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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
06:51 Uhr

Gold kämpft um die 5.000-Dollar-Marke: Warum die kommenden Tage über die Richtung entscheiden

Nach einem historischen Ausverkauf Ende Januar, der den Goldpreis von seinem Allzeithoch um rund zehn Prozent nach unten riss, suchen die Edelmetallmärkte fieberhaft nach Orientierung. Die zweitägige Erholung, die kurzzeitig Hoffnung keimen ließ, wurde durch vereinzelte Gewinnmitnahmen bereits wieder gebremst. Nun richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf eine Reihe entscheidender US-Konjunkturdaten, die nicht nur den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve vorzeichnen, sondern auch über die kurzfristige Richtung des Goldpreises bestimmen dürften.

Gewinnmitnahmen statt Panik – ein feiner, aber entscheidender Unterschied

Der Spot-Goldpreis fiel zeitweise um bis zu 1,5 Prozent auf 4.987 Dollar je Feinunze, konnte sich anschließend jedoch wieder über die psychologisch bedeutsame Marke von 5.000 Dollar retten. Analysten betonen, dass es sich bei den jüngsten Rücksetzern weniger um eine erneute Flucht aus dem Markt handele, sondern vielmehr um klassische Gewinnmitnahmen und Positionsbereinigungen nach der extremen Volatilität der vergangenen Wochen. Die Marke von 5.000 Dollar erweise sich dabei als zentrale technische Hürde – eine Zone, die Verkäufern erheblichen Widerstand entgegensetze.

Hebe Chen, Analystin bei Vantage Markets, brachte es auf den Punkt: Der Ausverkauf sei kein Zeichen fundamentaler Schwäche, sondern ein notwendiger Reset nach einer spekulativ überhitzten Rally. Wer die langfristigen Treiber des Goldmarktes verstehe, der wisse, dass die eigentliche Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt sei.

Die strukturellen Treiber bleiben unerschütterlich

Und genau hier wird es interessant. Denn während kurzfristige Schwankungen die Schlagzeilen dominieren, bleiben die fundamentalen Stützpfeiler des Goldpreises bemerkenswert stabil. Geopolitische Risiken – vom andauernden Ukraine-Krieg über die dramatische Eskalation im Nahen Osten bis hin zu den massiven Handelszöllen der Trump-Administration – schaffen ein Umfeld, in dem physisches Gold als sicherer Hafen unverzichtbar bleibt.

Besonders bemerkenswert: Die chinesische Zentralbank hat ihre Goldkäufe im Januar zum fünfzehnten Monat in Folge ausgeweitet. Ein Signal, das man nicht ignorieren sollte. Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt systematisch und beharrlich ihre Goldreserven aufstockt, dann spricht das Bände über das Vertrauen – oder besser gesagt: das mangelnde Vertrauen – in Papierwährungen und Staatsanleihen. Zahlreiche Großbanken, darunter die Deutsche Bank und Goldman Sachs, rechnen weiterhin mit steigenden Goldpreisen.

Kevin Warsh und die Zukunft der Fed

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor kommt aus Washington. US-Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank nominiert – eine Personalentscheidung, die das gesamte Finanzsystem nachhaltig beeinflussen könnte. Die in dieser Woche anstehenden Daten zum US-Arbeitsmarkt sowie der Verbraucherpreisindex am Freitag dürften erste Hinweise darauf liefern, wie viel Spielraum die Fed für etwaige Zinssenkungen tatsächlich hat.

Ein robuster Arbeitsmarkt bei gleichzeitig nachlassender Inflation würde eher für ein abwartendes Vorgehen der Notenbank sprechen. Für Edelmetalle könnte dies kurzfristig leichten Gegenwind bedeuten. Doch wer nur auf die nächsten Tage schaut, verkennt das große Bild.

Silber unter Druck – doch die Parallelen zu Gold sind unübersehbar

Auch Silber musste Federn lassen und verlor mehr als zwei Prozent auf 81,29 Dollar. Platin und Palladium gaben ebenfalls nach. Der Bloomberg Dollar Spot Index, ein Gradmesser für die Stärke der US-Währung, sank indes um 0,1 Prozent – ein schwächerer Dollar, der mittelfristig den Edelmetallen in die Hände spielen dürfte.

Was bedeutet das alles für den deutschen Anleger? In Zeiten, in denen die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen plant, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird, erscheint die Flucht in physische Werte rationaler denn je. Wenn Regierungen weltweit die Gelddruckmaschinen anwerfen und Zentralbanken selbst massiv Gold kaufen, dann sollte der mündige Bürger sich fragen, ob er diesem Beispiel nicht folgen sollte.

„Die strukturellen Treiber, die den Goldpreis stützen, sind weiterhin vorhanden. Der Abwärtsdruck hat nachgelassen, und Gold beginnt, auf niedrigeren – aber historisch weiterhin hohen – Niveaus festeren Halt zu finden."

Diese Einschätzung von Christopher Wong, Stratege bei der Oversea-Chinese Banking Corp., fasst die Lage treffend zusammen. Der Rücksetzer war schmerzhaft, aber er war kein Trendbruch. Er war eine Atempause in einem Bullenmarkt, der von Kräften getragen wird, die weit über kurzfristige Spekulationen hinausgehen.

Physische Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten

Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen kaum vorbei. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewiesen – anders als Papiergeld, das von politischen Entscheidungen und der Willkür von Zentralbanken abhängt. Gerade in einem Umfeld, in dem Staaten sich immer tiefer verschulden und die Kaufkraft des Euro schleichend erodiert, bieten Edelmetalle eine bewährte Absicherung und eine sinnvolle Ergänzung für jedes breit gestreute Anlageportfolio.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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