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06.02.2026
07:02 Uhr

Humanitäre Katastrophe im Sudan: Mehr als die Hälfte aller Kleinkinder kämpft ums Überleben

Humanitäre Katastrophe im Sudan: Mehr als die Hälfte aller Kleinkinder kämpft ums Überleben

Während sich die deutsche Politik mit Gendersternchen und Klimakleber beschäftigt, spielt sich auf dem afrikanischen Kontinent eine Tragödie biblischen Ausmaßes ab. Im Sudan verhungern Kinder – und die Welt schaut weitgehend tatenlos zu. Die neuesten Zahlen der internationalen Beobachtungsinitiative IPC (Integrated Food Security Phase Classification) zeichnen ein Bild des Grauens, das selbst hartgesottene Beobachter erschüttert.

Erschreckende Zahlen aus Nord-Darfur

In der sudanesischen Region Nord-Darfur haben zwei weitere Ortschaften die kritische Schwelle zur offiziellen Hungersnot überschritten. Die Zahlen sind dabei so erschütternd, dass man sie zweimal lesen muss, um sie zu begreifen: In der Ortschaft Um Baru sind sage und schreibe 52,9 Prozent aller Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren akut unterernährt. Mehr als jedes zweite Kleinkind kämpft dort buchstäblich ums nackte Überleben. In Kernoi liegt der Anteil bei immer noch dramatischen 34 Prozent.

Der Grenzwert für die höchste und schlimmste Stufe der IPC-Klassifizierung – Stufe fünf, die für „Katastrophe/Hungersnot" steht – liegt bei 30 Prozent akut mangelernährter Kinder. Diese Schwelle wurde in beiden Orten deutlich überschritten. Was bedeutet das konkret? Es bedeutet, dass Mütter ihre Kinder sterben sehen, während die internationale Gemeinschaft Konferenzen abhält und Resolutionen verabschiedet.

Ein Bürgerkrieg als Brandbeschleuniger

Die Ursache dieser humanitären Katastrophe ist ein seit bald drei Jahren tobender Bürgerkrieg zwischen den sudanesischen Regierungstruppen und der Miliz RSF (Rapid Support Forces). Dieser Konflikt hat bereits über 150.000 Menschenleben gefordert und macht eine effektive Hilfslieferung in viele Regionen schlichtweg unmöglich. Die IPC-Experten geben offen zu, dass sie für zahlreiche Gebiete keine verlässlichen Daten erheben können – schlicht weil diese Orte aufgrund der Kampfhandlungen nicht zugänglich sind.

Man muss sich das einmal vorstellen: Die tatsächliche Lage könnte noch weitaus schlimmer sein als die ohnehin schon katastrophalen bekannten Zahlen vermuten lassen. In der Region Kordofan, wo derzeit die intensivsten Gefechte stattfinden, verschlechtert sich die Ernährungslage nach IPC-Angaben rapide. Die von der RSF belagerte Stadt Kadugli wurde bereits offiziell als Hungersnot-Gebiet eingestuft.

Millionen Menschen ohne ausreichende Nahrung

Die Gesamtdimension dieser Krise ist schwindelerregend: Nach IPC-Berechnungen droht in diesem Jahr 4,2 Millionen Menschen im Sudan akute Unterernährung. Mehr als 21 Millionen Menschen – das entspricht etwa einem Viertel der deutschen Bevölkerung – haben nicht ausreichend Zugang zu Lebensmitteln. Diese Zahlen sind keine abstrakten Statistiken, sondern repräsentieren echte Menschen, echte Familien, echte Kinder.

Die internationale Gemeinschaft versagt auf ganzer Linie, während eine ganze Generation sudanesischer Kinder dem Hungertod preisgegeben wird.

Wo bleibt die internationale Hilfe?

Während westliche Regierungen Milliarden für fragwürdige Projekte ausgeben und sich in ideologischen Grabenkämpfen verlieren, sterben im Sudan täglich Kinder an Hunger. Die Frage drängt sich auf: Wo sind die großen Hilfsorganisationen? Wo ist die mediale Aufmerksamkeit, die anderen Krisen zuteilwird? Der Sudan scheint in der öffentlichen Wahrnehmung schlichtweg vergessen worden zu sein.

Die Tragödie wird noch dadurch verschärft, dass kürzlich ein Drohnenangriff auf einen Kindergarten im Sudan mindestens 50 Menschenleben forderte. Kinder, die dem Hunger entkommen, werden Opfer von Kriegsgewalt. Es ist ein Teufelskreis aus Elend und Tod, der ohne entschlossenes internationales Eingreifen nicht durchbrochen werden kann.

Diese Krise zeigt einmal mehr, wie fragil die Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent ist – und wie wenig die westliche Welt bereit scheint, echte Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen werden Symptome bekämpft, während die Ursachen unbehandelt bleiben. Der Sudan braucht keine weiteren Lippenbekenntnisse, sondern konkrete Hilfe – und zwar jetzt.

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