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Kettner Edelmetalle
12.05.2026
08:06 Uhr

Gasspeicher nur zu 26 Prozent gefüllt: Deutschland steuert sehenden Auges in die nächste Energiekrise

Gasspeicher nur zu 26 Prozent gefüllt: Deutschland steuert sehenden Auges in die nächste Energiekrise

Es ist ein Déjà-vu der unangenehmen Sorte. Während die politische Klasse in Berlin sich in ideologischen Klimadebatten verliert und die Industrie reihenweise das Land verlässt, droht der deutschen Bevölkerung im kommenden Winter erneut ein Versorgungsengpass beim Gas. Die Branchenvereinigung Initiative Energien Speichern (Ines), die immerhin rund 90 Prozent der heimischen Gasspeicherkapazität repräsentiert, schlägt Alarm: Sollte der Winter 2026/27 ähnlich frostig ausfallen wie jener im Jahr 2010, sei eine Gasknappheit in den Monaten Januar, Februar und März 2027 nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.

Die Speicher gähnen vor Leere

Die nackten Zahlen sprechen Bände. Am 1. Mai dieses Jahres waren die deutschen Gasspeicher gerade einmal zu 26 Prozent gefüllt. Zum Vergleich: In früheren Jahren erreichten die Füllstände zu diesem Zeitpunkt meist deutlich höhere Werte. Zwar haben Gashändler für den 1. November Kapazitäten von 76 Prozent gebucht – doch ob diese Buchungen tatsächlich in physisches Gas umgesetzt werden, steht in den Sternen. Die wirtschaftliche Realität spricht eine andere Sprache.

Wenn der Markt den Anreiz verliert

Der Grund für die Zurückhaltung der Händler ist denkbar simpel und gleichzeitig brisant: Gas für den Winter ist derzeit günstiger zu haben als Gas für den Sommer. Eine sogenannte inverse Preiskurve, die jeden ökonomischen Anreiz zum Speichern auslöscht. Wer würde schon teures Sommergas einkaufen, einlagern und dann im Winter zu niedrigeren Preisen verkaufen müssen? Niemand. Und genau hier zeigt sich das Versagen einer Energiepolitik, die jahrelang auf Hoffnung und Wunschdenken statt auf solide Versorgungssicherheit gesetzt habe.

Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann brachte es auf den Punkt: Eine Buchungs- und Befüllungssituation in Höhe von 76 Prozent reiche nur dann aus, wenn das Wetter mitspiele. Mit anderen Worten: Deutschland verlässt sich beim Thema Energieversorgung mittlerweile auf den Wettergott. Das ist kein Zustand, das ist Hasardeurspolitik auf Kosten von Millionen Haushalten.

Iran-Krieg und Hormus-Sperrung treiben die Preise

Verschärft werde die Lage durch die geopolitischen Verwerfungen rund um den Iran-Krieg und die zeitweilige Sperrung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Energietransportrouten der Welt. Der Gasverbrauch in Deutschland sei 2025 auf 910 Terawattstunden gestiegen, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereits kalte Januar habe die Speicher zusätzlich geleert – und die hohen Preise bremsten die Wiederbefüllung erheblich.

Modellrechnungen offenbaren das Ausmaß

Wird es tatsächlich so kalt wie 2010, könnten im ersten Quartal 2027 satte 20 Terawattstunden Gas fehlen. An besonders frostigen Tagen wäre laut Ines mehr als ein Drittel des Gasverbrauchs schlicht nicht mehr zu decken. Was das in der Praxis bedeutet, muss man wohl niemandem erklären: kalte Wohnungen, frierende Rentner, stillstehende Industrieanlagen. Und das in einem Land, das einmal als Industrienation Weltruhm genoss.

Hausgemachte Probleme einer ideologisch verirrten Politik

Die Wahrheit ist unbequem: Die deutsche Energiekrise ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Ergebnis eines politischen Kurses, der Atomkraftwerke abschaltet, während Frankreich neue baut, der Kohlekraftwerke verteufelt, während Polen pragmatisch agiert, und der gleichzeitig auf flatterhafte Wind- und Sonnenenergie setzt, die genau dann am wenigsten liefert, wenn man sie am dringendsten bräuchte – nämlich in den kalten, windstillen Wintermonaten. Die einst zuverlässigen Gaslieferungen aus Russland sind versiegt, alternative Lieferketten sind teuer und volatil. Und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz scheint trotz aller Versprechungen vor der Wahl nicht den Mut zu finden, den ideologischen Kurs der Vorgängerregierung grundlegend zu korrigieren.

Was bleibt dem Bürger?

Während die Politik weiter Sonntagsreden über die Energiewende hält, müssen sich die Bürger auf weiter steigende Preise, mögliche Versorgungsengpässe und eine schleichende Deindustrialisierung einstellen. Wer in diesen Zeiten klug ist, sucht nach Wegen, sein Vermögen vor den Folgen einer verfehlten Wirtschafts- und Energiepolitik zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen ihren Wert bewahren. Sie sind unabhängig von Energiepreisen, Lieferketten und politischen Fehlentscheidungen – ein stiller Anker in stürmischen Zeiten.

Der kommende Winter wird zeigen, ob Deutschland weiterhin auf das Prinzip Hoffnung setzt – oder ob endlich ein Umdenken stattfindet. Die Speicherbetreiber jedenfalls haben ihren Warnruf abgegeben. Ob er in Berlin gehört wird, ist eine ganz andere Frage.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen anzustellen und seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Für Schäden, die aus der Nutzung der hier veröffentlichten Informationen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

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