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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
22:58 Uhr

Hollywood-Milliardenschlacht: Paramount überbietet Netflix im Kampf um Warner Bros.

Was sich derzeit hinter den glitzernden Kulissen Hollywoods abspielt, liest sich wie das Drehbuch eines Wirtschaftsthrillers – nur dass die Summen, um die hier gefeilscht wird, selbst die kühnsten Fantasien eines Blockbuster-Autors übersteigen dürften. Der Bieterkampf um Warner Bros. Discovery hat eine neue Eskalationsstufe erreicht, und die Frage, wer am Ende das traditionsreiche Medienimperium schlucken wird, ist alles andere als entschieden.

Paramount setzt Netflix unter Druck

Der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery hat das nachgebesserte Übernahmeangebot von Paramount formal als „überlegen" eingestuft – ein Schritt, der Netflix nun gehörig unter Zugzwang setzt. Der Streaming-Gigant hat lediglich vier Tage Zeit, um mit einem Gegenangebot zu kontern. Gleichzeitig hält der Warner-Verwaltungsrat jedoch an seiner bisherigen Empfehlung fest, das Netflix-Angebot anzunehmen. Die Aktionärsabstimmung wurde auf den 20. März terminiert. Ein bemerkenswertes Doppelspiel, das die Nervosität auf allen Seiten offenbart.

Paramount hat sein Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery von 30 auf 31 Dollar pro Aktie in bar erhöht – insgesamt rund 108,4 Milliarden Dollar. Netflix hingegen bietet „nur" knapp 83 Milliarden Dollar, allerdings ausschließlich für das Studio- und Streaminggeschäft. Die TV-Sender, darunter der politisch brisante Nachrichtenkanal CNN, würden bei der Netflix-Variante in ein separates Unternehmen ausgegliedert.

Sieben Milliarden als Versicherungspolice

Besonders bemerkenswert ist das Sicherheitsnetz, das Paramount zu spannen bereit ist. Sollte der Deal an regulatorischen Hürden scheitern, bietet der Konzern Warner eine außergewöhnliche Auflösungsgebühr von sieben Milliarden Dollar an. Hinzu kommt die Übernahme jener 2,8 Milliarden Dollar, die Warner an Netflix zahlen müsste, falls der bereits vereinbarte Deal mit dem Streaming-Dienst aufgelöst würde. Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen: Fast zehn Milliarden Dollar allein als Absicherung für den Fall des Scheiterns. In welcher Welt leben wir eigentlich, dass solche Summen als bloße Verhandlungsmasse dienen?

An der Börse nahm man die Nachricht erstaunlich gelassen auf. Warner und Paramount legten im nachbörslichen Handel jeweils nur rund ein Prozent zu, Netflix sogar nur ein halbes Prozent. Die Märkte scheinen abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer weiteren Preisrunde kommt – oder ob Netflix, wie von Co-Chef Ted Sarandos angedeutet, lieber einen Rückzieher macht und den Rivalen „zu viel bezahlen" lässt.

CNN als politischer Zankapfel

Doch hinter den nackten Zahlen verbirgt sich eine weitaus brisantere Dimension dieses Übernahmekampfes. Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft des Nachrichtensenders CNN – und damit um die Frage, wer in den Vereinigten Staaten künftig die mediale Deutungshoheit besitzt. CNN, das über Jahre hinweg als Sprachrohr einer linksliberalen Weltsicht wahrgenommen wurde und sich durch seine oft einseitige Berichterstattung gegen US-Präsident Donald Trump hervorgetan hat, könnte unter neuer Eigentümerschaft einen fundamentalen Kurswechsel erleben.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison übernommen, der als Trump-Unterstützer bekannt ist. Bereits jetzt sei bei der Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS ein freundlicherer Ton gegenüber der Trump-Regierung zu beobachten, heißt es aus Branchenkreisen. Trump selbst hatte im Dezember unmissverständlich klargemacht, dass bei einem Deal sichergestellt werden müsse, dass CNN den Besitzer wechsele.

Für Trump-Kritiker in den USA ist dieses Szenario ein Albtraum. Für all jene hingegen, die seit Jahren eine zunehmende ideologische Schlagseite der großen amerikanischen Medienkonzerne beklagen, könnte ein Eigentümerwechsel bei CNN durchaus als überfällige Korrektur betrachtet werden. Denn eines steht fest: Ein Nachrichtensender, der seinen journalistischen Auftrag ernst nimmt, sollte nicht als politisches Kampfinstrument einer Seite fungieren – egal welcher.

Die Konsolidierung der Medienlandschaft schreitet voran

Was wir hier beobachten, ist Teil einer gewaltigen Konsolidierungswelle in der globalen Medien- und Unterhaltungsindustrie. Die Streaming-Kriege der vergangenen Jahre haben die Branche in einen ruinösen Wettbewerb getrieben, bei dem Milliarden in Inhalte gepumpt wurden, ohne dass sich die Investitionen für viele Anbieter jemals rechneten. Nun folgt die unvermeidliche Bereinigung. Wer nicht die nötige Größe erreicht, wird geschluckt oder geht unter.

Für den deutschen Zuschauer und Anleger mag dieses transatlantische Medienpoker zunächst weit entfernt erscheinen. Doch die Auswirkungen werden auch hierzulande spürbar sein – sei es durch veränderte Streaming-Angebote, neue Preisstrukturen oder eine Verschiebung der medialen Machtverhältnisse, die letztlich auch die europäische Berichterstattung beeinflusst. In einer Zeit, in der die Meinungsfreiheit und die Unabhängigkeit der Medien zunehmend unter Druck geraten, sollte man diese Entwicklungen mit wachsamen Augen verfolgen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Unternehmen und deren Aktien werden lediglich im Rahmen der Nachrichtenberichterstattung erwähnt. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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