
Europas stille Zeitenwende: Muslimische Bevölkerung mehr als verdoppelt

Europa verändert sich schneller, als viele Regierungen zugeben wollen. Spanischen Medienberichten zufolge ist die Zahl der Muslime in Europa (ohne Russland und die Türkei) von rund 15 Millionen um das Jahr 2000 auf heute etwa 32,5 Millionen gestiegen. Das ist mehr als eine Verdopplung in nur einem Vierteljahrhundert, und die Prognosen deuten auf weiteres Wachstum.
Die Zahlen hinter dem Wandel
Auch das renommierte US-Institut Pew Research Center kommt zu diesem Befund. In einer 2025 veröffentlichten Studie beziffert es die muslimische Bevölkerung Europas einschließlich Russlands für das Jahr 2020 auf 46 Millionen. Gegenüber 2010 entspricht das einem Plus von 16 Prozent.
Besonders deutlich fällt der Anstieg in Spanien aus. Nach Daten des demografischen Observatoriums CEU-CEFAS lebten Anfang 2025 zwischen 2,4 und 2,5 Millionen Muslime im Land, das sind rund fünf Prozent der Bevölkerung. Etwa 1,79 Millionen davon sind selbst zugewandert. Weitere 680.000 wurden in Spanien geboren und haben mindestens einen muslimischen Elternteil.
Von Stockholm bis London
Spanien steht damit nicht allein. Für die anderen Länder nennen die Berichte folgende Werte:
- Italien: rund 2,7 Millionen Muslime
- Schweden: Verdopplung des Anteils von etwa 4 auf 8 Prozent zwischen 2010 und 2020
- Deutschland: rund 7 Prozent der Gesamtbevölkerung im Jahr 2020
- England und Wales: Anstieg von 2,7 Millionen (Zensus 2011) auf 3,9 Millionen (Zensus 2021)
Der eigentliche Motor: die Geburtenlücke
Wer glaubt, der Trend hänge allein an der Zuwanderung, irrt. Schon 2017 rechnete Pew vor, dass muslimische Frauen in Europa im Schnitt etwa ein Kind mehr bekommen als andere Europäerinnen. Zudem ist diese Bevölkerungsgruppe deutlich jünger. Ihr Anteil würde deshalb selbst dann wachsen, wenn ab sofort niemand mehr einwanderte.
Im Szenario mit anhaltend hoher Migration hielt Pew bis 2050 sogar rund 75 Millionen Muslime in Europa für möglich. Das wäre fast eine Verdreifachung.
Gleichzeitig bekommen die einheimischen Europäer immer weniger Kinder. Frankreich verzeichnete 2025 laut dem Statistikamt INSEE erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr Sterbefälle als Geburten: 651.000 Tote standen 645.000 Neugeborenen gegenüber. Die Geburtenrate fiel auf 1,56 Kinder je Frau, den tiefsten Stand seit dem Ersten Weltkrieg. Bereits 2020 sollen mehr als 21 Prozent der Neugeborenen in Frankreich arabisch-muslimische Vornamen erhalten haben. Auch Polen kämpft mit einer schweren demografischen Krise.
Provokation im Netz, düstere Prognosen
Manche Stimmen feiern die Entwicklung offen. Der muslimische Influencer Mohammed Hijab schrieb auf X in einer Antwort an Elon Musk (übersetzt):
„Muslime des Westens, heiratet und bekommt viele Kinder, versucht mindestens fünf anzustreben, das ist es, was diese zerbrechlichen rechtsextremen Muslimfeinde am meisten hassen.“
Das ist eine Einzelstimme, und dennoch lässt sie tief blicken. Noch weiter geht der frühere Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin, Autor des umstrittenen Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“ aus dem Jahr 2010. Er sagt voraus, dass im Jahr 2070 rund 80 Prozent der Kinder in Deutschland von nichtdeutschen Müttern geboren würden. Ob es so kommt, ist offen. Die Richtung der Debatte gibt die Prognose aber klar vor.
Ein Versäumnis der Politik
Aus Sicht unserer Redaktion liegt der Kern des Problems nicht beim Glauben einzelner Menschen. Er liegt bei einer Politik, die jahrzehntelang zwei Dinge versäumt hat: Zuwanderung konsequent zu steuern und die eigenen Familien wirksam zu stärken. Integration wurde zu oft dem Zufall überlassen. Gleichzeitig tragen Familien mit Kindern hierzulande eine Steuer- und Abgabenlast, die Leistungsträger eher vom Kinderkriegen abschreckt.
Die Regierung Merz hat eine Wende in der Migrationspolitik versprochen. Ob sie diese Wende auch liefert und ob sie zusätzlich den Mut zu einer echten Familienpolitik aufbringt, wird über das Gesicht Deutschlands in den kommenden Jahrzehnten mitentscheiden. Die Zahlen zeigen jedenfalls: Die Zeit, die Demografie zu verdrängen, ist abgelaufen.
Kostenloses Live-Webinar
Der Great Reset fürs Geldsystem
Was sich bis 2029 an Ihrem Geld ändert und was Sie vorher tun können.

PeterHahne
ErnstWolff
Dr.Brandenburg
Prof. Dr.Polleit
MichaelMross
OutdoorChiemgau
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













