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Kettner Edelmetalle
26.04.2026
12:15 Uhr

Goldverkauf und Sonntagsfahrverbot: Fratzschers Vorschlag offenbart die ökonomische Bankrotterklärung

Goldverkauf und Sonntagsfahrverbot: Fratzschers Vorschlag offenbart die ökonomische Bankrotterklärung

Es gibt Aussagen, bei denen man unwillkürlich die Augenbrauen hochzieht und sich fragt, ob man richtig gehört hat. Und dann gibt es Aussagen von Marcel Fratzscher. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einem Interview mit dem Nachrichtenportal T-Online einen Forderungskatalog vorgelegt, der selbst hartgesottene Ökonomen sprachlos zurücklässt: autofreie Sonntage, ein generelles Tempolimit – und als Krönung des Ganzen den Verkauf eines Teils der deutschen Goldreserven.

Die Rückkehr der 70er-Jahre-Folklore

Auslöser für Fratzschers Vorstoß sind die durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise. Da Ölschiffe wegen der Blockade rund um die Straße von Hormus nicht mehr ungestört passieren könnten, fürchteten Mineralölkonzerne Knappheiten – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Preise an den Tankstellen. Fratzschers Antwort darauf klingt wie ein nostalgischer Rückgriff auf das Jahr 1973: „Wir brauchen autofreie Sonntage und ein Tempolimit – auch jetzt schon, nicht erst, wenn es sich weiter zuspitzt“, erklärte er. Damals, unter Willy Brandt, habe man schließlich vier autofreie Sonntage durchgesetzt.

Doch was 1973 in einem völlig anderen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext eine kurzfristige Symbolmaßnahme war, taugt heute kaum als ernsthafter Lösungsansatz. Wer sonntags zur Arbeit fahren muss, wer Familie besucht, wer in der Gastronomie arbeitet oder wer schlicht ein Wochenende gestalten möchte, soll künftig zu Hause bleiben? Die Tourismusbranche, ohnehin von einer Krise in die nächste taumelnd, würde reihenweise einbrechen. Ein staatlich verordneter Stillstand als Antwort auf einen geopolitischen Konflikt – das ist nicht Wirtschaftspolitik, das ist symbolischer Aktionismus auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung.

Hände weg vom deutschen Gold

Doch der eigentliche Knaller in Fratzschers Forderungskatalog ist ein anderer. Der DIW-Präsident schlägt allen Ernstes vor, einen Teil der deutschen Goldreserven zu verkaufen, um die aktuelle Krise zu bekämpfen. „Die deutschen Goldreserven haben einen Wert von heute knapp 440 Milliarden Euro. Das ist ein riesiges Sparschwein für Krisen“, so Fratzscher. Da das Gold von der Bundesbank verwaltet werde, müsse die Bundesregierung allerdings erst einmal die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Zugriff schaffen.

An dieser Stelle sollte jeder, der noch ein Mindestmaß an wirtschaftlichem Verstand besitzt, hellhörig werden. Denn die deutschen Goldreserven sind kein „Sparschwein“, das man bei jeder Schwierigkeit zerschlägt. Sie sind die letzte echte Vermögensreserve einer Volkswirtschaft, die sich seit Jahren mit galoppierender Verschuldung, einer ruinösen Energiepolitik und einer schwindenden industriellen Substanz konfrontiert sieht. Wer in einer solchen Lage vorschlägt, das physische Tafelsilber zu verscherbeln, der hat entweder die Funktion von Gold als ultimativer Krisenschutz nicht verstanden – oder er nimmt es bewusst in Kauf.

Historische Parallelen, die niemand hören will

Der Vorschlag erinnert fatal an Verhaltensmuster maroder Staaten. Die Türkei, Venezuela, in dunkleren Kapiteln auch die DDR – immer dann, wenn Regierungen ihre laufenden Ausgaben nicht mehr im Griff hatten, griffen sie auf das Gold der Nation zurück. Das Ergebnis war stets dasselbe: Das Gold war verbraucht, die Probleme blieben, und am Ende stand der wirtschaftliche Kollaps. Deutschland hat seine Goldreserven nicht über Jahrzehnte mühsam aufgebaut, um sie nun für eine vorübergehende Preiserhöhung an den Zapfsäulen zu opfern.

Hinzu kommt: Würde Deutschland tatsächlich nennenswerte Mengen Gold auf den Markt werfen, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den Goldpreis. Der Erlös würde vermutlich in den allgemeinen Haushalt fließen, dort innerhalb kürzester Zeit verpuffen – und übrig bliebe ein Land ohne strategische Reserve. Ein einmaliger Effekt, dem ein dauerhafter Schaden gegenübersteht. Schon heute kämpft die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen, das die Schuldenlast weiter in die Höhe treibt – obwohl Merz im Wahlkampf das Gegenteil versprochen hatte. Wer in diesem Umfeld auch noch das Gold antasten will, der riskiert das letzte verbliebene Vertrauen in die Stabilität der deutschen Staatsfinanzen.

Wer profitiert eigentlich von solchen Vorschlägen?

Bemerkenswert ist die Regelmäßigkeit, mit der Fratzscher Forderungen erhebt, die exakt mit der Agenda links-grüner Verbotspolitik übereinstimmen. Tempolimit, autofreie Sonntage, mehr staatliche Eingriffe – das sind keine ökonomischen Sachargumente, das sind politische Wunschzettel. Dass derartige Maßnahmen die hohen Spritpreise nicht spürbar senken würden, weiß jeder, der sich auch nur oberflächlich mit Energiemärkten beschäftigt. Eine reale Knappheit, die Fratzscher selbst diagnostiziert, wird durch politisch verordnete Verbrauchsbeschränkungen nicht aufgelöst, sondern nur verschoben.

Statt darüber nachzudenken, wie man die Bürger durch Sonntagsfahrverbote weiter gängelt, sollte sich die Politik die richtigen Fragen stellen: Warum trägt Deutschland eine der höchsten Steuerlasten auf Sprit in ganz Europa? Warum verteuert die CO2-Bepreisung den Treibstoff zusätzlich? Warum hat die Energiewende dazu geführt, dass die Industrie reihenweise abwandert und Importabhängigkeiten geradezu kultiviert werden? Diese unbequemen Fragen werden von Ökonomen vom Schlage eines Fratzscher konsequent ausgeblendet.

Gold bleibt das, was es immer war

Was Fratzschers Vorschlag eindrucksvoll demonstriert, ist die strategische Bedeutung physischer Edelmetalle. Während Politiker und Berater darüber sinnieren, das Tafelsilber zu Geld zu machen, um kurzfristige Probleme zu kaschieren, bleibt physisches Gold im Privatbesitz das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher, unabhängig von politischen Zugriffen, Inflation und kurzlebigen Regierungsentscheidungen. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich genau ansehen, wie nervös der Staat reagiert, wenn die Lage angespannt wird – und welche Begehrlichkeiten dabei auf den Plan treten. Eine breite Streuung, ergänzt um physische Edelmetalle, war noch nie so naheliegend wie in Zeiten, in denen sogar Spitzenökonomen den Verkauf nationaler Goldreserven für eine zeitgemäße Idee halten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung der Redaktion dar und ist keine Anlageberatung. Wir betreiben keine individuelle Anlageberatung. Jede Anlageentscheidung sollte auf Grundlage eigener Recherchen und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Beraters getroffen werden. Die Verantwortung für Anlageentscheidungen liegt allein beim Anleger.

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