
Europas Weg in die Schuldenunion: Wie Brüssel die nächste Billionen-Bombe zünden will
Während die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump konsequent auf Deregulierung, Steuersenkungen und den Rückbau des Staatsapparats setzen, marschiert Europa in die exakt entgegengesetzte Richtung. Beim sogenannten „European Industry Summit" in Antwerpen trafen sich die Spitzen der EU-Politik mit Vertretern der europäischen Wirtschaft – und was dort besprochen wurde, sollte jedem deutschen Steuerzahler den Schlaf rauben. Denn hinter der wohlklingenden Fassade von „Wettbewerbsfähigkeit" und „Industriepolitik" verbirgt sich nichts Geringeres als der Einstieg in eine vollumfängliche europäische Schuldenunion.
Antwerpen: Eine medienwirksame Inszenierung
Belgiens Premierminister Bart De Wever hatte neben Bundeskanzler Friedrich Merz auch Frankreichs Staatspräsidenten Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Antwerpen geladen. Ein Treffen der „Willigen", wie man es wohl nennen muss – jener Akteure, die nun die europäische Öffentlichkeit auf den nächsten gewaltigen Integrationsschritt vorbereiten wollen. Beschlüsse wurden dort freilich keine gefasst. Es handelte sich vielmehr um eine öffentlichkeitswirksame Plauderstunde, bei der Entschlossenheit und Reformwille demonstriert werden sollten. Dass die Arbeitgeberverbände dabei pflichtschuldig ihren altbekannten Forderungskatalog nach Bürokratieabbau und niedrigeren Energiekosten vortrugen, gehört zum eingespielten Ritual.
Die eigentliche Botschaft lag tiefer. Deutlich tiefer.
Macrons dreiste Forderung: Eurobonds für alle
Den Ton hatte bereits zu Wochenbeginn Frankreichs Präsident Macron gesetzt. Ohne jede rhetorische Verkleidung forderte er die Einführung von Eurobonds – also gemeinsamer europäischer Staatsanleihen. Damit soll der sogenannte Draghi-Plan finanziert werden, benannt nach dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und früheren EZB-Präsidenten Mario Draghi. Die Strategie sieht vor, dass die EU-Staaten über mehrere Jahre hinweg gemeinsame Anleihen in einer schwindelerregenden Höhe von 800 Milliarden Euro emittieren. Mit diesem Geld soll ausgerechnet jene Politik fortgesetzt werden, die Europa überhaupt erst in diese Misere gestürzt hat: die grüne Transformation mit der Brechstange und der Aufbau eines europäischen Rüstungssektors.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Ausgerechnet jene EU-Bürokraten, die mit ihrer Überregulierung, ihren absurden Klimavorgaben und ihrer energiepolitischen Geisterfahrt die europäische Industrie an den Rand des Abgrunds getrieben haben, wollen nun mit noch mehr Schulden die Rettung herbeiführen. Das ist, als würde man einem Brandstifter die Leitung der Feuerwehr übertragen.
Deutschland als Kreditanker einer maroden Union
Wer wird am Ende die Zeche zahlen? Die Antwort ist so vorhersehbar wie deprimierend: der deutsche Steuerzahler. Denn der Anker dieser gemeinschaftlichen Schuldenaufnahme wäre die – bereits langsam erodierende – Kreditwürdigkeit Deutschlands. Während Frankreich mit einer Staatsverschuldung von weit über 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kaum noch handlungsfähig ist und Italien in einer ähnlichen Lage steckt, soll Deutschland einmal mehr als Bürge für die fiskalischen Eskapaden seiner europäischen Partner herhalten.
Dass Emmanuel Macron angesichts der desaströsen Finanzlage in seiner Heimat die Vergemeinschaftung von Schulden fordert, überrascht niemanden. Es ist die unvermeidbare Konsequenz eines Systems, das auf permanenter Umverteilung basiert. Die Franzosen bestimmen, Deutschland bezahlt – dieses Muster zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der europäischen Integration.
Der Corona-Testlauf als Blaupause
Dass die Schuldenunion keine bloße Theorie ist, bewies bereits der Corona-Fonds „NextGenerationEU". Unter diesem wohlklingenden Programmnamen emittierte Brüssel Anleihen im Volumen von 750 Milliarden Euro, deren Erträge vornehmlich in die öffentlichen Haushalte Südeuropas flossen. Was damals als einmalige Krisenmaßnahme verkauft wurde, entpuppt sich nun als das, was Kritiker von Anfang an befürchtet hatten: eine Blaupause für die permanente Vergemeinschaftung von Schulden. Man kaufte sich Zeit, stabilisierte kurzfristig die hochdefizitären Staatskassen – und sucht nun nach dem nächsten Anlass, diese Politik zu verstetigen.
Die fiskalische Dimension ist erschreckend
Die Zahlen, die im Raum stehen, sind atemberaubend. Das kommende Brüsseler Budget soll zwischen 2028 und 2034 die Höhe von zwei Billionen Euro erreichen. Hinzu käme ein zusätzliches Kreditvolumen von 800 Milliarden Euro. Der EU-Zentralkörper wächst damit zu einem gigantischen Kapitalstaubsauger heran, der privates und öffentliches Kapital in politisch gewollte Kanäle lenkt – mit dem Versprechen staatlich garantierter Renditen in Sektoren, die den tatsächlichen Bedarf der Konsumenten schlicht ignorieren.
Während Europa Schulden macht, entfesselt Amerika seine Wirtschaft
Der Kontrast zu den Vereinigten Staaten könnte kaum schärfer sein. Präsident Trump hatte bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos unmissverständlich klargemacht, dass die politische Wende in den USA kein Strohfeuer sei. Die Botschaft an die Europäer war unmissverständlich: Dereguliert eure Märkte, akzeptiert eure geopolitische Lage und findet zurück zu einem Ordnungsmodell, dessen Herzstück die Marktwirtschaft ist.
Und Washington macht Tempo. Bereits im ersten Jahr der neuen Administration wurde die Zahl der föderalen Staatsbeamten um 300.000 Stellen reduziert. Mit der „Big Beautiful Bill" brachte man umfassende Steuersenkungen und Deregulierungsschritte auf den Weg. Die USA machen sich fit für den globalen Wettbewerb – während Europa sich immer tiefer in seinem bürokratischen Käfig einmauert.
Deutschlands Deindustrialisierung nimmt Fahrt auf
Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in Deutschland. Jahr für Jahr fließen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro an Direktinvestitionen ins außereuropäische Ausland ab. Kapital, das früher deutschen Produktionsstandorten zugutegekommen wäre, sucht sich heute attraktivere Rahmenbedingungen andernorts. Auch im Dezember sank die deutsche Industrieproduktion um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Deindustrialisierung ist keine düstere Prognose mehr – sie ist bittere Realität.
Und was bietet die Politik als Antwort? Noch mehr Schulden, noch mehr Umverteilung, noch mehr Bürokratie. Begleitet werden soll der Draghi-Plan von einer sogenannten „Buy-European"-Strategie, also der bevorzugten Behandlung europäischer Wertschöpfungsketten. Was harmlos klingt, bedeutet in der Praxis nichts anderes als eine weitere Abschottung des europäischen Marktes – unter dem Deckmantel des Klimaprotektionismus.
Bundeskanzler Merz: Wo bleibt der Widerstand?
Friedrich Merz, der im Wahlkampf noch vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen, steht nun vor der Frage, ob er sich dem Druck aus Paris und Brüssel beugen wird. Die Zeichen stehen nicht gut. Bereits das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur, das die neue Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, zeigt, dass auch unter der Großen Koalition die Schuldenbremse eher als lästiges Hindernis denn als fiskalische Leitplanke betrachtet wird. Dass Deutschland nun auch noch als Kreditanker für eine europäische Schuldenunion herhalten soll, wäre der endgültige Offenbarungseid einer Politik, die den Wohlstand kommender Generationen auf dem Altar europäischer Solidarität opfert.
Der argentinische Präsident Javier Milei brachte es einmal treffend auf den Punkt: Wenn man mit Gelddrucken Wohlstand schaffen könnte, dann könnte man auch mit dem Drucken von Diplomen die Dummheit beseitigen. Europa scheint entschlossen, das Gegenteil beweisen zu wollen.
Gold und Silber als Schutzschild gegen die Schuldenflut
In Zeiten, in denen Staaten und supranationale Institutionen die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen und die Verschuldung immer neue Rekordstände erreicht, gewinnen physische Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt – ganz im Gegensatz zu Papierwährungen, die durch politische Entscheidungen beliebig entwertet werden können. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich.

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