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27.01.2026
11:06 Uhr

Frieren für die Energiewende: Schweizer E-Busse lassen Fahrgäste im Winter bibbern

Frieren für die Energiewende: Schweizer E-Busse lassen Fahrgäste im Winter bibbern

Was passiert, wenn grüne Ideologie auf die harte Realität des Winters trifft? Die Antwort liefern derzeit die Städte Bern und Schaffhausen auf eindrucksvolle Weise. Dort müssen Fahrgäste in den hochmodernen Elektrobussen bei Minusgraden frieren, weil die Heizungen gedrosselt werden. Der Grund ist so simpel wie entlarvend: Die Batterien der vermeintlich zukunftsweisenden Fahrzeuge schaffen ihre geplanten Strecken nicht, wenn gleichzeitig geheizt wird.

Das Dilemma der Elektromobilität: Heizen oder Fahren

Die Rechnung, die sich hier offenbart, ist von brutaler Ehrlichkeit. Jeder Grad Wärme im Fahrgastraum kostet kostbare Reichweite. Sobald draußen Frost herrscht, geraten die Heizsysteme an ihre physikalischen Grenzen. Die Verkehrsbetriebe stehen vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie heizen ordentlich und riskieren, dass die Busse ihre Runden nicht mehr schaffen, oder sie lassen die Fahrgäste frieren und halten den Fahrplan ein.

Patrick Altenburger von den Verkehrsbetrieben Schaffhausen bestätigt die zahlreichen Beschwerden mit entwaffnender Offenheit: „Es ist ihnen teilweise zu kühl." Eine bemerkenswerte Untertreibung, wenn man bedenkt, dass der Sollwert von 15 Grad bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt in den betroffenen Bussen teils deutlich verfehlt wird.

Spanische Technik versagt im Schweizer Winter

In beiden Städten sind batterieelektrische Busse des spanischen Herstellers Irizar im Einsatz – 26 Fahrzeuge in Bern und der Agglomeration, weitere 13 in Schaffhausen. Die Busse mögen modern wirken, leise sein und als klimafreundlich gelten. Doch im Winter offenbaren sie ein fundamentales Komfortproblem, das man bei der Anschaffung offenbar nicht ausreichend bedacht hat.

Die Wärmepumpen auf den Dächern der Fahrzeuge, die Wärme aus der Außenluft ziehen und mit Strom verdichten sollen, stoßen bei Frost an ihre Effizienzgrenzen. Didier Buchmann von Bernmobil beschreibt das Kernproblem mit bemerkenswerter Klarheit: „Kommt eine Wärmepumpe ans Limit, muss man noch mehr elektrisch heizen, das geht aber auf die Reichweite der Batterie."

Notlösungen statt Komfort

Die Verkehrsbetriebe versuchen sich in Schadensbegrenzung. In Schaffhausen konzentriert man die spärliche Heizleistung wenigstens auf den vorderen Bereich, wo der Fahrer sitzt. Für die Fahrgäste im hinteren Teil des Busses bedeutet das: Jacke zu, Mütze auf, Hände in die Taschen. Wer sitzt, kühlt schneller aus – und die Fahrten sind oft lang.

In Bern setzt man auf Software-Updates und Parameteranpassungen, die laut Betreiber eine „kleine Verbesserung" gebracht hätten. Der große Durchbruch bleibt jedoch aus. Buchmann gibt sich vorsichtig optimistisch: „Wir bleiben dran und hoffen, dass wir in den nächsten Wochen wieder auf dem Richtwert sind." Bis dahin gilt für die Fahrgäste: Wer Wärme erwartet, wird enttäuscht.

Die Verteidigung der Elektro-Ideologie

Bemerkenswert ist, wie die Verantwortlichen versuchen, das grundsätzliche Problem kleinzureden. Patrick Altenburger warnt davor, „die ganze Elektromobilität zu hinterfragen" – das sei „der falsche Ansatz". Stattdessen wird das Versagen auf die „Wintertauglichkeit der konkreten Klimatisierung" geschoben. Eine interessante Argumentation, die allerdings an der Lebensrealität der frierenden Fahrgäste vorbeigeht.

Denn die Menschen in den kalten Bussen interessieren sich nicht für Systemfragen oder ideologische Debatten. Sie wollen schlicht nicht frieren, wenn sie zur Arbeit fahren oder ihre Einkäufe erledigen. Besonders hart trifft es dabei jene Gruppen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind: Pendler, Senioren und Menschen, die lange auf Anschlüsse warten müssen. Der gut gemeinte Rat, sich „einfach wärmer anzuziehen", ist für viele dieser Menschen keine praktikable Lösung.

Ein Symptom einer größeren Fehlentwicklung

Die Schweizer E-Bus-Misere ist kein Einzelfall. Bereits in Oslo legten winterliche Temperaturen die Elektrobusflotte lahm. Und auch in der Schweiz selbst zeigt sich wachsende Skepsis: Drei Viertel der Schweizer lehnen laut Umfragen Elektroautos ab, während die Stadt Davos ihre Ausschreibung für Elektrobusse zurückzog und stattdessen wieder Dieselfahrzeuge anschaffte.

Diese Entwicklungen sollten auch deutschen Verkehrsbetrieben und Politikern zu denken geben, die mit ähnlichem Eifer auf die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs setzen. Denn was nützt die vermeintlich sauberste Technologie, wenn sie im entscheidenden Moment versagt? Ein öffentlicher Verkehr, der im Winter nur mit gedrosselter Heizung funktioniert, verliert nicht nur Komfort – er verliert das Vertrauen der Bürger.

Die Energiewende mag ein hehres Ziel sein. Doch wenn sie dazu führt, dass Menschen im Winter in öffentlichen Verkehrsmitteln frieren müssen, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht mit den Prioritäten.

Vielleicht wäre es an der Zeit, ideologische Scheuklappen abzulegen und Technologien nicht nach ihrer politischen Korrektheit, sondern nach ihrer praktischen Tauglichkeit zu bewerten. Die frierenden Fahrgäste in Bern und Schaffhausen würden es sicherlich begrüßen.

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