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Kettner Edelmetalle
24.03.2026
09:16 Uhr

Goldene Fallschirme im Schatten des Epstein-Skandals: Goldman Sachs zahlt Millionen an belastete Chefjuristin

Es gibt Geschichten, die so dreist sind, dass man sie für Fiktion halten möchte. Doch die Realität an der Wall Street übertrifft bekanntlich jede Vorstellungskraft. Während normale Arbeitnehmer bei einem Bruchteil der Verfehlungen fristlos auf die Straße gesetzt würden, sichert sich die ehemalige Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathryn Ruemmler, ein Abfindungspaket von 25 Millionen US-Dollar – und das, nachdem ihr Name tausendfach in den brisanten Epstein-Dokumenten des US-Justizministeriums aufgetaucht war.

„Onkel Jeffrey" und Designerhandtaschen

Die Fakten lesen sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Thrillers. Ruemmler, einst Chefjuristin des Weißen Hauses unter Barack Obama und seit 2020 oberste Rechtsbeauftragte bei Goldman Sachs, pflegte offenbar eine bemerkenswert vertraute Beziehung zu dem wegen Sexualstraftaten verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein. In E-Mails soll sie ihn als „Onkel Jeffrey" bezeichnet haben. Sie nahm Geschenke entgegen – Wein, eine Designerhandtasche, eine Apple Watch mit Hermès-Armband. Kleinigkeiten unter Freunden, möchte man meinen. Oder doch eher Symptome eines Netzwerks, dessen wahre Dimensionen erst nach und nach ans Licht kommen?

Goldman Sachs stellte sich zunächst demonstrativ hinter seine Chefjuristin, als die Enthüllungen Ende Januar publik wurden. Die Kontakte hätten in einem „beruflichen Kontext" stattgefunden, ließ die Investmentbank verlauten. Ruemmler selbst erklärte lapidar, sie bereue die Bekanntschaft. Wenige Wochen später folgte dann doch der Rückzug – allerdings nicht ohne vorher ein fürstliches Vergütungspaket auszuhandeln.

25 Millionen Dollar für „außergewöhnliches Urteilsvermögen"

Die Zahlen sind atemberaubend. Ein Grundgehalt von 1,5 Millionen US-Dollar, zusätzliche Barvergütungen von knapp 8,5 Millionen US-Dollar und ein Gesamtpaket, das Goldman intern mit rund 25 Millionen US-Dollar beziffert. Ruemmler war die einzige Frau unter den fünf bestbezahlten Führungskräften der Bank. Mehr noch: Sie wurde erstmals in die exklusive Liste jener Topmanager aufgenommen, die Personenschutz auf Kosten des Unternehmens erhalten – Kostenpunkt: 10.569 US-Dollar im vergangenen Jahr. Man fragt sich unwillkürlich: Vor wem muss eine Juristin geschützt werden, die lediglich „berufliche Kontakte" zu einem verurteilten Sexualstraftäter unterhielt?

Besonders pikant ist eine Diskrepanz in den Vergütungsangaben. Während Goldman intern das 25-Millionen-Paket ausweist, fällt die nach Vorgaben der US-Börsenaufsicht SEC erstellte Vergütungstabelle deutlich niedriger aus, da bestimmte Aktienvergütungen dort nicht berücksichtigt würden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Goldman Sachs lobt – statt aufzuklären

Statt kritischer Aufarbeitung wählte die Investmentbank den Weg der Lobhudelei. In einer offiziellen Mitteilung bezeichnete Goldman Sachs Ruemmler als „wichtige Beraterin der Unternehmensführung", die „außergewöhnliches Urteilsvermögen" in rechtlichen, regulatorischen und risikobezogenen Fragen eingebracht habe. Außergewöhnliches Urteilsvermögen? Bei einer Person, die Geschenke von Jeffrey Epstein annahm und ihn vertraulich „Onkel" nannte? Die Chuzpe, mit der hier Reputationsmanagement betrieben wird, ist schlicht beispiellos.

Auch in Großbritannien: Goldene Handschläge im Epstein-Sumpf

Ruemmler ist keineswegs ein Einzelfall. Auch jenseits des Atlantiks zeigt sich dasselbe Muster. Der britische Labour-Politiker Lord Peter Mandelson, dessen Verbindungen zu Epstein ebenfalls dokumentiert sind, wurde im Zusammenhang mit den Enthüllungen festgenommen und gegen Kaution freigelassen. Wegen seines Verhältnisses zu dem verurteilten Sexualstraftäter musste Mandelson im September 2025 als britischer Botschafter für die USA zurücktreten.

Doch auch er verstand es, seinen Abgang finanziell zu vergolden. Mandelson forderte zunächst eine Abfindung von 547.000 Pfund – sein volles Jahresgehalt. Letztlich erhielt er 75.000 Pfund. Darüber hinaus soll er laut Berichten der Financial Times mehr als 1,5 Millionen Pfund durch den Verkauf seiner Anteile an seinem Beratungsunternehmen Global Counsel eingestrichen haben. Das Unternehmen musste kurz darauf Insolvenz anmelden. Für seinen verbliebenen Anteil kassierte er demnach weitere 250.000 Pfund – nur wenige Tage vor dem Zusammenbruch, während die Anteile seiner ehemaligen Partner wertlos wurden. Ein Timing, das man bestenfalls als „glücklich" bezeichnen könnte.

Ein System, das sich selbst schützt

Was diese Fälle offenbaren, geht weit über individuelle Verfehlungen hinaus. Sie zeigen ein System, in dem die Mächtigen in Politik und Finanzwelt einander den Rücken freihalten – selbst dann, wenn die Verbindungen zu einem der berüchtigtsten Sexualstraftäter der jüngeren Geschichte offenkundig werden. Während der einfache Bürger für weitaus geringere Vergehen mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen muss, verhandeln die Eliten in aller Ruhe ihre Millionenabfindungen.

Es ist dieses Zwei-Klassen-System, das das Vertrauen der Menschen in Institutionen systematisch untergräbt. Ob in Washington, London oder Frankfurt – die Verflechtungen zwischen Politik, Hochfinanz und fragwürdigen Netzwerken sind dichter, als es dem Bürger lieb sein kann. Und solange diejenigen, die in solche Skandale verstrickt sind, mit goldenen Fallschirmen aus ihren Positionen gleiten, wird sich an diesem Zustand wenig ändern.

Für den aufmerksamen Beobachter drängt sich einmal mehr die Frage auf, ob die viel beschworene Transparenz der Finanzmärkte nicht bloß eine Fassade ist. Hinter den polierten Glasfassaden der Wall Street und der City of London scheinen andere Regeln zu gelten als für den Rest der Gesellschaft. Regeln, die dafür sorgen, dass selbst im Angesicht eines der größten Skandale unserer Zeit niemand wirklich zur Rechenschaft gezogen wird – zumindest niemand, der zum inneren Zirkel gehört.

In Zeiten wie diesen, in denen das Vertrauen in Papierwerte und die Integrität großer Finanzinstitutionen zunehmend erodiert, erscheint es umso verständlicher, dass immer mehr Anleger auf physische Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung setzen. Gold und Silber kennen keine Skandale, keine Verflechtungen und keine Millionenabfindungen – sie sind seit Jahrtausenden ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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