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22.10.2026
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KI-generiert

Huang-Albtraum wird wahr: Huawei und DeepSeek holen Nvidia ein

Huang-Albtraum wird wahr: Huawei und DeepSeek holen Nvidia ein
Symbolbild: KI-generiert

Chinas Antwort auf die US-Chipsperren nimmt Gestalt an. Der Technologieriese Huawei und das KI-Start-up DeepSeek arbeiten so eng zusammen, dass der Rückstand auf Nvidia rasch schrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des renommierten US-Forschungshauses SemiAnalysis.

Die Analysten sprechen von einer „Symbiose“. Für Nvidia-Chef Jensen Huang beginne damit womöglich ein Albtraum, Wirklichkeit zu werden. Die Pointe: Erst einen Tag zuvor hatte Huang auf der Nvidia-Konferenz GTC in Berlin noch die Bühne beherrscht.

Ein Tauschgeschäft unter Zwang

Der Deal ist simpel. Huawei baue leistungsfähige Chips, habe aber laut dem Bericht kein eigenes Spitzenlabor, das deren Praxistauglichkeit beweise. DeepSeek wiederum entwickle Spitzenmodelle, komme aber wegen der US-Exportkontrollen nicht an genug Rechenleistung. Jeder liefert dem anderen genau das, was ihm fehlt.

Wie ernst es den Partnern ist, zeigte sich kurz vor Chinas Nationalfeiertag. Am 30. September veröffentlichte DeepSeek aus Hangzhou sechs Software-Module für Huaweis Ascend-Chips. Sie spiegeln Werkzeuge wider, die das Unternehmen zuvor für Nvidia-Hardware entwickelt hatte, darunter TileLang, DeepGEMM, DeepEP und FlashMLA.

Der Ascend 950PR als Speerspitze

Im Mittelpunkt steht Huaweis Ascend 950PR. Fachmedien zufolge liefert er rund 1,56 Petaflops Rechenleistung im FP4-Format und hat 112 Gigabyte Hochleistungsspeicher an Bord. SemiAnalysis hält Huaweis gesamtes Ökosystem schon heute für „ausgereift und gut entwickelt“. Die Prognose der Analysten: Spätestens 2028, vielleicht schon 2027, werde DeepSeek „vorwiegend“ auf Huawei-Technik setzen.

Nvidias Burggraben bekommt Risse

Warum ist das so brisant? Nvidias Macht beruht nicht nur auf Silizium. Sie beruht vor allem auf CUDA, der Software-Plattform, an die sich Entwickler weltweit seit fast zwei Jahrzehnten gewöhnt haben. Wer die Programmierwerkzeuge kontrolliert, bindet die Kunden. Genau diesen Burggraben greifen Huawei und DeepSeek jetzt an.

Die Wirkung zeigt sich bereits. Nach dem Start des Modells DeepSeek V4 im April 2026 hätten sich große chinesische Tech-Konzerne Medienberichten zufolge regelrecht um Ascend-950-Chips gerissen. Huawei rechne Berichten zufolge mit rund 12 Milliarden Dollar Umsatz aus dem Geschäft mit KI-Chips. Nvidias Marktanteil in China sei dagegen eingebrochen.

Zur Erinnerung: Schon im Januar 2025 hatte DeepSeek mit seinem Modell R1 die Börsen erschüttert. Nvidia verlor damals an einem einzigen Tag knapp 600 Milliarden Dollar an Börsenwert, so viel wie noch nie ein Unternehmen zuvor. Viele hielten das für eine Übertreibung. Heute wirkt es eher wie ein Vorbote.

Und Europa? Schaut zu

Die Ironie der Geschichte: Washingtons Exportsperren sollten China ausbremsen. Stattdessen zwingen sie Peking in die technologische Eigenständigkeit. Not macht erfinderisch, und Abhängigkeit macht verwundbar.

Für Deutschland ist das eine unbequeme Botschaft. Während die USA und China um die Vorherrschaft bei der Schlüsseltechnologie des Jahrhunderts ringen, hat Europa weder einen eigenen Nvidia noch einen eigenen Huawei. Brüssel glänzt vor allem mit Regulierung wie dem AI Act. Kritiker sehen darin ein gefährliches Missverhältnis: Europa schreibe Regeln für eine Technologie, die andere entwickeln.

Für Anleger zeigt die Entwicklung, wie schnell scheinbar unangreifbare Marktführer ins Wanken geraten können, wenn sich die Geopolitik verschiebt. Wer sein Vermögen in Zeiten von Tech-Krieg und Blockbildung absichern will, kann physisches Gold und Silber als krisenerprobte, von Unternehmen und Lieferketten unabhängige Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigene Recherchen anstellen und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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