin in ideologischen Grabenkämpfen. Die Folgen tragen am Ende die Bürger – durch höhere Preise, geringere Kaufkraft und eine Wirtschaft, die immer mehr Federn lassen muss.

Sachwerte als Anker in stürmischen Zeiten

Wer in solchen Zeiten Vermögensschutz sucht, sollte sich nicht auf Papierwerte verlassen, deren Wert von der Tagesform der Märkte abhängt. Geopolitische Verwerfungen, zerrissene Lieferketten und eine ausufernde Staatsverschuldung bilden den perfekten Nährboden für eine schleichende Geldentwertung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in genau solchen Krisenphasen ihre Stärken ausspielen. Sie sind unabhängig von Lieferketten, unabhängig von politischen Launen und unabhängig vom Vertrauen in marode Systeme. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio kann daher ein wichtiger Baustein zur Vermögenssicherung sein.

Hinweis: Die in diesem Artikel dargestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlageberatung noch sprechen wir konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Anleger ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor jeder Investition umfassend informieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Fachberater konsultieren.

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