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Kettner Edelmetalle
10.08.2026
16:43 Uhr
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Frauenhaus-Statistik: Zwei Drittel ohne deutschen Pass – Verband beschwichtigt

Es sind Zahlen, die eine unbequeme Debatte auslösen dürften: Von 6.430 Frauen, die 2025 in erfassten deutschen Frauenhäusern Schutz suchten, besaßen laut der neuen bundesweiten Frauenhaus-Statistik nur 2.329 die deutsche Staatsangehörigkeit. Das sind 36,2 Prozent. 62,6 Prozent wurden mit ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst, bei 1,2 Prozent fehlt die Angabe.

Der Träger der Erhebung, die Frauenhauskoordinierung, stellt dieser Datenlage eine klare Botschaft voran. Das entsprechende Kapitel überschreibt der Verein dem Bericht zufolge mit „Migration differenziert betrachten – Gewalt ist kein Herkunftsproblem“.

Syrerinnen stellen die größte Gruppe

Ein Ausreißer ist der Befund nicht. Schon 2024 lag der Anteil deutscher Staatsangehöriger bei 36,3 Prozent – praktisch identisch.

Die größte ausländische Gruppe stellten 2025 Syrerinnen mit 595 Frauen, also 9,3 Prozent aller erfassten Bewohnerinnen. Es folgten 349 Frauen aus Afghanistan, 326 aus der Türkei und 288 aus der Ukraine.

Nach der erfassten Herkunft wird das Bild noch deutlicher: Nur 31 Prozent der Frauen wurden Deutschland zugeordnet, 68 Prozent einer nicht deutschen Herkunft. Zählt man die weiter gefasste Kategorie Migrationshintergrund, sind es 4.856 von 6.430 Frauen – rund 75,5 Prozent.

Aufenthaltsstatus: Hälfte mit befristeter Erlaubnis

Unter den Frauen mit Migrationshintergrund hatten 2.435 eine befristete Aufenthaltserlaubnis, 901 einen unbefristeten Titel. 200 befanden sich mit Aufenthaltsgestattung im Asylverfahren, 173 waren geduldet.

Wichtig für die Einordnung: Über die Herkunft der Täter sagt die Statistik nichts. Erfasst wird nur deren Verhältnis zum Opfer. In 47,7 Prozent der Fälle wurde der Ehemann genannt, in 23,2 Prozent der Freund oder Partner, dazu Ex-Partner und andere männliche Angehörige. Mehrfachnennungen waren möglich.

Auch die Datenbasis hat Grenzen: Nur 191 von rund 400 Frauenhäusern beteiligten sich freiwillig. Hochgerechnet auf alle Häuser geht der Verband von etwa 13.440 Frauen sowie 15.280 Kindern und Jugendlichen aus, die 2025 Zuflucht suchten.

Die Zahlen des BKA – und die politische Sprachregelung

Der Hintergrund ist dramatisch. Laut Bundeskriminalamt wurden 2024 in Deutschland 265.942 Menschen Opfer häuslicher Gewalt – ein Höchststand. Rund 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt seien weiblich, 77,7 Prozent der Tatverdächtigen männlich. 132 Frauen wurden demnach durch Partnerschaftsgewalt getötet.

Als mögliche Ursachen nennt das BKA unter anderem soziale Belastungen, Beziehungskonflikte, Alkohol – und ausdrücklich auch traditionelle Geschlechterrollen. Genau an diesem Punkt hakt die Kritik ein.

Wer eine Statistik erhebt, in der zwei Drittel der Schutzsuchenden keinen deutschen Pass haben, sollte die naheliegende Frage wenigstens stellen dĂĽrfen.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart die gewählte Kapitelüberschrift ein Muster: Daten werden erhoben, aber sofort mit einer politischen Deutung versehen, die eine offene Debatte über Integration, Frauenbild und Zuwanderung gar nicht erst zulassen soll. Für viele Bürger wirkt das wie vorauseilende Beruhigung.

Schutz braucht Klartext

Wer Frauen wirksam schützen will, braucht belastbare Daten – auch zu den Tätern. Solange die Statistik deren Herkunft schlicht nicht erfasst, bleibt jede Ursachenanalyse Stückwerk. Kritiker der bisherigen Migrationspolitik sehen darin ein politisch gewolltes Erkenntnisdefizit.

Die Betroffenen jedenfalls haben von Sprachregelungen nichts. Sie brauchen Plätze, Personal – und eine Politik, die Probleme benennt, statt sie zu umschreiben.

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