Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
10.09.2026
04:15 Uhr
KI-generiert

EZB im Zins-Dilemma: Reichen 2,5 Prozent gegen die Inflation?

EZB im Zins-Dilemma: Reichen 2,5 Prozent gegen die Inflation?
Symbolbild: KI-generiert

Die Europäische Zentralbank steht an diesem Donnerstag vor ihrer zweiten Zinserhöhung seit Beginn des Iran-Krieges. Die Finanzmärkte rechnen mit einem Schritt um 25 Basispunkte – der Einlagenzins stiege damit auf 2,5 Prozent, den höchsten Stand seit März 2025. Doch schon jetzt streiten Ökonomen darüber, ob das überhaupt reicht.

Denn die Preise laufen davon. Im August kletterte die Teuerung im Euroraum nach vorläufigen Schätzungen auf 3,3 Prozent – der höchste Wert seit drei Jahren. Die Energiepreise legten um gut 14 Prozent zu. In Deutschland lag die Rate bei 2,9 Prozent, Energie verteuerte sich um zehn Prozent.

Der Krieg im Nahen Osten diktiert die Geldpolitik

Die eigentliche Notenbank sitzt derzeit nicht in Frankfurt, sondern am Persischen Golf. Die Blockade der Straße von Hormus hält an, nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran auf Tanker brach der Schiffsverkehr am Montag auf den tiefsten Stand seit Mai ein. Zuletzt passierten im Schnitt nur noch rund zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge.

Entsprechend brutal reagieren die Rohstoffmärkte: Brent-Öl nähert sich wieder der Marke von 100 Dollar je Barrel, der Gaspreis sprang binnen eines Monats um gut zwanzig Prozent. Einer Expertenumfrage der Deutschen Bank zufolge halten Analysten eine Öffnung der Meerenge zwischen Oktober und März für am wahrscheinlichsten – Gewissheit ist das nicht.

Schnabel gegen den Rest: Wo liegt der neutrale Zins?

Im EZB-Rat tobt ein Grundsatzstreit über den sogenannten neutralen Zins – jenes Niveau, das die Wirtschaft weder bremst noch antreibt. Messen lässt er sich nicht, schätzen schon. Einer Auswertung der Commerzbank zufolge verortet ihn das deutsche Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel bei drei Prozent, andere Ratsmitglieder eher zwischen zwei und 2,5 Prozent.

„Beim aktuellen Leitzins ist es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das Zielniveau zurückkehrt.“

So wird Schnabel zitiert. Ihr Argument: Der Nahost-Konflikt ziehe sich hin, die Wirtschaft im Euroraum zeige sich robust – im zweiten Quartal wuchs sie um 0,3 Prozent, die Banken vergeben weiter munter Unternehmenskredite. Nach Lehrbuch müsste das Kreditwachstum bei steigenden Zinsen längst bröckeln.

Die Gegenseite: Der Markt hat die Arbeit schon erledigt

Andere Ökonomen halten dagegen. Zweitrundeneffekte – also das Durchsickern der Energiekosten in Löhne und andere Branchen – seien bislang kaum sichtbar. Unternehmen im internationalen Wettbewerb zögerten, die Kosten weiterzureichen. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer liest die Szenarien der EZB so, dass sie eher für vereinzelte Zinsschritte sprächen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte Mitte des Jahres von einer „maßvollen Anpassung der Politik“ gesprochen, sollte der Schock das Ziel deutlich, aber nicht dauerhaft überschreiten.

Hinzu kommt: Seit der Juli-Sitzung stiegen die Renditen zehnjähriger europäischer Staatsanleihen laut Natixis-Chefstratege Mabrouk Chetouane um 14 Basispunkte – getrieben von realen Renditen, nicht von Inflationserwartungen. Die Finanzierungsbedingungen hätten sich also längst von selbst verschärft.

Was das für Sparer bedeutet

Für die Bürger bleibt eine bittere Rechnung: Selbst bei 2,5 Prozent Einlagenzins frisst eine Teuerung von 3,3 Prozent den Ertrag klassischer Sparanlagen real auf. Wer spart, verliert – das ist keine Prognose, sondern Arithmetik. Kein Wunder, dass Anleger Sachwerte suchen: Medienberichten zufolge notierte Gold zuletzt bei rund 4.300 Dollar je Unze. Physische Edelmetalle bleiben in einem solchen Umfeld eine bewährte Ergänzung zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
25.09.2025
6 Min.

Inflation: Die trügerische Entwarnung

Die offiziellen Daten klingen harmlos: 2,2 Prozent Inflation im August. Ein Wert, der angeblich zeigt, dass die Preissteigerungen in Deutschland „wieder unter Kontrolle“ seien. Doch diese scheinbare …
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen