
Gold-ETF SPDR stagniert – doch die Ruhe vor dem Sturm trügt
Während die politische Weltbühne von Handelskriegen, geopolitischen Spannungen und fiskalischer Verantwortungslosigkeit erschüttert wird, präsentierte sich der weltweit größte Gold-ETF in der achten Kalenderwoche 2026 geradezu ungewöhnlich gelassen. Der SPDR Gold Trust, jenes Schwergewicht unter den börsengehandelten Goldfonds, verzeichnete nur minimale Bewegungen – ein trügerisches Bild der Ruhe, das den aufmerksamen Beobachter keineswegs beruhigen sollte.
Feiertagspause und zaghafte Zuflüsse
Der Wochenauftakt am Montag fiel aufgrund eines US-Feiertags komplett aus. Am Dienstag folgte dann ein leichter Rückgang der physischen Goldbestände um 1,42 Tonnen. Mittwoch: Stillstand. Erst am Donnerstag kam wieder Leben in den Fonds – mit einem Plus von 3,14 Tonnen. Der Freitag blieb erneut ohne Veränderung. Unter dem Strich standen die Bestände des SPDR Gold Trust zum Wochenschluss bei 1.078,75 Tonnen, was gegenüber der Vorwoche einem bescheidenen Zuwachs von lediglich 1,72 Tonnen entspricht.
Die magische Marke von 1.080 Tonnen wurde damit erneut nicht durchbrochen. Für manchen Marktbeobachter mag das nach Stagnation klingen. Doch wer so denkt, verkennt die Dynamik, die sich unter der Oberfläche zusammenbraut.
Warum die Bestände trügerisch ruhig bleiben
Man muss sich die Frage stellen: Warum fließt nicht deutlich mehr Kapital in den sicheren Hafen Gold, obwohl die Welt an allen Ecken und Enden brennt? Donald Trumps aggressive Zollpolitik – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren – hat die globalen Handelsströme in ein Chaos gestürzt, das seinesgleichen sucht. Die Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und dem Iran sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Und in Deutschland? Da plant die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das nichts anderes ist als ein euphemistisch verpacktes Schuldenpaket, welches kommende Generationen mit Zins und Tilgung belasten wird.
Die Antwort auf die Frage nach den verhaltenen ETF-Zuflüssen dürfte in einem Phänomen liegen, das erfahrene Goldanleger längst erkannt haben: Immer mehr Investoren setzen nicht auf Papiergold in Form von ETFs, sondern greifen direkt zu physischem Edelmetall. Zentralbanken weltweit kaufen Gold in Rekordmengen – und sie tun dies nicht über börsengehandelte Fonds, sondern in Form von Barren, die in ihren Tresoren verschwinden.
Die Entwicklung im Wochenüberblick
Die Bestände des SPDR Gold Trust entwickelten sich in der vergangenen Woche wie folgt: Am 17. Februar lagen sie bei 1.075,61 Tonnen, verharrten am 18. Februar auf demselben Niveau, stiegen am 19. Februar auf 1.078,75 Tonnen und blieben dort bis zum Wochenschluss am 20. Februar unverändert.
Physisches Gold bleibt das Gebot der Stunde
Wer angesichts der aktuellen Gemengelage – explodierende Staatsverschuldung, geopolitische Pulverfässer, eine Inflation, die durch immer neue Ausgabenprogramme befeuert wird – noch immer glaubt, sein Vermögen sei in Papierwerten sicher aufgehoben, der irrt gewaltig. Die zaghafte Bewegung beim SPDR Gold Trust sollte niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Sie ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass sich die Nachfrage nach Gold zunehmend in andere Kanäle verlagert – weg von den ETFs, hin zum physischen Besitz.
Denn eines ist gewiss: In einer Welt, in der Regierungen Schulden als „Sondervermögen" tarnen und Zentralbanken die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen, bleibt physisches Gold der ultimative Anker der Vermögenssicherung. Kein Gegenparteirisiko, keine digitale Verwundbarkeit, keine politische Willkür – nur das zeitlose Versprechen realen Wertes.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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