Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
21.07.2026
12:13 Uhr

„Ich würde sie nicht wählen“ – CDU-Urgestein rechnet gnadenlos mit der eigenen Partei ab

„Ich würde sie nicht wählen“ – CDU-Urgestein rechnet gnadenlos mit der eigenen Partei ab

Wenn ein früherer Ministerpräsident der Union öffentlich erklärt, er würde seine eigene Partei aktuell nicht mehr wählen, dann ist das mehr als nur eine beiläufige Bemerkung. Es ist ein Weckruf. Werner Münch, von 1991 bis 1993 zweiter frei gewählter Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat im Gespräch mit der Jungen Freiheit ein Urteil gefällt, das die selbsternannte „bürgerliche Mitte“ ins Mark treffen dürfte.

Ein 85-Jähriger sagt, was sich viele nicht mehr trauen

Münch, der seit über drei Jahrzehnten wieder in Freiburg lebt, verfolge die Entwicklung in Sachsen-Anhalt weiterhin aufmerksam – und blicke der anstehenden Landtagswahl mit, wie er es formulierte, „besonderer Anspannung, aber auch Sorge“ entgegen. Der Kern seiner Kritik: Die CDU habe schlicht keinen Kompass mehr. „Die Frage ist doch: Was ist der inhaltliche Kern der CDU? Das kann ich nicht beantworten“, so der frühere Regierungschef. Und dann der Satz, der sitzt: „Ich würde sie zurzeit nicht wählen.“

Wenn selbst ein Mann, der die Partei einst als Ministerpräsident führte, öffentlich sein Kreuz woanders machen würde, dann steht es um die Volkspartei schlechter, als es die Berliner Parteizentrale wahrhaben will.

Auch mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze ging Münch hart ins Gericht und bezeichnete dessen Amtsantritt als „unglücklich“. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier ein politischer Zeitzeuge spricht, der die schleichende Selbstaufgabe seiner Partei nicht länger schweigend hinnehmen will.

Der „Linkstrend“ – ein Erbe, das bis heute nachwirkt

Besonders bemerkenswert ist Münchs historische Einordnung. Er verortet den Niedergang seiner Partei in den 2010er-Jahren – jener Ära, die untrennbar mit dem Namen Angela Merkel verbunden ist. Der von ihm beklagte „Linkstrend“ habe sich seither nicht abgeschwächt, sondern verstärkt. In der Finanz-, Bildungs- und Gesellschaftspolitik sieht Münch die Union auf einem grundfalschen Kurs. Wer die Politik der vergangenen Jahre nüchtern betrachtet, wird ihm kaum widersprechen können: Aus einer konservativen Volkspartei wurde ein beliebig gewordenes Gebilde, das seine Stammwähler reihenweise vergrault hat.

Merz bekommt sein Fett weg

Auch vor dem amtierenden Bundeskanzler machte Münch nicht halt. Friedrich Merz attestierte er mangelnde Führungskraft und eine inkonsequente Politik. Als Paradebeispiel nannte er den Umgang mit dem CDU-Politiker Jens Spahn – einen Vorgang, den Münch schlicht als „Skandal“ bezeichnete. Bemerkenswert: Kritik gab es dabei sowohl für Spahns Verhalten als auch für die zaghafte Reaktion des Kanzlers. Ein Kanzler, der einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, und heute ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mitträgt, dürfte solche Vorwürfe nur schwer entkräften können.

Differenziert zur AfD – und eine Warnung an die eigene Partei

Bemerkenswert differenziert äußerte sich Münch mit Blick auf die AfD. Die prognostizierten Zustimmungswerte halte er zwar teilweise für überzogen, insgesamt seien sie jedoch „unglaublich hoch“. Eine Höcke-AfD würde er nach eigenen Worten nie wählen. Doch dann folgte der eigentlich brisante Teil seiner Analyse: Die dauerhafte Ausgrenzung der Partei könne kontraproduktiv wirken und zu weiterer Radikalisierung beitragen. Statt einer Koalition plädierte er für eine punktuelle Zusammenarbeit – und forderte die CDU auf, verlorene Wähler durch ein klar erkennbares Profil zurückzugewinnen.

Damit spricht Münch aus, was ein wachsender Teil der Bevölkerung längst denkt: Eine Politik der ewigen Brandmauern und moralischen Ausgrenzung löst kein einziges Problem. Sie zementiert nur die Frustration jener Bürger, die sich von der etablierten Politik nicht mehr vertreten fühlen.

Ein Fazit, das nachhallt

Werner Münchs Worte sind kein Zufallsprodukt eines verbitterten Ruheständlers, wie manche Kritiker es gerne hätten. Sie sind das Zeugnis eines Mannes, der die Union von innen kannte, sie mitprägte – und der heute ernüchtert feststellen muss, dass von einst festen Überzeugungen kaum noch etwas übrig ist. Wer wissen will, wie tief der Vertrauensverlust in die Volksparteien reicht, findet in dieser Abrechnung eine unbequeme, aber ehrliche Antwort.

In Zeiten politischer Orientierungslosigkeit und einer Inflationspolitik, die künftige Generationen belastet, gewinnt eine alte Wahrheit erneut an Bedeutung: Wer sein Vermögen unabhängig von den Launen der Politik sichern möchte, kommt an der bewährten Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber kaum vorbei. Sie sind seit Jahrtausenden ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten – und ein sinnvoller Baustein in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen