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26.03.2026
09:16 Uhr

Inflationswelle im Anmarsch: Wie der Iran-Krieg die Preise in Deutschland explodieren lässt

Inflationswelle im Anmarsch: Wie der Iran-Krieg die Preise in Deutschland explodieren lässt

Es ist ein Déjà-vu, das niemand gebrauchen kann. Wieder einmal treiben geopolitische Verwerfungen die Energiepreise in die Höhe, wieder einmal stehen deutsche Verbraucher vor der bitteren Erkenntnis, dass ihr hart verdientes Geld von Tag zu Tag weniger wert wird. Der Krieg im Iran und die Sperrung der Straße von Hormus – jener strategischen Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt – entfalten ihre Wirkung mit der Unausweichlichkeit eines Naturgesetzes. Erst die Tankstelle, dann der Supermarkt, dann die Nebenkostenabrechnung.

Die Kettenreaktion hat bereits begonnen

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Bank, spricht von einer sich aufbauenden Inflationswelle. Die Mechanik sei denkbar einfach und umso schmerzhafter: Transportkosten würden steigen, Nahrungsmittelpreise würden nachziehen, und spätestens im kommenden Winter dürften auch die Heiz- und Stromkosten kräftig anziehen. Wer gehofft hatte, die Zeiten der galoppierenden Inflation seien nach den Verwerfungen der Jahre 2022 und 2023 endgültig überstanden, wird eines Besseren belehrt.

Besonders alarmierend sind die Signale aus der Lebensmittelindustrie. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie schlägt unmissverständlich Alarm. Ohne Energie laufe kein Backofen, keine Trocknungsanlage, keine Kühlung – so der Hauptgeschäftsführer des Verbands. Hinzu kämen explodierende Kosten für Verpackungen und Logistik. Die Kosten stiegen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, und viele Lebensmittelhersteller hätten „kaum noch Puffer". Ein Satz, der wie eine Drohung klingt – und genau so gemeint ist.

Einzelhandel lebt von der Substanz

Noch halten die Dämme im Einzelhandel. Doch das liegt weniger an unternehmerischer Weitsicht als an der schlichten Tatsache, dass viele Handelsunternehmen langfristige Transportverträge abgeschlossen haben, die sie vorübergehend vor dem vollen Ausmaß der Kostensteigerungen schützen. Stefan Genth vom Handelsverband Deutschland räumt allerdings ein, dass bei anhaltender Kostenexplosion die Weitergabe an die Kunden unvermeidlich werde. Es ist also nur eine Frage der Zeit – nicht des Ob, sondern des Wann.

Und genau hier liegt das perfide an dieser Entwicklung: Die offiziellen Preisdaten des Statistischen Bundesamtes spiegeln die heranrollende Welle noch gar nicht wider. Die Indikatoren hinken der Realität hinterher. Wer heute an der Supermarktkasse steht, ahnt vielleicht schon, was die Statistik erst in Wochen bestätigen wird.

Flugpreise als Vorbote des großen Preisschocks

In der Reisebranche ist die neue Realität bereits angekommen. Da Drehkreuze in den Golfstaaten nicht mehr wie gewohnt angeflogen werden können, haben sich insbesondere Langstreckenflüge nach Asien massiv verteuert. Harald Zeiss, Tourismus-Professor an der Hochschule Harz, erklärt, dass Airlines derzeit noch von vorab gesicherten Kerosinpreisen zehrten – einer Art Versicherung gegen schwankende Energiemärkte. Doch dieser Puffer leere sich zusehends. Wenn die bestehenden Verträge ausliefen und zu aktuellen Marktpreisen nachgekauft werden müsse, könnten die vollen Kostensteigerungen im Herbst und Winter in den Ticketpreisen sichtbar werden.

Die politische Dimension: Wieder einmal versagt die Vorsorge

Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass Deutschland sich erneut in einer fatalen Abhängigkeit befindet. Die Energiewende, die uns angeblich unabhängiger machen sollte, hat genau das Gegenteil bewirkt. Statt auf eine diversifizierte, resiliente Energieversorgung zu setzen, hat die deutsche Politik über Jahre hinweg ideologiegetrieben Kapazitäten abgebaut und sich in eine Verwundbarkeit manövriert, die bei jeder geopolitischen Krise aufs Neue schmerzhaft zutage tritt. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung wird die Inflation zusätzlich befeuern – schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme in Zeiten steigender Preise sind das wirtschaftspolitische Äquivalent von Benzin auf ein Feuer.

Julian Hinz vom Kieler Institut für Weltwirtschaft gibt immerhin einen Hoffnungsschimmer: Sollte die Straße von Hormus zeitnah wieder geöffnet werden, ließe sich eine massive Inflationswelle noch abbremsen. Die Folgen für Verbraucher wären dann vor allem an den Tankstellen sichtbar geworden – schmerzhaft, aber verkraftbar. Doch wer auf ein schnelles Kriegsende setzt, betreibt Wunschdenken. Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist so instabil wie seit Jahrzehnten nicht.

Globale Dimension: Deutschland klagt – andere hungern

So bitter die Lage für deutsche Verbraucher auch sein mag – in anderen Teilen der Welt drohen die Konsequenzen ungleich dramatischer auszufallen. Im südlichen Asien und im südlichen Afrika, wo die Abhängigkeit von Rohstoffen aus der Krisenregion noch größer sei, gehe es nicht nur um steigende Preise, sondern um eine echte Knappheit an Lebensmitteln und Energie, warnt IfW-Forscher Hinz. Hohe Gaspreise und vor allem der Mangel an Dünger könnten schon bald eine Ernährungskrise auslösen. Was bei uns ein Ärgernis an der Supermarktkasse ist, wird anderswo zur existenziellen Bedrohung.

Vermögensschutz in Zeiten der Geldentwertung

Für den deutschen Sparer bedeutet diese Entwicklung einmal mehr: Die Kaufkraft schmilzt. Wer sein Vermögen ausschließlich in Geldwerten hält, wird zum stillen Verlierer dieser Krise. In Zeiten, in denen Inflation die Ersparnisse auffrisst und die Notenbanken zwischen Zinserhöhungen und Konjunkturstützung lavieren, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Druckerpresse und keine politische Willkür. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jenen Schutz, den weder Sparbuch noch Staatsanleihe in diesen turbulenten Zeiten garantieren können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

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