
Image-Absturz: Israel ist laut Umfrage das unbeliebteste Land der Welt

Große internationale Studien zeigen einen dramatischen Ansehensverlust Israels. Im Democracy Perception Index 2026 schneidet der jüdische Staat weltweit am schlechtesten ab, noch hinter Nordkorea und Afghanistan. Kurz vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober stärkt US-Präsident Donald Trump ausgerechnet jetzt Premier Benjamin Netanjahu demonstrativ den Rücken.
Schlechter als Nordkorea: Die Zahlen hinter dem Absturz
Der Index wird jährlich vom Datenunternehmen Nira Data gemeinsam mit der Alliance of Democracies erstellt. Diese Stiftung führt der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Zwischen dem 19. März und dem 21. April 2026 wurden mehr als 94.000 Menschen in 98 Ländern befragt. Bewertet wurden 129 Staaten und drei internationale Organisationen.
Das Ergebnis ist eindeutig. Israel landet auf dem letzten Platz. Unter den fünf am negativsten gesehenen Ländern finden sich neben Nordkorea, Afghanistan und dem Iran auch die USA. Ganz oben stehen dagegen die Schweiz, Kanada, Japan, Schweden und Italien. Eine Weltmacht in schlechter Gesellschaft: Für Washington ist dieser Befund ein diplomatisches Desaster.
Pew-Studie bestätigt: Zwei Drittel sehen Israel negativ
Das renommierte US-Institut Pew Research Center kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. In 36 Ländern hatten im Frühjahr 2026 im Mittel 67 Prozent der Befragten ein negatives Bild von Israel. Nur 25 Prozent äußerten sich positiv. Die meisten Interviews fanden statt, nachdem die USA und Israel Ende Februar ihren Militärschlag gegen den Iran begonnen hatten.
Und Deutschland? Hier sehen laut Pew 73 Prozent Israel kritisch. Damit liegt die Bundesrepublik im europäischen Mittelfeld, hinter Schweden und Spanien mit jeweils 78 Prozent. Auffällig ist die politische Spaltung: Unter links orientierten Deutschen äußern sich 85 Prozent ablehnend. Doch auch rechts der Mitte überwiegt mit 63 Prozent die Ablehnung.
Das Herzland bröckelt
Den eigentlichen Umbruch gibt es in den USA, Israels wichtigstem Schutzpatron. Im Frühjahr 2026 hatten 60 Prozent der Amerikaner eine negative Meinung von Israel. Im Jahr 2022 waren es erst 42 Prozent. Bei den Demokraten liegt die Ablehnung inzwischen bei 80 Prozent.
Selbst bei den Republikanern bröckelt die Unterstützung. Insgesamt sehen sie Israel zwar noch mehrheitlich positiv. Bei den unter 50-Jährigen äußern sich aber schon 57 Prozent negativ. Verlässlichen Rückhalt hat Israel vor allem noch bei älteren Konservativen. Für Jerusalem sollte das ein Alarmsignal sein, denn die Jungen von heute sind die Wähler und Entscheider von morgen.
Gaza, Den Haag und der Iran-Krieg
Was steckt hinter dem Stimmungswandel? Beobachter verweisen vor allem auf den Gaza-Krieg, dessen Bilder millionenfach in Echtzeit über soziale Medien verbreitet wurden. Eine UN-Untersuchungskommission kam 2025 zu dem Schluss, Israel habe dort Völkermord begangen. Israel weist diesen Vorwurf entschieden zurück. Der Internationale Strafgerichtshof erließ zudem bereits im November 2024 Haftbefehl gegen Netanjahu, unter anderem wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Trump zeigt sich davon unbeeindruckt. Medienberichten zufolge veröffentlichte Netanjahu ein Video eines Telefonats, in dem der US-Präsident ihm sinngemäß sagt, er sei der Mann, den er an seiner Seite haben wolle. Zuvor hatte Trump auf Truth Social angedeutet, die USA müssten die „Aufgabe“ gegenüber dem Iran womöglich ohne Israel „zu Ende bringen“, falls Netanjahu nicht Regierungschef bleibe. Kritiker sehen darin eine offene Einmischung in einen fremden Wahlkampf.
Berlin zwischen Staatsräson und Volksmeinung
Für die Bundesregierung unter Friedrich Merz wird der Spagat damit immer schwieriger. Die Sicherheit Israels gilt in Berlin als Staatsräson, eine klare Mehrheit der eigenen Bürger sieht das Land aber kritisch. Wer diese Kluft dauerhaft ignoriert, riskiert weiteres Vertrauen in die Politik.
Eines zeigt die Lage im Nahen Osten deutlich: Bündnisse wackeln, Kriege eskalieren und Ölpreise schwanken. In solchen Zeiten haben sich physisches Gold und Silber über Jahrhunderte als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bewährt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung.
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