
EU-Drohnenwall: Teures Luftschloss gegen billige Bedrohungen
Die EU-BĂŒrokratie hat wieder einmal ein neues Prestigeprojekt entdeckt, das Milliarden verschlingen dĂŒrfte: Nach wiederholten russischen Luftraumverletzungen trĂ€umen neun EU-Mitgliedstaaten und die Ukraine von einem gemeinsamen "Drohnenwall". Was nach modernster Verteidigungstechnologie klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als typisches BrĂŒsseler Luftschloss.
EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius will am Freitag per Videoschaltung mit Vertretern der betroffenen Staaten ĂŒber erste VorschlĂ€ge zur StĂ€rkung der Drohnenabwehr sprechen. Dabei geht es um die acht an Russland oder die Ukraine angrenzenden EU-Mitgliedstaaten sowie DĂ€nemark und die Ukraine selbst. Die Tatsache, dass man sich nach Jahren des Konflikts erst jetzt zu einer Videokonferenz durchringt, spricht BĂ€nde ĂŒber die HandlungsfĂ€higkeit der EU in Verteidigungsfragen.
Von der Leyens Luftnummer
EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen forderte Mitte des Monats vollmundig einen europĂ€ischen "Drohnenwall". Eine "gemeinsam entwickelte, gemeinsam eingesetzte und gemeinsam aufrechterhaltene europĂ€ische Einrichtung, die in Echtzeit reagieren kann", schwebt ihr vor. Wer die Arbeitsgeschwindigkeit der EU-BĂŒrokratie kennt, dĂŒrfte bei dem Begriff "Echtzeit" nur mĂŒde lĂ€cheln.
Die RealitĂ€t sieht ernĂŒchternd aus: Vor zwei Wochen drangen zahlreiche russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein. Die NATO musste Kampfjets der neuesten Generation aufsteigen lassen, die mit teuren Lenkflugkörpern die billigen russischen Drohnen abschossen. Ein wirtschaftlicher Wahnsinn â man bekĂ€mpft Spielzeugdrohnen im Wert von wenigen hundert Euro mit Millionen teuren Hightech-Waffen.
Vage Vorstellungen statt konkreter PlÀne
Nach EU-Angaben existieren bislang nur "vage Vorstellungen" ĂŒber die Ausgestaltung des Drohnenwalls. Als möglicher erster Schritt wurde der Einsatz zusĂ€tzlicher Sensoren an der östlichen EU-AuĂengrenze genannt. Ein integriertes gemeinsames Abwehrsystem zur Drohnenabwehr dĂŒrfte "erheblich zeitaufwĂ€ndiger" sein, heiĂt es aus BrĂŒssel. Im Klartext: Man hat keine Ahnung, wie das funktionieren soll, aber Hauptsache, man redet darĂŒber.
Besonders pikant: Die Ukraine, die seit ĂŒber drei Jahren im Abwehrkampf gegen Russland steht, hat ihre FĂ€higkeiten zur kosteneffizienten AufspĂŒrung und Abwehr von Drohnen lĂ€ngst ausgebaut. WĂ€hrend die EU noch Videokonferenzen abhĂ€lt, verteidigt sich die Ukraine tĂ€glich gegen reale Bedrohungen. Vielleicht sollten die EU-BĂŒrokraten weniger reden und mehr von den Ukrainern lernen.
Deutschlands Rolle im Drohnen-Theater
WĂ€hrend die EU von einem "Drohnenwall" trĂ€umt, hat Deutschland unter der GroĂen Koalition andere PrioritĂ€ten. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur wird vermutlich eher in Radwege und Genderprojekte flieĂen als in effektive Drohnenabwehr. Die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 wurde sogar im Grundgesetz verankert â als ob das Klima auf deutsche Gesetze hören wĂŒrde.
Die zunehmende Bedrohung durch Drohnen ist real, doch statt pragmatischer Lösungen produziert die EU-Maschinerie wieder einmal heiĂe Luft. Ein "Drohnenwall" klingt beeindruckend, wird aber vermutlich genauso effektiv sein wie die meisten EU-GroĂprojekte: teuer, ineffizient und Jahre zu spĂ€t.
Was Europa wirklich brĂ€uchte, wĂ€ren schnelle, unbĂŒrokratische Lösungen und eine RĂŒckbesinnung auf traditionelle VerteidigungsfĂ€higkeiten. Stattdessen verliert man sich in Videokonferenzen und AbsichtserklĂ€rungen, wĂ€hrend die Bedrohungen tĂ€glich zunehmen. Der "Drohnenwall" droht zum nĂ€chsten Milliardengrab zu werden â finanziert vom deutschen Steuerzahler, der sich gleichzeitig gegen die explodierende KriminalitĂ€t im eigenen Land nicht mehr sicher fĂŒhlen kann.
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