
Florida wagt den Befreiungsschlag: Gold und Silber sollen offizielles Zahlungsmittel werden

Während die Bundesregierung in Berlin weiterhin auf schuldenfinanzierte Sondervermögen setzt und die Inflation durch immer neue Ausgabenprogramme befeuert, geht der US-Bundesstaat Florida einen radikal anderen Weg. Die dortige Legislative hat mit dem Gesetzentwurf HB 999 einen historischen Schritt eingeleitet: Gold- und Silbermünzen sollen künftig als offizielles Zahlungsmittel anerkannt werden.
Ein Bollwerk gegen die digitale Überwachung
Die Tragweite dieser Entscheidung kann kaum überschätzt werden. Mit der Anerkennung von Edelmetallen als gesetzliches Zahlungsmittel schafft Florida nicht nur eine Befreiung von der Mehrwertsteuer auf Gold- und Silbermünzen. Viel bedeutsamer ist die Etablierung eines Zahlungssystems, das unabhängig von digitalem Geld funktioniert – jenem Instrument, das Regierungen zunehmend zur Kontrolle und Überwachung ihrer Bürger einsetzen möchten.
Die Befürworter des Gesetzes argumentieren, dass digitale Währungen den Staat in die Lage versetzen könnten, das Verhalten der Bevölkerung zu steuern und abweichende Meinungen zu sanktionieren. Gold und Silber hingegen bieten eine physische, greifbare Alternative, die sich staatlicher Kontrolle weitgehend entzieht.
Die historische Dimension des Geldes
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Florida damit zu den Wurzeln des Geldwesens zurückkehrt. Über Jahrtausende hinweg waren Gold und Silber die universellen Zahlungsmittel der Menschheit. Die römischen Legionen erhielten ihren Sold in Silberdenaren, Grundstücke wurden mit Gold bezahlt. Papiergeld entstand ursprünglich lediglich als Quittung für hinterlegtes Gold bei Goldschmieden – den Vorläufern unserer heutigen Banken.
Die Goldschmiede erkannten, dass nur wenige ihr physisches Gold tatsächlich abholten. Stattdessen nutzten die Menschen schriftliche Anweisungen, um Eigentum zu übertragen. So entstand das Prinzip der Mindestreserve-Bankwirtschaft.
Roosevelts Goldkonfiszierung als Warnung
Die amerikanische Geschichte mahnt zur Vorsicht. Präsident Franklin Delano Roosevelt, von vielen als liberaler Held verehrt, konfiszierte in den 1930er Jahren sämtliches Gold aus den Händen der amerikanischen Bevölkerung. Nachdem er es eingezogen hatte, erhöhte er den Preis von 20 auf 35 Dollar pro Unze – ein staatlich sanktionierter Raubzug an den eigenen Bürgern. Erst in den 1970er Jahren ermöglichte Senator Jesse Helms den Amerikanern wieder den legalen Besitz von Goldmünzen.
Der Dollar auf tönernen Füßen
Die aktuelle Entwicklung in Florida muss vor dem Hintergrund der prekären Lage des US-Dollars betrachtet werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Dollar durch das Bretton-Woods-Abkommen den Status der Weltreservewährung. Dies ermöglichte es den USA, ihre Rechnungen durch die Ausgabe von Staatsanleihen zu begleichen, da diese als Reserven der Zentralbanken weltweit dienten.
Doch diese Ära neigt sich dem Ende zu. Die Vereinigten Staaten haben über Jahrzehnte hinweg ihre Industrie ins Ausland verlagert und dabei massive Schulden angehäuft. Schlimmer noch: Washington hat den Dollar als Waffe eingesetzt und damit sein Fundament untergraben. Die Beschlagnahmung russischer Zentralbankreserven in Höhe von 300 Milliarden Dollar demonstrierte der Welt das Risiko, Dollarreserven zu halten.
China lauert auf die Krone
China hat bereits angekündigt, die Rolle der Reservewährung für den Yuan beanspruchen zu wollen. Mit geringerer Verschuldung, stärkerer Industrialisierung und einem höheren Bruttoinlandsprodukt als die USA steht das Reich der Mitte bereit, den Dollar zu entthronen. Sollte dies geschehen, würde der Wert des Dollars gegenüber anderen Währungen einbrechen. Da die Vereinigten Staaten zu einer importabhängigen Wirtschaft geworden sind, würde die Inflation explodieren.
Die Manipulation der Edelmetallmärkte
Über Jahre hinweg konnte der Dollar seinen Wert nur halten, weil Leerverkäufe den Anstieg der Gold- und Silberpreise künstlich unterdrückten. Anders als bei Aktien ist es möglich, den Edelmetallmarkt ohne Sicherheiten zu shorten. Der Terminmarkt erlaubt das Drucken von Papiergold und Papiersilber in Form von Futures-Kontrakten, die den Preis der physischen Metalle nach unten drücken.
Doch diese Manipulation stößt an ihre Grenzen. Die Nachfrage nach echtem Geld in Form von Edelmetallen hat die Fähigkeit zur Preismanipulation durch Leerverkäufe überwältigt. Zwar haben Spekulanten nach dem jüngsten Preisanstieg Gewinne mitgenommen, was zu einem vorübergehenden Rückgang führte. Die grundlegende Situation, die den Dollarpreis für echtes Geld in die Höhe getrieben hat, bleibt jedoch unverändert.
Ein Modell für andere Staaten?
Florida steht vor einer Herausforderung: Solange nicht alle US-Bundesstaaten Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennen, können Floridianer keine Zahlungen außerhalb ihres Staates in Edelmetallen tätigen. Der Bundesstaat müsste theoretisch zu einer autarken Wirtschaft werden, die alle eigenen Bedürfnisse selbst produziert.
Dennoch sendet Florida ein wichtiges Signal. In einer Zeit, in der Regierungen weltweit digitale Zentralbankwährungen vorantreiben und damit die totale Kontrolle über das Finanzverhalten ihrer Bürger anstreben, ist die Rückkehr zu physischem Geld ein Akt des Widerstands gegen den Überwachungsstaat.
Für deutsche Anleger, die mit ansehen müssen, wie ihre Regierung Schulden in historischem Ausmaß anhäuft, sollte die Entwicklung in Florida ein Weckruf sein. Physische Edelmetalle bieten nicht nur Schutz vor Inflation und Währungsverfall – sie sind auch ein Bollwerk gegen staatliche Willkür und digitale Überwachung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Erwerb von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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