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Kettner Edelmetalle
12.05.2026
12:06 Uhr

Hormuz brennt, Öl explodiert: Trumps Iran-Deal liegt auf der Intensivstation

Die Hoffnungen auf ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran schwinden rapide. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag in unmissverständlicher Deutlichkeit, der seit dem 7. April brüchige Waffenstillstand befinde sich "auf der Intensivstation". Den Gegenvorschlag aus Teheran kanzelte er als "Müll" ab – er habe ihn nicht einmal zu Ende gelesen. Eine diplomatische Watsche, wie sie selbst Trump selten austeilt.

Teherans Forderungen: Souveränität, Entschädigung, Ende der Seeblockade

Was sich auf dem Verhandlungstisch stapelt, ist eine harte Liste aus Teheran. Der Iran fordert ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten – einschließlich des Libanon, wo der US-Verbündete Israel weiterhin gegen die iranisch unterstützte Hisbollah vorgeht. Hinzu kommen die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormuz, milliardenschwere Kriegsentschädigungen sowie die sofortige Aufhebung der amerikanischen Marineblockade. Washington wollte hingegen zunächst nur das Schweigen der Waffen, bevor die wirklich heiklen Punkte – allen voran das iranische Atomprogramm – auf den Tisch kommen.

Die Reaktion aus Teheran ließ nicht auf sich warten: Ebrahim Rezaei, Sprecher des parlamentarischen Sicherheitsausschusses, drohte auf X unverhohlen, der Iran könne Uran auf bis zu 90 Prozent anreichern – also waffenfähiges Material produzieren –, sollte das Land erneut angegriffen werden. Mohammad Akbarzadeh, stellvertretender politischer Direktor der Marine der Revolutionsgarden, erklärte zudem, der Iran habe die Definition der Straße von Hormuz auf ein "weites Operationsgebiet" ausgedehnt, das von Jask im Osten bis zur Insel Siri im Westen reiche. Eine Drohgebärde mit klarer Ansage.

Ölmärkte explodieren: Brent klettert Richtung 108 Dollar

Die Folgen für die globalen Energiemärkte sind verheerend. Die Brent-Notierungen kletterten am Dienstag auf knapp 108 Dollar je Barrel, weil die Straße von Hormuz weiterhin nahezu blockiert bleibt. Vor Kriegsbeginn am 28. Februar liefen ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen durch diese schmale Wasserstraße. Heute? Ein Rinnsal. Schiffsdaten von Kpler und LSEG zeigen, dass in der vergangenen Woche lediglich drei Rohöltanker die Meerenge passierten – und das mit abgeschalteten Trackern, um iranischen Angriffen zu entgehen.

Die OPEC-Förderung ist im April auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten gefallen, wie eine Reuters-Umfrage am Montag offenlegte. Die Produzenten mussten ihre Exporte zurückfahren, weil schlicht keine sicheren Transportwege mehr existieren. Wer in Deutschland an der Zapfsäule oder beim Blick auf die Heizkostenabrechnung zusammenzuckt, weiß spätestens jetzt, wer den Preis dafür bezahlt: der ganz normale Bürger.

Trump unter Druck – auch im eigenen Land

Der amerikanische Präsident steckt in der Zwickmühle. Eine aktuelle Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt: Zwei von drei Amerikanern – darunter jeder dritte Republikaner und nahezu alle Demokraten – sind der Meinung, Trump habe die Kriegsgründe nicht ausreichend erklärt. In weniger als sechs Monaten stehen Kongresswahlen an, und steigende Benzinpreise sind das politische Gift schlechthin. Trump kündigte deshalb an, die föderale Benzinsteuer auszusetzen, bis es "angebracht" sei. "Sobald das mit dem Iran vorbei ist, werden Benzin und Öl fallen wie ein Stein", versprach er den Reportern. Ein gewagtes Versprechen in einer Lage, die sich täglich zuspitzt.

Zusätzlich verhängte Washington am Montag neue Sanktionen gegen Personen und Unternehmen, die dem Iran beim Öltransport nach China helfen sollen. Banken weltweit wurden vor Umgehungsversuchen gewarnt. Pikantes Detail: Trump reist am Mittwoch nach Peking, wo er mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping auch über den Iran sprechen will. Es dürfte ein Gespräch unter ungleichen Partnern werden – Xi sitzt am längeren Hebel, solange China iranisches Öl bezieht.

NATO-Verbündete verweigern die Gefolgschaft

Besonders bemerkenswert ist die diplomatische Isolation Washingtons. Die NATO-Partner weigern sich, Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormuz zu entsenden, solange kein vollständiges Friedensabkommen und kein international mandatiertes Mandat vorliegt. Selbst der türkische Außenminister Hakan Fidan mahnte in Doha, die Meerenge dürfe "nicht als Waffe" im Krieg eingesetzt werden – eine deutliche Botschaft sowohl an Teheran als auch an Washington. Kuwait meldete unterdessen die Festnahme von vier Angehörigen der iranischen Revolutionsgarden, die per Boot ins Land eindringen wollten. Die Spannungen breiten sich aus wie ein Flächenbrand.

Was bedeutet das für deutsche Sparer?

Während Berlin unter der schwarz-roten Koalition mit milliardenschweren Sondervermögen jongliert und die Inflation weiter anheizt, droht von außen die nächste Welle. Steigende Ölpreise sind in einer ohnehin energieabhängigen Volkswirtschaft wie der deutschen ein toxischer Cocktail. Erinnern wir uns an 2022: Die Energiekrise nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat Hunderttausende Haushalte an den Rand des Ruins gebracht. Diesmal könnten die Folgen noch tiefer greifen, denn die Reserven sind aufgebraucht, die Industrie ausgeblutet, die Bürger zermürbt.

Gerade in solch unruhigen Zeiten zeigt sich, warum physische Edelmetalle ihre Rolle als zeitloser Vermögensanker immer wieder bestätigen. Wenn Öl knapp wird, Währungen unter Druck geraten und politische Verlässlichkeit zur Mangelware verkommt, sind es Gold und Silber, die Generationen über Krisen hinweg getragen haben. Eine vernünftige Beimischung von physischen Edelmetallen in ein breit gestreutes Portefeuille kann helfen, das eigene Vermögen gegen geopolitische Schocks abzusichern – eben dort, wo Papierversprechen ihren Glanz verlieren.

Ausblick: Eine Eskalationsspirale ohne Bremse

Ob Trumps Drohgebärden in Peking Wirkung zeigen, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden. Was klar ist: Solange Teheran auf seinen Maximalforderungen beharrt und Washington sie als "Müll" abtut, bleibt die Welt am Pulverfass. Der nächste Funke könnte aus einer kleinen Provokation in der Hormuz-Straße kommen – oder aus einer politischen Fehlkalkulation in Washington. Die Ölmärkte preisen das Risiko bereits ein. Die Frage ist nur, wie lange die deutsche Wirtschaft und der deutsche Verbraucher diesen Preis noch zu zahlen bereit sind.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Ansichten spiegeln die Meinung der Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführen oder einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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