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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
07:43 Uhr

Eskalation im Persischen Golf: Tanker-Explosionen treiben Ölpreis Richtung 100 Dollar

Was sich in den vergangenen Stunden im Persischen Golf abgespielt hat, liest sich wie das Drehbuch eines Kriegsfilms – nur dass die Konsequenzen für die Weltwirtschaft und jeden einzelnen Bürger an der Tankstelle bitterernst sind. Zwei Öltanker wurden in irakischen Gewässern durch sogenannte „Sprengstoffboote" attackiert und stehen in Flammen. Der Irak hat daraufhin den Betrieb an seinen Ölhäfen eingestellt. Der Ölpreis schoss in die Höhe – WTI kletterte über 91 Dollar, ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber den Tiefständen des Vortages. Brent notierte zeitweise bei über 92 Dollar.

Angriff auf die Lebensadern der Weltwirtschaft

Die beiden getroffenen Tanker – die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende SAFESEA VISHNU und die maltesische ZEFYROS – transportierten Naphtha und Kondensat, beides hochentzündliche Stoffe. Der Angriff ereignete sich im Wartebereich nahe der Khor-Abdullah-Wasserstraße, etwa elf Meilen vom Exporthafen entfernt. 25 Besatzungsmitglieder konnten evakuiert werden, doch die Brände wüteten auf beiden Schiffen weiter. Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt.

Besonders brisant: Die US-Marine hatte zuvor bereits erklärt, es sei „zu gefährlich", Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. So viel zum Thema Sicherheit der internationalen Schifffahrtswege – ein Versprechen, das Präsident Trump erst kurz zuvor gegeben hatte, als er Ölunternehmen aufforderte, die Meerenge weiterhin zu nutzen.

Operation „Epic Fury" – Tag 12 eines Konflikts ohne Ausweg

Die Tanker-Explosionen sind nur die jüngste Eskalationsstufe in einem Konflikt, der bereits seit zwölf Tagen tobt. Die gemeinsame amerikanisch-israelische Operation gegen den Iran hat nach Angaben des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth am Mittwoch ihre intensivste Phase erreicht. „Die meisten Kampfflugzeuge, die meisten Bomber, die meisten Angriffe", verkündete Hegseth. B-52-Bomber seien gegen iranische Raketenstellungen und Kommandozentralen eingesetzt worden.

Die Zahlen sind erschütternd: Mehr als 1.200 Menschen sollen nach Angaben des Iranischen Roten Halbmonds durch amerikanische und israelische Angriffe im Iran getötet worden sein. Menschenrechtsorganisationen sprechen von über 1.000 zivilen Opfern. Auf israelischer Seite kamen 13 Menschen durch iranische Vergeltungsschläge ums Leben. 140 US-Soldaten wurden verwundet, die meisten davon leicht.

Hisbollah feuert größte Raketensalve seit Beginn der Feindseligkeiten

Als wäre die Lage nicht bereits explosiv genug, eröffnete die Hisbollah am Mittwochabend ein beispielloses Feuer auf Nordisrael. Mindestens 150 Raketen und Drohnen prasselten auf israelisches Gebiet nieder – die größte Attacke seit der Intensivierung der Kampfhandlungen. Hunderttausende Israelis mussten in Schutzräume flüchten. Die Terrororganisation handelte offenbar koordiniert mit dem Iran, dessen Revolutionsgarden zeitgleich Raketen auf zentrale, nördliche und südliche Regionen Israels abfeuerten.

Ölmarkt im Ausnahmezustand – IEA plant historische Notfreigabe

Die Internationale Energieagentur (IEA) reagierte mit einer Maßnahme, die in ihrer Geschichte beispiellos ist: Eine koordinierte Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den strategischen Ölreserven der Mitgliedsstaaten – deutlich mehr als nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022. Allein die USA kündigten die Freigabe von 172 Millionen Barrel aus ihrer strategischen Petroleumreserve an. Doch der Markt ließ sich davon nur kurzzeitig beeindrucken. Nach einem kurzen Rücksetzer schossen die Preise erneut in die Höhe.

Und genau hier liegt das Problem, das Analysten seit Tagen umtreibt: Strategische Reserven sind endlich. Sie können kurzfristig Linderung verschaffen, aber keine strukturelle Angebotsverknappung kompensieren. Die Beratungsfirma Wood Mackenzie warnte bereits vor Ölpreisen von über 150 Dollar pro Barrel, sollte die Krise andauern. UBS-Analysten skizzierten drei Szenarien – vom schnellen Waffenstillstand bis zur monatelangen Eskalation – wobei selbst im optimistischsten Fall Brent bei 80 Dollar verharren dürfte.

Trumps „Mission Almost Accomplished"

Präsident Trump erklärte unterdessen in einem fünfminütigen Telefonat, der Krieg werde „bald" enden, da es „praktisch nichts mehr zu bombardieren" gebe. „Jedes Mal, wenn ich will, dass es endet, wird es enden", so der Präsident. Gleichzeitig kündigten amerikanische und israelische Offizielle mindestens zwei weitere Wochen an Luftschlägen an. Israels Verteidigungsminister Israel Katz stellte klar, die Kämpfe würden „ohne zeitliche Begrenzung" fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht seien. Ein Widerspruch, der an die berüchtigte „Mission Accomplished"-Erklärung aus dem Irakkrieg 2003 erinnert.

Die iranische Seite zeigte sich ebenfalls wenig kompromissbereit. Präsident Masoud Pezeshkian forderte nach Gesprächen mit den Staatschefs Russlands und Pakistans Reparationszahlungen und internationale Garantien gegen künftige Aggressionen als Voraussetzung für ein Kriegsende. Der IRGC-Sprecher Ebrahim Zolfighari warnte gar: „Wenn sie sich einen Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel leisten können, sollen sie dieses Spiel weiterspielen."

Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft

Im Zentrum des Konflikts steht die Straße von Hormus, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt. Der Iran begann mit der Verminung dieser strategischen Wasserstraße – trotz ausdrücklicher Warnungen Trumps. Die US-Streitkräfte reagierten mit der Zerstörung von 16 iranischen Minenlegern. Drei Handelsschiffe wurden dennoch von Projektilen getroffen. Die Tatsache, dass die US-Marine einräumte, für Konvoi-Eskorten nicht bereit zu sein, offenbart die prekäre Lage in erschreckender Deutlichkeit.

Auch die Golfstaaten sind unmittelbar betroffen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten fingen Luftabwehrsysteme iranische Raketen und Drohnen ab. Zwei Drohnen schlugen in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ein und verletzten vier Menschen. Eine Raffinerie musste nach Drohnenschäden abgeschaltet werden. Katar stellte seine LNG-Lieferungen ein, was die globale Gasversorgung zusätzlich unter Druck setzt.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Für Deutschland, dessen Energieversorgung nach dem selbstverschuldeten Ausstieg aus der Kernenergie ohnehin auf tönernen Füßen steht, könnte diese Krise zum perfekten Sturm werden. Die europäischen Gaspreise (TTF) könnten laut Analysten auf bis zu 80 Euro pro Megawattstunde steigen – ein Niveau, das Industrie und Verbraucher gleichermaßen hart treffen würde. Reuters zitierte bereits europäische Stimmen, die den Atomausstieg als „strategischen Fehler" bezeichneten. Eine Erkenntnis, die in Deutschland freilich zu spät kommt.

Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das ohnehin ambitionierte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird durch explodierende Energiekosten noch teurer. Die Inflation, die man gerade erst einzudämmen glaubte, droht durch die Ölpreisrallye erneut anzuziehen. Und die deutschen Bürger? Sie werden einmal mehr die Zeche zahlen – an der Zapfsäule, bei der Heizkostenabrechnung und beim täglichen Einkauf.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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