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17.04.2026
16:03 Uhr

Hormus-Krise: Merz und Macron im offenen Dissens über Amerikas Rolle

Hormus-Krise: Merz und Macron im offenen Dissens über Amerikas Rolle

Während im Nahen Osten die Spannungen an einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt eskalieren, offenbart sich zwischen Berlin und Paris ein tiefer Riss in der europäischen Sicherheitspolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron können sich nicht auf eine gemeinsame Linie zur Absicherung der Straße von Hormus einigen – und das ausgerechnet in einer Situation, in der Europa geschlossen auftreten müsste.

Macrons Traum von europäischer Autonomie

Nach einem Treffen mehrerer Staats- und Regierungschefs in Paris verkündete Macron, man wolle eine „neutrale Mission" in der Straße von Hormus vorbereiten. Diese solle sich ausdrücklich von den kriegsführenden Parteien unterscheiden. Der französische Präsident sprach von einer „Botschaft der Hoffnung" und der „Einheit" – Europa stehe an der Seite der Golfstaaten, asiatischer Länder, lateinamerikanischer Nationen und der Pazifikregion. Man habe bereits „viele militärische Mittel in die Region" entsandt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Klingt großartig. Klingt nach Führungsstärke. Doch wer genauer hinhört, erkennt die altbekannte Macron'sche Rhetorik: viel Pathos, wenig Substanz. Denn eine europäische Marinemission ohne die Vereinigten Staaten in einer der gefährlichsten Meerengen der Welt? Das ist ungefähr so realistisch wie ein französischer Flugzeugträger, der gleichzeitig drei Krisenregionen abdecken soll.

Merz fordert transatlantische Einbindung – zu Recht

Bundeskanzler Merz zeigte sich deutlich pragmatischer. Er wünsche sich ausdrücklich eine Beteiligung der USA an der Mission. „Die explodierenden Energiepreise müssen so schnell wie möglich wieder sinken, und dieser Krieg darf nicht zum transatlantischen Stresstest werden", erklärte er unmissverständlich. Damit trifft er einen Nerv, den viele deutsche Bürger und Unternehmer schmerzlich spüren: Die Energiepreise, ohnehin seit Jahren auf einem für den Industriestandort Deutschland bedrohlichen Niveau, drohen durch die Hormus-Krise vollends zu explodieren.

Für eine deutsche Beteiligung an der Mission nannte Merz klare Bedingungen: eine sichere Rechtsgrundlage – etwa eine Resolution des UN-Sicherheitsrates –, einen Beschluss der Bundesregierung, ein Mandat des Deutschen Bundestages sowie ein tragfähiges militärisches Konzept. Deutschland könne sich insbesondere bei der Minenräumung und Seeaufklärung einbringen. Das sind vernünftige, besonnene Forderungen – und sie zeigen, dass Merz zumindest in der Außenpolitik die Lehren aus dem chaotischen Agieren der Vorgängerregierung gezogen haben dürfte.

Trumps beißender Spott

Doch während Europa noch über die richtige Strategie debattiert, goss US-Präsident Donald Trump gewohnt unverblümt Öl ins Feuer. Auf seiner persönlichen Plattform schrieb er, die NATO habe ihn erst kontaktiert, nachdem sich die Lage bereits beruhigt habe. Er habe ihnen gesagt, sie sollten sich fernhalten – es sei denn, sie wollten „ihre Schiffe nur mit Öl beladen". Die Europäer seien „nutzlos" gewesen, als man sie gebraucht habe – ein „Papiertiger". Stattdessen dankte Trump Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar für ihre „große Tapferkeit und Hilfe".

So demütigend Trumps Worte auch klingen mögen – sie enthalten einen unbequemen Kern Wahrheit. Europa hat es über Jahrzehnte versäumt, eine eigenständige militärische Handlungsfähigkeit aufzubauen. Die Bundeswehr ist nach Jahren der Vernachlässigung und ideologisch motivierter Sparorgien in einem Zustand, der den Anspruch einer Weltmacht-Rolle zur Farce macht. Und das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Große Koalition unter Merz aufgelegt hat? Es wird Generationen von Steuerzahlern belasten, ohne dass absehbar wäre, ob es die klaffenden Fähigkeitslücken der Bundeswehr tatsächlich schließen kann.

Europas strategisches Dilemma

Die Straße von Hormus ist keine abstrakte geopolitische Größe. Durch diese nur 55 Kilometer breite Meerenge fließen rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls. Jede Störung des Schiffsverkehrs trifft die europäische Wirtschaft unmittelbar – in Form steigender Energiepreise, die sich wie ein Lauffeuer durch sämtliche Produktionsketten fressen. Für Deutschland, dessen Industrie ohnehin unter den höchsten Energiekosten Europas ächzt, könnte eine langanhaltende Blockade verheerende Folgen haben.

Dass Macron in dieser Situation auf eine rein europäische Mission ohne amerikanische Beteiligung drängt, zeugt von einem gefährlichen Realitätsverlust. Es mag dem französischen Nationalstolz schmeicheln, doch es ignoriert die schlichte Tatsache, dass keine europäische Marine – und schon gar nicht die deutsche – in der Lage wäre, die Sicherheit der Schifffahrtsrouten im Persischen Golf ohne die US Navy zu garantieren. Merz' Insistieren auf einer transatlantischen Lösung ist daher nicht Ausdruck von Schwäche, sondern von nüchternem Realismus.

Energiepreise als Achillesferse

Die eigentliche Tragödie dieser Krise liegt tiefer. Deutschland hat sich durch den überstürzten Ausstieg aus der Kernenergie und die einseitige Fixierung auf erneuerbare Energien in eine strategische Abhängigkeit manövriert, die nun mit voller Wucht zurückschlägt. Wer seine Energieversorgung derart verwundbar gestaltet, darf sich nicht wundern, wenn geopolitische Krisen am anderen Ende der Welt die heimische Wirtschaft in die Knie zwingen. Die Bürger zahlen die Zeche – an der Tankstelle, bei der Heizkostenabrechnung und letztlich auch am Arbeitsplatz.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Bestandteil einer klugen Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Wenn Energiepreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Unsicherheiten die Märkte erschüttern, bewährt sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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