Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
16.08.2026
07:15 Uhr
KI-generiert

Heimliche Steuererhöhung: Bürger fordern Stopp der kalten Progression

Heimliche Steuererhöhung: Bürger fordern Stopp der kalten Progression
Symbolbild: KI-generiert

Eine klare Mehrheit der Deutschen will endlich Schluss machen mit der schleichenden Steuererhöhung durch die Hintertür. In einer Civey-Umfrage im Auftrag der FDP sprachen sich 62 Prozent für einen automatischen, dauerhaften Abbau der kalten Progression aus. Befragt wurden vom 12. bis 14. August rund 5000 Bürger ab 18 Jahren.

Nur 18 Prozent bewerteten den Vorschlag eher negativ oder sehr negativ, 20 Prozent hatten keine Meinung. Der Druck auf Schwarz-Rot wächst damit ausgerechnet in dem Moment, in dem die versprochene Steuerreform konkret wird.

Was die kalte Progression wirklich anrichtet

Das Prinzip ist so simpel wie ärgerlich: Der Tarif der Einkommensteuer steigt mit dem Einkommen. Wer eine Lohnerhöhung bekommt, die lediglich die Inflation ausgleicht, rutscht in eine höhere Belastungszone – real bleibt weniger übrig als vorher.

Der Staat kassiert also mehr, ohne dass ein Parlament je über eine Steuererhöhung abstimmen musste. Elf Jahre in Folge hatten Bundesregierungen diesen Effekt zumindest ausgeglichen. Genau das steht nun infrage.

Der Referentenentwurf – und was darin fehlt

Aus einem durchgesickerten Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums geht Medienberichten zufolge hervor, dass ein Ausgleich der kalten Progression derzeit nicht vorgesehen ist. Geplant seien stattdessen ein steigender Grundfreibetrag, ein höherer Arbeitnehmer-Pauschbetrag und ein später greifender Spitzensteuersatz.

Die Entlastung soll den Angaben zufolge in zwei Stufen kommen: rund drei Milliarden Euro im Jahr 2027, rund sieben Milliarden ab 2028. Klingt nach viel. Gemessen an einem Bundeshaushalt mit Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe wirkt es eher wie ein Trinkgeld.

Zur Einordnung: Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent greift bei Singles bereits ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von knapp 70.000 Euro. Ein Facharbeiter mit Überstunden ist davon längst nicht mehr weit entfernt – der „Spitzenverdiener“ von einst ist heute Mittelschicht.

„Wachstumsbremse“ – die Kritik der Opposition

FDP-Generalsekretär Martin Hagen verwies auf den im Februar vorgestellten Vier-Stufen-Tarif seiner Partei mit den Sätzen 15, 25, 35 und 42 Prozent. Tarifstufen und Freibetrag will die FDP gesetzlich verankert an die Inflation koppeln.

„Damit gelingt Schwarz-Rot nicht einmal das absolute Minimum, das die Menschen erwarten – was zuvor elf Jahre in Folge gelang. Friedrich Merz schafft sich hiermit ein unrühmliches Erbe als Bundeskanzler“, sagte Hagen.

Das aktuelle Steuersystem nannte er eine „Wachstumsbremse“. FDP-Chef Wolfgang Kubicki warf der Bundesregierung Berichten zufolge vor, sie breche „auch das letzte Versprechen“, wenn sie die kalte Progression nicht ausgleiche. Das Finanzministerium verteidigt seine Pläne; formal ist ein Referentenentwurf nur der Auftakt, der Progressionsbericht wird traditionell erst im Herbst vorgelegt.

Warum das mehr ist als eine Steuerdebatte

Aus Sicht unserer Redaktion legt der Vorgang einen Konstruktionsfehler offen: Ein Staat, der von Inflation automatisch profitiert, hat wenig Anreiz, sie zu bekämpfen. Der Bürger zahlt doppelt – erst an der Kasse, dann beim Finanzamt.

Wer sein Erspartes gegen die Geldentwertung absichern will, setzt seit Jahrhunderten auch auf physische Edelmetalle. Gold und Silber kennen keine Progressionsstufen und keinen Referentenentwurf – sie sind eine bewährte Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt weder eine Anlage- noch eine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist für seine finanziellen Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen