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Kettner Edelmetalle
25.07.2026
12:48 Uhr

Feuer am Golf: Huthi-Raketen treffen Saudi-Arabien – der Nahe Osten steht vor dem Flächenbrand

Feuer am Golf: Huthi-Raketen treffen Saudi-Arabien – der Nahe Osten steht vor dem Flächenbrand

Der Pulverkeim, den man in Berlin so gerne ausblendet, brennt wieder lichterloh. Während die deutsche Politik sich mit Genderfragen und Klimazielen im Grundgesetz beschäftigt, droht in einer der wichtigsten Handelsregionen der Welt ein neuer offener Krieg. Die vom Iran gestützte Huthi-Miliz meldet Raketenangriffe auf saudisches Territorium – und US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit „schweren militärischen Strafen“. Es sind Nachrichten, die man in den westlichen Metropolen viel zu schnell wegklickt.

Vergeltung am Roten Meer

Nach eigenen Angaben feuerte die Miliz Raketen auf zwei saudische Provinzen ab. Über ihre Telegram-Kanäle verkündeten die Huthi triumphierend, ein „jemenitischer Raketenangriff“ habe in der südsaudischen Stadt Dschisan Brände ausgelöst. Auch aus der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer sollen Explosionen gemeldet worden sein. Eine offizielle Bestätigung aus Riad lag zunächst nicht vor – die saudischen Behörden meldeten später lediglich, die Gefahr sei vorüber, von Toten oder Schäden war zunächst keine Rede.

Vorangegangen war ein massiver Luftschlag der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition. Das Bündnis erklärte, man habe „militärische Stellungen der Huthis“ im Jemen getroffen und Ziele zerstört, welche die Schifffahrt im Roten Meer bedroht hätten. Die Antwort der Miliz kam prompt: Man werfe Saudi-Arabien eine „gefährliche Eskalation“ vor, das Vorgehen werde „nicht unbeantwortet bleiben“, hieß es.

Wenn Handelsrouten zur Waffe werden

Der eigentliche Sprengstoff liegt in der Geografie. Die Huthi hatten eine Blockade gegen saudische Schiffe verhängt und Handelsschiffe ins Visier genommen. Nach eigenen Angaben griffen sie zwei saudische Öl-Tanker an. Vergangenen Montag verkündete die Miliz ein Verbot der Schifffahrt nach Saudi-Arabien im Roten Meer und in der strategisch entscheidenden Meerenge Bab al-Mandab.

Sollten sie dies erneut tun, werden die USA Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Irans agieren – Donald Trump auf Truth Social.

Nach der Sperrung der Straße von Hormus leite Saudi-Arabien seine Ölexporte nun durch Bab al-Mandab um, heißt es. Man muss kein Ökonom sein, um zu begreifen, was das bedeutet: Sollten auch diese Passage und das Rote Meer für den Schiffsverkehr unpassierbar werden, dann trifft die Schockwelle über Energiepreise und Lieferketten am Ende auch den deutschen Verbraucher – mit voller Wucht.

Ein Flächenbrand mit Ansage

Die Kämpfe gelten als mögliche neue Front im Dauerkonflikt zwischen dem Iran und seinen Gegnern. Die Huthi kontrollieren große Teile des Nordens und der Westküste Jemens und gelten als enger Verbündeter Teherans. Experten befürchten, dass eine Ausweitung weitere Akteure hineinziehen könnte – Pakistan etwa, das seit 2025 ein Militärbündnis mit Riad unterhält. Aus einem regionalen Scharmützel könnte so binnen Wochen ein Konflikt werden, der ganze Kontinente in Mitleidenschaft zieht.

Und was macht Europa? Man verlässt sich, wie so oft, auf die Handlungsfähigkeit anderer. Während Washington unter Trump zumindest klare Kante zeigt, wirkt die deutsche Außenpolitik zwischen moralischen Appellen und energiepolitischer Naivität erschreckend orientierungslos. Wer sich freiwillig in fatale Abhängigkeiten begeben hat, der zittert nun bei jeder Rakete am Golf.

Was das für den vorausschauenden Bürger bedeutet

Geopolitische Beben dieser Art führen dem Anleger regelmäßig vor Augen, wie fragil das Finanzsystem in Wahrheit ist. Steigende Ölpreise, unterbrochene Handelsrouten und die Angst vor einem größeren Krieg treiben traditionell die Nachfrage nach sicheren Häfen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert bewahren – unabhängig davon, welche Regierung gerade welche Fehler begeht. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bleiben Edelmetalle deshalb ein bewährter Anker in stürmischen Zeiten.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für konkrete Fragen sollte stets ein unabhängiger Fachberater hinzugezogen werden.

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