
Grenzkontrollen bis Herbst 2026: Ein überfälliger Schritt – oder bloß Symbolpolitik?
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die stationären Grenzkontrollen an sämtlichen deutschen Landgrenzen über den 15. März hinaus verlängert. Mindestens bis Herbst 2026 sollen die Maßnahmen fortgeführt werden – so berichten es übereinstimmend Regierungskreise. Die entsprechende Notifizierung sei bereits an die Europäische Kommission übermittelt worden, wie es die Schengen-Regularien für derartige Ausnahmeregelungen zwingend vorschreiben.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Man muss kein Mathematiker sein, um die Wirksamkeit der Kontrollen zu erkennen. Seit ihrer Einführung im September 2024 bis Dezember 2025 hat die Bundespolizei 67.918 unerlaubte Einreisen festgestellt. Noch bemerkenswerter: 46.426 Personen wurden direkt an der Grenze zurückgewiesen oder im Zusammenhang mit illegalem Grenzübertritt zurückgeschoben. Fast 47.000 Menschen, die ohne diese Kontrollen ungehindert ins Land gelangt wären. Man fragt sich unweigerlich: Was wäre geschehen, hätte man diese Maßnahmen schon Jahre früher ergriffen?
Parallel dazu sinken die Asyl-Erstanträge spürbar. Im Januar 2026 stellten lediglich 7.649 Personen erstmals einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im Vorjahresmonat lag diese Zahl noch fast doppelt so hoch. Ein Rückgang, der kaum Zufall sein dürfte.
Dobrindt verweist auf innere Sicherheit
Der Innenminister begründete die Verlängerung mit sicherheitspolitischen Erwägungen und migrationspolitischen Zielsetzungen. Die Grenzkontrollen seien Teil einer umfassenden Neuordnung der deutschen Migrationspolitik und dienten dem Schutz der inneren Sicherheit sowie der weiteren Eindämmung illegaler Migration. Worte, die man in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst hat – und die nun endlich in konkrete Taten münden.
Denn vergessen wir nicht: Deutschland erlebt seit Jahren eine dramatische Zunahme der Kriminalität, insbesondere bei Messerangriffen und Gewalttaten. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeichnet ein düsteres Bild, das viele Bürger längst am eigenen Leib erfahren. Dass kontrollierte Grenzen einen Beitrag zur Sicherheit leisten können, erscheint da geradezu selbstverständlich – und doch brauchte es Jahre politischen Versagens, bis dieser eigentlich banale Gedanke in Regierungshandeln umgesetzt wurde.
Schengen-Raum: Ausnahme als neue Normalität?
Pikant bleibt die europarechtliche Dimension. Kontrollen innerhalb des Schengen-Raums sind nur als zeitlich befristete Ausnahmeregelung zulässig. Jede Verlängerung muss formell bei der EU angezeigt werden. Betroffen sind alle neun Nachbarstaaten Deutschlands. Für Reisende, Pendler und den Logistiksektor bedeutet dies weiterhin stichprobenartige Kontrollen und mögliche Verzögerungen an den Grenzübergängen. Gültige Ausweispapiere sind Pflicht.
Dass ausgerechnet Deutschland – jahrelang Vorreiter einer Politik der offenen Grenzen und des bedingungslosen Willkommens – nun zum europäischen Dauerkontrolleur wird, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Merkel-Jahre mit ihrer fatalen Grenzöffnung von 2015 haben tiefe Wunden hinterlassen, deren Heilung offenbar robusterer Maßnahmen bedarf als bloßer Appelle an europäische Solidarität.
Zu wenig, zu spät – oder der richtige Weg?
Die Verlängerung der Grenzkontrollen ist zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung. Doch ob er ausreicht, um die Versäumnisse vergangener Regierungen wettzumachen, darf bezweifelt werden. Solange Deutschland weiterhin als eines der attraktivsten Zielländer für irreguläre Migration gilt, solange Abschiebungen an bürokratischen Hürden und politischem Unwillen scheitern und solange Clan-Kriminalität den Rechtsstaat verhöhnt, bleiben Grenzkontrollen allein nicht mehr als ein – wenn auch wichtiges – Pflaster auf einer tiefen Wunde. Was dieses Land braucht, ist eine konsequente Migrationspolitik, die den Namen verdient. Die Bürger erwarten das schon lange.
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