
Großbritannien macht ernst: Neue Einreisehürde für Deutsche und EU-Bürger ab sofort Pflicht
Was einst als selbstverständlich galt – die unkomplizierte Einreise auf die britische Insel – gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Seit diesem Mittwoch müssen Reisende aus 85 Ländern, darunter sämtliche EU-Mitgliedstaaten und damit auch Deutschland, vor Antritt ihrer Reise eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) beantragen. Wer ohne dieses digitale Dokument am Flughafen erscheint, wird schlicht nicht ins Flugzeug gelassen. So weit ist es also gekommen.
Brexit-Dividende: Kontrolle statt Freizügigkeit
Die neuen Regeln sind eine direkte Konsequenz des britischen EU-Austritts im Jahr 2020. Was die Briten damals als Rückgewinnung nationaler Souveränität feierten, zeigt nun seine ganz praktischen Auswirkungen – und zwar für beide Seiten. Die ETA kostet 16 britische Pfund, umgerechnet rund 19 Euro, und muss vorab online beantragt werden. Britische und irische Staatsbürger sind selbstverständlich ausgenommen.
Migrationsminister Mike Tapp bezeichnete das System als „entscheidenden Teil" der Arbeit zur Stärkung der britischen Grenzsicherheit. Man darf durchaus anerkennen, dass Großbritannien hier konsequent handelt. Während in Deutschland die Debatte um Grenzkontrollen und Migrationspolitik seit Jahren im Kreis dreht und jede Verschärfung sofort als unmenschlich gebrandmarkt wird, schaffen die Briten Fakten. Sie wissen, wer ins Land kommt – und wer nicht.
Ein Vorbild für Deutschland?
Man muss kein glühender Brexit-Befürworter sein, um anzuerkennen, dass ein souveräner Staat das Recht und die Pflicht hat, seine Grenzen zu kontrollieren. Die Briten demonstrieren, wie entschlossene Migrationspolitik aussehen kann – ohne endlose Debatten, ohne ideologische Grabenkämpfe, ohne das ewige Lamento der Bedenkenträger. Ein digitales System, das vor der Einreise prüft, wer kommt. Simpel, effektiv, konsequent.
In Deutschland hingegen diskutiert man lieber über Gendersternchen und Lastenfahrräder, während die Kriminalitätsstatistiken neue Rekordwerte erreichen und die Bürger sich in ihren eigenen Städten zunehmend unsicher fühlen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar härtere Töne in der Migrationspolitik angeschlagen, doch ob den Worten auch Taten folgen, bleibt abzuwarten. Die Briten jedenfalls reden nicht – sie handeln.
Auch die EU rüstet nach – mit Verzögerungen
Interessanterweise führt auch die Europäische Union ein neues Grenzkontrollsystem ein. Das sogenannte Ein- und Ausreisesystem (EES) soll Daten digital erfassen und das manuelle Abstempeln von Pässen überflüssig machen. Doch wie so oft bei EU-Projekten hakt es gewaltig: An mehreren Flughäfen kam es bereits zu erheblichen Verzögerungen. Branchenvertreter warnten vor weitreichenden Störungen, insbesondere zu Stoßzeiten wie den Osterferien. Bürokratie auf europäisch eben – große Ambitionen, holprige Umsetzung.
Für deutsche Reisende bedeutet die neue britische Regelung vor allem eines: mehr Planung, mehr Kosten, mehr Bürokratie. Wer spontan nach London fliegen möchte, sollte die ETA-Beantragung nicht vergessen. Denn ohne das digitale Einreiseticket bleibt der Boarding-Pass wertlos. Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Welt nach dem Brexit eine andere geworden ist – und dass nationale Souveränität ihren Preis hat. Einen Preis, den die Briten offenbar bereit sind zu zahlen. Die Frage ist, ob Deutschland den Mut aufbringt, ähnlich konsequent zu handeln, wenn es um den Schutz seiner eigenen Grenzen geht.
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