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Kettner Edelmetalle
10.07.2026
15:24 Uhr

Heizungshammer 2.0: Merz-Koalition kassiert Habecks Wärmepumpen-Zwang – doch der Bürger zahlt weiter

Es war eines der meistgehassten Gesetze der jüngeren deutschen Geschichte, ein Monument grüner Planwirtschaft, das ganze Eigenheimbesitzer in Angst und Schrecken versetzte. Nun hat der Bundestag am vergangenen Freitag eine grundlegende Änderung des Gebäudeenergiegesetzes beschlossen. Der Kern des einstigen Prestigeprojekts von Robert Habeck – die berüchtigte 65-Prozent-Regelung – soll fallen. Ein Grund zum Jubeln? Wer genauer hinsieht, entdeckt schnell den Haken.

Das Ende des Wärmepumpen-Diktats – zumindest auf dem Papier

Die 65-Prozent-Regelung hatte vorgeschrieben, dass jede neu eingebaute Heizung zu mindestens zwei Dritteln mit erneuerbaren Energien betrieben werden müsse. Ein bürokratisches Ungetüm, das Millionen von Hausbesitzern in die Arme teurer Wärmepumpen treiben sollte – ob technisch sinnvoll oder nicht. Künftig sollen wieder klassische Gas- und Ölheizungen eingebaut werden dürfen, vorausgesetzt, sie nutzen schrittweise einen wachsenden Anteil sogenannter CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan. Auch das starre Verbot, wonach ab 2045 keine fossilen Heizkessel mehr betrieben werden dürften, soll entfallen.

So weit, so vernünftig. Endlich, so möchte man meinen, kehrt ein Rest an Pragmatismus in die deutsche Energiepolitik zurück. Doch wer glaubt, die Große Koalition unter Friedrich Merz habe den ideologischen Ballast wirklich abgeworfen, der irrt gewaltig.

Die "Grüngasquote" – der alte Zwang im neuen Gewand

Denn statt echter Freiheit für den Bürger schiebt die Regierung gleich das nächste Instrument nach. Für Bestandsheizungen soll ab 2028 eine sogenannte "Grüngasquote" eingeführt werden, die die Versorger erfüllen müssten. Die konkreten Vorgaben? Noch völlig offen. Bis zum 1. Dezember 2026 will die Bundesregierung ein Gesetz vorlegen, das eine "Grüngas-/Grünheizölquote" schaffen soll. Damit würden die Inverkehrbringer von Gas, Öl und Flüssiggas verpflichtet, die zur Wärmeversorgung eingesetzten Brennstoffe bis zum Jahr 2045 vollständig auf klimaneutrale Alternativen umzustellen.

Man ersetzt also das offene Verbot durch ein verstecktes. Der Zwang verschwindet nicht – er wandert nur von der Heizung im Keller in die Preistabelle der Versorger.

Und wer, bitte schön, wird diese teuren "grünen" Brennstoffe am Ende bezahlen? Natürlich der ohnehin geschröpfte deutsche Verbraucher. Die Rechnung landet – wie immer – beim Bürger.

Opposition warnt: Ein teures Paket für Mieter

Die Opposition ließ kein gutes Haar an dem Kompromiss. Man ignoriere sämtliche Warnungen, fossile Gasheizungen würden eben nicht aus dem Verkehr gezogen. Es fehle jeglicher Mieterschutz für Selbstständige und kleine Gewerbetreibende. Das Gesetz sei ein teures Paket für Mieter, heize die sogenannte Klimakrise weiter an und schaffe vor allem eines: Unsicherheit für die deutschen Handwerksbetriebe. Umweltverbände, Linke und Grüne wiederum witterten Rückschritte beim Klimaschutz. Man könnte fast schmunzeln über diese absurde Gemengelage – doch dem Bürger vergeht das Lachen schnell.

Planungssicherheit? Fehlanzeige!

Was bleibt, ist ein altbekanntes Muster deutscher Politik: Ein Gesetz wird durchgepeitscht, dessen entscheidende Details noch gar nicht feststehen. Der Handwerker weiß nicht, was er raten soll. Der Hausbesitzer weiß nicht, was ihn erwartet. Der Mieter weiß nur eines mit Sicherheit – es wird teurer. Ist das die vielbeschworene "Verantwortung für Deutschland", die im Koalitionsvertrag prangte?

Die Wahrheit ist: Die deutsche Energiepolitik gleicht einem Schiff, dessen Kapitäne sich beim Kurs nicht einig sind, während das Wasser bereits durch die Ritzen dringt. Wo Politik derart wankelmütig agiert und der Wert des hart erarbeiteten Vermögens durch Inflation, Energiekosten und immer neue Auflagen langsam zerbröselt, gewinnt eine uralte Weisheit wieder an Bedeutung: Wahre Sicherheit liegt nicht in staatlichen Versprechen, sondern in beständigen Werten.

Werte, die kein Gesetz entwerten kann

Während Papiergeld an Kaufkraft verliert und politische Beschlüsse von heute morgen schon Makulatur sein können, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert. Als solider Baustein eines breit gestreuten Vermögens bieten sie das, was die Politik dem Bürger derzeit schuldig bleibt: Stabilität und Verlässlichkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Die vorstehenden Ausführungen zu gesetzlichen Regelungen ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung; bitte konsultieren Sie hierfür einen fachkundigen Berater.

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