
Fernwärme-Desaster in Schwäbisch Gmünd: Bürger sollen für Millionen-Loch der Stadtwerke bluten

Was sich derzeit in der schwäbischen Kleinstadt Gmünd abspielt, ist ein Lehrstück kommunaler Misswirtschaft, wie es im Buche steht. Die Stadtwerke haben sich offenbar derart verkalkuliert, dass nun die Bürger mit einer drastischen Preiserhöhung von sage und schreibe 60 Prozent bei der Fernwärme zur Kasse gebeten werden sollen. Gleichzeitig klafft ein 30-Millionen-Euro-Loch in den Bilanzen des kommunalen Unternehmens – Geld, das aus dem städtischen Cashpool geliehen wurde.
Riskante Gasgeschäfte und fehlende Kontrolle
Das Wärmenetz Bettringen entwickelt sich zum finanziellen Albtraum für die Anwohner. Der Arbeitspreis für Fernwärme soll von 8,7 Cent auf stolze 15,2 Cent pro Kilowattstunde steigen. Für viele Haushalte bedeutet das eine massive Belastung ihrer ohnehin strapazierten Budgets. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Insider packen aus und zeichnen ein verheerendes Bild der Unternehmensführung. Ein Kenner der Materie bringt es auf den Punkt:
„Gmünder werden als Geldquelle ausgenutzt und gemolken. Man sieht es beim Wärmenetz Bettringen. Da wurde Gas völlig falsch eingekauft – und am Ende sollen es diejenigen bezahlen, die keine andere Möglichkeit haben."
Die Vorwürfe wiegen schwer. Von spekulativen Gasgeschäften ist die Rede, von Fehlentscheidungen, die nun auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen werden. Besonders pikant: Die Betroffenen haben kaum Alternativen, denn wer einmal an das Fernwärmenetz angeschlossen ist, kann nicht einfach zu einem anderen Anbieter wechseln.
Strukturelle Defizite auf allen Ebenen
Die Kritik geht jedoch weit über einzelne Fehlentscheidungen hinaus. Ein weiterer Insider attestiert den Stadtwerken ein fundamentales Versagen:
„Transparenz, Kompetenz und Governance – alle drei Elemente fehlen. Die Stadtwerke wurden runtergewirtschaftet."
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold gerät zunehmend unter Druck. Kritiker werfen ihm vor, von den Fehlplanungen und dem spekulativen Gaseinkauf gewusst zu haben. Die politische Verantwortung lässt sich nicht mehr so einfach wegdiskutieren, wenn ein kommunales Unternehmen derart in Schieflage gerät.
War das Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
Noch grundsätzlicher wird die Frage gestellt, ob das Wärmenetz in Bettringen Ost überhaupt jemals wirtschaftlich tragfähig war. Ein Insider äußert massive Zweifel:
„Ich weiß echt nicht, wer auf diese Idee gekommen ist – ein Wärmenetz in Bettringen Ost ist wirtschaftlich nicht darstellbar."
Der Grund liegt auf der Hand: In einem Gebiet mit vielen Ein- und Zweifamilienhäusern fehlt schlicht die notwendige Auslastung, um ein solches Netz rentabel zu betreiben. Die Investitionskosten verteilen sich auf zu wenige Abnehmer – und genau das schlägt sich nun in den explodierenden Preisen nieder.
Interims-Geschäftsführer verspricht Prüfung
Celestino Piazza, der als Interims-Geschäftsführer die Scherben zusammenkehren soll, hat angekündigt, die Kalkulation seines Vorgängers Peter Ernst erneut unter die Lupe zu nehmen. Ob dabei mehr herauskommt als kosmetische Korrekturen, bleibt abzuwarten. Die Bürger von Schwäbisch Gmünd haben jedenfalls allen Grund zur Skepsis.
Kenner der Situation fordern inzwischen kurze Vertragslaufzeiten und harte Garantien, damit die Stadtwerke beweisen müssen, dass sie ihre Preisversprechen auch einhalten können. Denn eines ist klar: Das Vertrauen in die kommunale Unternehmensführung ist nachhaltig erschüttert.
Der Fall Schwäbisch Gmünd zeigt einmal mehr, wie die Energiewende vor Ort scheitern kann, wenn ideologisch motivierte Projekte ohne solide wirtschaftliche Grundlage durchgepeitscht werden. Am Ende zahlen immer die Bürger die Zeche – und das nicht zu knapp.
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