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30.01.2026
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Grüne Realitätsverweigerung: Dröge preist deutsche Energiewende als globales Erfolgsmodell

Grüne Realitätsverweigerung: Dröge preist deutsche Energiewende als globales Erfolgsmodell

Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob gewisse Politiker in einer völlig anderen Dimension leben. Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat in einem Interview mit dem Spiegel eine Behauptung aufgestellt, die selbst hartgesottene Beobachter des politischen Geschehens fassungslos zurücklässt: Die deutsche Energiewende werde auf der ganzen Welt kopiert. Mehr noch, der rasante Ausbau erneuerbarer Energien senke die Kosten. Man reibt sich verwundert die Augen.

Die unbequeme Wahrheit der Zahlen

Während Frau Dröge in ihrer grünen Traumwelt schwelgt, sprechen die harten Fakten eine gänzlich andere Sprache. Nach aktuellen Daten des europäischen Statistikamts Eurostat weist Deutschland weiterhin die höchsten Strompreise für Privathaushalte in der gesamten Europäischen Union auf. Im zweiten Halbjahr 2024 lag der durchschnittliche Endkundenpreis bei stolzen 39,4 Cent je Kilowattstunde – ein trauriger Spitzenplatz, den kein anderer EU-Mitgliedstaat für sich beanspruchen kann.

Auch im ersten Halbjahr 2025 änderte sich an dieser beschämenden Situation nichts: Mit 38,4 Cent je Kilowattstunde belegte Deutschland erneut den unrühmlichen ersten Platz. Der EU-Durchschnitt lag im selben Zeitraum bei lediglich 28,7 Cent je Kilowattstunde. In Ländern wie Ungarn, Bulgarien oder Kroatien zahlen Haushalte weniger als die Hälfte dessen, was deutsche Bürger für ihren Strom berappen müssen. Wo genau sieht Frau Dröge hier sinkende Kosten?

Versteckte Kosten belasten den Steuerzahler

Besonders perfide ist dabei der Umstand, dass die tatsächlichen Kosten der deutschen Energiewende durch geschickte Subventionstricks verschleiert werden. Sie tauchen zwar nicht direkt auf der Stromrechnung auf, belasten aber den Steuerzahler auf andere Weise. Es ist ein Taschenspielertrick, der die wahren Dimensionen des finanziellen Desasters kaschieren soll. Der deutsche Michel zahlt am Ende doppelt und dreifach – nur eben nicht immer dort, wo er es unmittelbar bemerkt.

Das Märchen vom globalen Vorbild

Doch was ist nun dran an der Behauptung, die deutsche Energiewende werde weltweit kopiert? Die nüchterne Antwort lautet: praktisch nichts. Richtig ist lediglich, dass einzelne Instrumente, die in Deutschland früh eingesetzt wurden – insbesondere Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien – international Nachahmer fanden. In zahlreichen Ländern wurden ähnliche Fördermechanismen eingeführt, um den Markteintritt von Wind- und Solarenergie zu erleichtern.

Ein vollständiges Übernehmen des deutschen Modells ist jedoch nirgendwo auf der Welt zu beobachten. Weder der spezifische Fördermix noch der politische Rahmen der Energiewende – einschließlich des ideologisch motivierten Atomausstiegs, der umfangreichen Subventionierung und der komplexen Marktregulierung – dienen international als Blaupause. Ein Ausstieg aus der Kernenergie nach deutschem Vorbild oder eine vergleichbare Förderarchitektur findet schlichtweg nicht statt.

Die Welt geht den entgegengesetzten Weg

Während Deutschland seine hochmodernen Kernkraftwerke in einem Akt beispielloser Selbstzerstörung vom Netz nahm, setzen andere Nationen auf genau das Gegenteil. China plant den Bau von über 55 neuen Atomkraftwerken, Japan reaktiviert seine Meiler und selbst europäische Nachbarn wie Frankreich oder Polen investieren massiv in die Kernenergie. Die Welt kopiert die deutsche Energiewende nicht – sie beobachtet sie mit einer Mischung aus Unverständnis und Entsetzen als abschreckendes Beispiel.

Es ist bezeichnend für den Zustand der grünen Partei, dass ihre Fraktionsvorsitzende solche realitätsfernen Behauptungen in die Welt setzt. Die Energiewende, wie sie von den Grünen vorangetrieben wurde, hat Deutschland die höchsten Strompreise Europas beschert, die Industrie in die Flucht getrieben und die Versorgungssicherheit gefährdet. Das als Erfolgsmodell zu verkaufen, grenzt an politische Hochstapelei.

„Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt" – dieses Pippi-Langstrumpf-Prinzip scheint zur Leitlinie grüner Energiepolitik geworden zu sein.

Ein Blick in die Zukunft

Die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, die Trümmer der grünen Energiepolitik zu beseitigen. Ob das mit dem geplanten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen gelingen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Behauptungen von Frau Dröge werden durch ständige Wiederholung nicht wahrer. Die deutschen Bürger und Unternehmen spüren die Folgen dieser verfehlten Politik jeden Tag aufs Neue – in ihren Stromrechnungen, in den Schließungen von Industriebetrieben und in der schwindenden Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

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