Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
04.08.2025
07:24 Uhr

Hotelbranche schlägt zurück: Über 10.000 Betriebe verklagen Booking-Giganten

Die europäische Hotelbranche hat genug von der digitalen Knechtschaft. In einem beispiellosen Schritt haben sich mehr als 10.000 Hotels zusammengeschlossen, um den niederländischen Buchungsriesen Booking.com vor Gericht zu zerren. Es geht um nichts Geringeres als die Wiedergutmachung für zwei Jahrzehnte systematischer Ausbeutung durch kartellrechtswidrige Geschäftspraktiken.

David gegen Goliath im digitalen Zeitalter

Was sich hier abspielt, erinnert an den klassischen Kampf des Kleinen gegen den übermächtigen Gegner. Der Europäische Gerichtshof hatte im Herbst 2024 geurteilt, dass die berüchtigten Bestpreisklauseln von Booking.com gegen das Kartellrecht verstoßen. Diese perfiden Vertragsbestandteile hatten Hotels über Jahre hinweg daran gehindert, ihre Zimmer auf eigenen Kanälen günstiger anzubieten als auf der Plattform des Quasi-Monopolisten.

Die Richter in Luxemburg stellten unmissverständlich klar: Solche Knebelverträge seien nicht notwendig für das wirtschaftliche Überleben der Plattformen. Ein Urteil, das die Hotellerie wie ein Befreiungsschlag traf. Doch der Schaden war bereits angerichtet – zwei Jahrzehnte lang mussten sich Hotels den Bedingungen des digitalen Imperiums beugen.

Marktmacht als Waffe

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit einem Marktanteil von über 70 Prozent in Europa – in Deutschland sogar 72,3 Prozent – hat sich Booking Holdings eine Position verschafft, die jeden Wettbewerb im Keim erstickt. Gleichzeitig sank der Anteil der Direktbuchungen in Deutschland zwischen 2013 und 2023 um mehr als acht Prozent. Ein Teufelskreis, aus dem sich Hotels kaum befreien konnten.

"Europäische Hoteliers haben lange unter unfairen Bedingungen und überhöhten Kosten gelitten", erklärt Alexandros Vassilikos, Präsident der europäischen Hotelallianz Hotrec.

Diese Worte bringen auf den Punkt, was viele Hoteliers seit Jahren empfinden: Sie wurden zu Geiseln eines Systems, das ihre wirtschaftliche Freiheit massiv einschränkte. Die Sammelklage sende nun eine unmissverständliche Botschaft an die Tech-Giganten: Die Zeit der digitalen Willkür sei vorbei.

Der Preis der Abhängigkeit

Besonders perfide an diesem System war die schleichende Abhängigkeit, die sich über die Jahre entwickelte. Hotels wurden systematisch ihrer direkten Kundenbeziehungen beraubt. Stattdessen mussten sie hohe Provisionen an die Plattform abführen – Geld, das für Investitionen in die eigene Infrastruktur oder besseren Service hätte verwendet werden können.

Die Hotel Claims Alliance koordiniert nun die Klage vor einem niederländischen Gericht. Unterstützt wird sie von über 30 nationalen Hotelverbänden, darunter auch der deutsche Hotelverband IHA. Dessen Hauptgeschäftsführer Markus Luthe spricht von einem "überwältigenden Zuspruch" – so überwältigend, dass die Anmeldefrist bis zum 29. August verlängert werden musste.

Ein Signal für die digitale Zukunft

Was hier geschieht, ist mehr als nur ein Rechtsstreit zwischen Hotels und einer Buchungsplattform. Es ist ein Aufstand gegen die digitale Feudalherrschaft amerikanischer Tech-Konzerne über europäische Unternehmen. Ein Kampf, der zeigt, dass sich der Mittelstand nicht länger von algorithmengesteuerten Plattformen die Geschäftsbedingungen diktieren lassen will.

Die Ironie dabei: Trotz aller berechtigten Kritik bleiben viele Hotels weiterhin auf Booking.com angewiesen. Die Plattform hat sich über die Jahre eine Marktposition erarbeitet, die sie praktisch unumgänglich macht. Ein klassisches Monopol-Dilemma, das nur durch konsequente rechtliche Schritte und möglicherweise härtere Regulierung aufgebrochen werden kann.

Diese Sammelklage könnte der Anfang einer längst überfälligen Korrektur sein. Es wird Zeit, dass europäische Unternehmen ihre digitale Souveränität zurückgewinnen und sich nicht länger von übermächtigen Plattformen die Bedingungen diktieren lassen. Der Ausgang dieses Verfahrens wird wegweisend sein – nicht nur für die Hotelbranche, sondern für die gesamte europäische Wirtschaft im digitalen Zeitalter.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen