Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:31 Uhr

„Gold ist für mich ein Sparprodukt" – Investmentlegende Rick Rule rechnet mit dem Finanzsystem ab

Wenn ein Mann wie Rick Rule – einer der profiliertesten Rohstoffinvestoren der Welt – öffentlich erklärt, er habe „keinerlei Interesse daran, sein Gold zu verkaufen", dann sollte man hellhörig werden. In einer bemerkenswerten Diskussionsrunde legte Rule seine schonungslose Analyse der globalen Finanzlage dar. Sein Urteil fällt vernichtend aus – und seine Schlussfolgerung ist so klar wie ein frisch gegossener Goldbarren.

Die tickende Zeitbombe der Staatsschulden

Rules Argumentation beginnt dort, wo die meisten Finanzexperten lieber wegschauen: bei den Staatsschulden. Allein die ungedeckten Verbindlichkeiten der Vereinigten Staaten beziffert er auf rund 120 Billionen US-Dollar. Eine Zahl, die so astronomisch ist, dass sie jede Vorstellungskraft sprengt. Und die politische Klasse? Die stehe vor zwei Türen, so Rule: Entweder einen realen Zahlungsausfall eingestehen – oder die Schuldenlast durch Inflation wegschmelzen lassen.

„Ich denke, sie nehmen Tür zwei."

Eine Einschätzung, die angesichts der fiskalischen Realitäten diesseits und jenseits des Atlantiks kaum zu widerlegen ist. Auch in Deutschland kennt man dieses Spiel nur zu gut. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat trotz vollmundiger Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht – ein euphemistischer Begriff für das, was es tatsächlich ist: Schulden, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden tilgen müssen. Die Inflation wird dadurch nicht sinken. Sie wird weiter an der Kaufkraft der Bürger nagen wie Rost am Eisen.

Gold als monetäre Versicherung – nicht als Spekulation

Besonders bemerkenswert ist Rules Perspektive auf Gold. Er betrachtet das Edelmetall ausdrücklich nicht als kurzfristigen Trade, sondern als monetäre Versicherung – als Sparprodukt im eigentlichen Sinne. Die nominalen Renditen auf US-Staatsanleihen von etwa 4,1 bis 4,2 Prozent mögen auf dem Papier attraktiv erscheinen. Doch wenn die reale Kaufkraftentwertung, wie Rule schätzt, eher bei acht Prozent liege, dann verliere der Anleger mit jedem Tag, an dem er sein Geld in Staatsanleihen parke, real an Vermögen.

„Gold ist für mich ein Sparprodukt", erklärte Rule unmissverständlich. Erst wenn er eine glaubwürdige politische Lösung für die Schulden- und Anspruchsproblematik sehe – und echte positive Realzinsen auf Fiat-Sparprodukte –, würde er überhaupt in Erwägung ziehen, sein Gold zu veräußern. Wann das sein könnte? Die rhetorische Frage beantwortet sich von selbst.

Ölmarkt: Kurzfristige Schwäche, langfristige Knappheit

Beim Thema Öl zeigte sich Rule differenzierter. Kurzfristig sehe er den Markt als überbewertet an, getrieben von geopolitischen Schlagzeilen und spekulativen Händlern. Für die nächsten zwölf bis achtzehn Monate rechne er mit einem Angebotsüberhang, bedingt durch eine schwächelnde Weltwirtschaft.

Doch unter dieser kurzfristigen Oberfläche brodelt ein fundamentales Problem: chronische Unterinvestition. Rule schätzt, dass die globale Unterfinanzierung des Erhaltungskapitals in der Ölindustrie mehr als eine Milliarde Dollar pro Tag betrage. Im US-Schieferölsektor, wo 75 bis 80 Prozent des Kapitalwerts einer Bohrung bereits nach 18 Monaten realisiert seien, führe reduzierte Reinvestition unweigerlich zu sinkender Produktion. Sollte die aktuelle Kapitaldisziplin anhalten, könnte die Branche bis 2028 oder 2029 vor einem ernsthaften Produktionsproblem stehen.

Die Lehren aus dem Post-COVID-Ölpreisschock

Rule erinnerte an die dramatische Entwicklung nach der Corona-Krise, als der Ölpreis von 20 auf 90 Dollar schoss, nachdem Investitionen eingefroren worden waren. Solche Zyklen seien verzögert, aber unvermeidlich. Obwohl er nicht mehr so bullisch sei wie zuvor, fühle er sich für einen Fünf-Jahres-Horizont „ziemlich gut" mit dem Sektor.

Uran: Vom Staatsfeind zum Subventionsempfänger

Die vielleicht bissigste Bemerkung des Abends reservierte Rule für die Kernenergie-Politik. Noch vor fünf Jahren habe er erwartet, sein Fahndungsfoto an einer Postamtswand zu sehen – so verhasst war die Uranindustrie bei den politischen Entscheidungsträgern. Heute wollten dieselben Leute ihn subventionieren.

„Vor fünf Jahren in der Uranindustrie erwartete ich, mein Bild an einer Postamtswand zu sehen mit der Aufschrift ‚Gesucht'. Jetzt wollen dieselben Idioten mich subventionieren."

Der entscheidende Katalysator sei nicht etwa futuristische Reaktortechnologie, sondern schlicht der politische Paradigmenwechsel. Selbst konventionelle Reaktorbauten könnten, wenn sie in Serie gefertigt würden, die Kosten drastisch senken – wie Chinas Modell der seriellen Konstruktion eindrucksvoll beweise. Zuverlässige, reichlich vorhandene Grundlastenergie ohne CO₂-Emissionen – das sei im Interesse der gesamten Menschheit, so Rule.

Für Deutschland, das unter der ideologisch getriebenen Energiepolitik der Vorgängerregierung seine letzten Kernkraftwerke abschaltete, klingen diese Worte wie ein bitterer Nachruf auf verlorene Vernunft. Während andere Nationen auf Kernkraft setzen und damit ihre industrielle Basis stärken, hat sich Deutschland sehenden Auges in eine energiepolitische Sackgasse manövriert.

Was Anleger aus Rules Analyse mitnehmen sollten

Die Botschaft des erfahrenen Investors ist im Kern simpel, aber unbequem: Das globale Finanzsystem steht auf einem Fundament aus Schulden, das früher oder später nachgeben wird. Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht auf die Versprechungen von Politikern vertrauen, sondern auf bewährte Werte setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende ihre Funktion als Wertspeicher bewiesen – in guten wie in schlechten Zeiten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene monetäre Versicherung, die Rule so eindringlich beschreibt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen dienen ausschließlich der Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen