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05.03.2026
06:01 Uhr

Eskalation im Persischen Golf: Iran rüstet sich für „langanhaltenden Krieg" – Tanker vor Kuwait explodiert

Was die Trump-Administration als „begrenzten Militärschlag" verkaufte, entwickelt sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu einem Flächenbrand im gesamten Nahen Osten. Am fünften Tag der unter dem Codenamen „Operation Epic Furry" laufenden US-Offensive gegen den Iran mehren sich die Zeichen, dass dieser Konflikt weit über das hinausgehen könnte, was Washington der Öffentlichkeit weismachen will. Die Parallelen zum Irak-Desaster von 2003 sind dabei so offensichtlich, dass sie selbst dem politisch unbedarftesten Beobachter ins Auge springen müssten.

Explosion vor Kuwait erschüttert die Energiemärkte

Eine „gewaltige Explosion" auf einem Tanker rund 30 Seemeilen südöstlich von Mubarak Al Kabeer vor der kuwaitischen Küste hat die ohnehin angespannte Lage im Persischen Golf weiter verschärft. Das Schiff, das in der strategisch bedeutsamen Khor-al-Zubair-Leichterzone vor Anker lag – einem neuralgischen Punkt für den Export irakischen Schweröls –, wurde schwer beschädigt. Der Rumpf ist leck geschlagen, Öl strömt in den Golf. Die Besatzung konnte sich zwar in Sicherheit bringen, doch die ökologischen Folgen könnten verheerend sein. Ein kleines Schnellboot wurde beobachtet, das mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort flüchtete. Bislang hat sich niemand zu dem Angriff bekannt.

Mindestens zehn Tanker sollen in oder nahe der Straße von Hormus bereits in Flammen stehen. Ein Kamikaze-Drohnenboot traf einen russischen Schattenflotten-LNG-Tanker im Mittelmeer, und ein iranisches Schiff sank vor der Küste Sri Lankas – lokale Behörden sprechen von einem U-Boot-Angriff. Die globalen Energierouten befinden sich im Ausnahmezustand.

Hegseth verspricht Sieg – doch die Geschichte mahnt

Pentagon-Chef Pete Hegseth verkündete vollmundig, die USA seien „am Gewinnen" und stellte einen Zeitrahmen von bis zu acht Wochen in Aussicht. Präsident Trump selbst hatte zuvor vier bis fünf Wochen als ausreichend erachtet. Wer sich an die markigen Worte von Donald Rumsfeld im Jahr 2002 erinnert – „Fünf Tage oder fünf Wochen oder fünf Monate, aber sicher nicht länger" –, der weiß, wie wenig solche Prognosen wert sind. Aus dem Irak-Abenteuer wurden bekanntlich zwanzig Jahre blutiger Besatzung.

Die iranischen Staatsmedien berichten bereits von mindestens 1.045 Todesopfern durch US-israelische Luftangriffe. Auf amerikanischer Seite seien mindestens sechs Soldaten gefallen, mehrere weitere schwer verwundet – wobei das US-Zentralkommando CENTCOM mit aktuellen Verlustmeldungen auffällig zurückhaltend agiert. Man kennt dieses Muster.

Irans Vergeltung trifft empfindliche Infrastruktur

Besonders alarmierend sind Berichte der New York Times, die anhand von Satellitenbildern nachweisen konnte, dass iranische Gegenschläge die hochsensible Radar- und Kommunikationsinfrastruktur der USA rund um den Persischen Golf systematisch dezimieren. Auf mindestens sieben US-Militärstützpunkten in Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten seien Strukturen beschädigt worden, die zur Verfolgung ballistischer Raketen, zur Satellitenkommunikation und zum Schutz sensibler Ausrüstung dienen. Iran hat offenbar gezielt die Fähigkeit der US-Streitkräfte ins Visier genommen, zu kommunizieren und ihre Operationen zu koordinieren.

Darüber hinaus soll ein mutmaßlicher iranischer Drohnenangriff die CIA-Station innerhalb des US-Botschaftsgeländes in Riad getroffen haben. Während amerikanische und saudische Offizielle bestätigten, dass zwei Drohnen das Botschaftsgelände trafen, wurde die Tatsache, dass die CIA-Einrichtung unter den Zielen war, nicht öffentlich eingeräumt. Ein bemerkenswertes Schweigen.

NATO am Rande der Verwicklung

Die vielleicht bedrohlichste Entwicklung des Tages: Die Türkei bestätigte, dass eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete von NATO-Luftabwehrsystemen über dem östlichen Mittelmeer abgefangen und zerstört wurde, bevor sie den türkischen Luftraum erreichte. Trümmerteile fielen nahe der Stadt Dörtyol nieder, Verletzte gab es keine. Ankara warnte unmissverständlich: Man behalte sich das Recht vor, auf jede feindliche Handlung gegen das eigene Territorium zu reagieren.

Die Brisanz dieser Entwicklung kann kaum überschätzt werden. Auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik lagern US-Atomwaffen. Sollte die Türkei Artikel 5 des NATO-Vertrags aktivieren – den Bündnisfall –, stünde Europa plötzlich mitten in einem Krieg, den es weder gewollt noch mitentschieden hat. Pentagon-Chef Hegseth wischte Bedenken bezüglich Artikel 5 allerdings beiseite. NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor erklärt, das Bündnis werde sich nicht beteiligen. Doch wie lange hält diese Position, wenn iranische Raketen über NATO-Territorium fliegen?

Regionale Kettenreaktion außer Kontrolle

Der Konflikt metastasiert in atemberaubendem Tempo. Katar meldete den Abschuss von zehn Drohnen und zwei Marschflugkörpern iranischen Ursprungs. Die Vereinigten Arabischen Emirate fingen nach eigenen Angaben drei Raketen und 121 Drohnen ab. Im Libanon haben sich nach intensivierten israelischen Luftangriffen – Beirut wird erneut von israelischen Jets bombardiert – bereits 65.000 Menschen in Notunterkünften registriert. Israel und die Hisbollah befinden sich im südlichen Libanon in einem Bodenkrieg.

Unterdessen planen die Huthis im Jemen offenbar Drohnenangriffe auf vitale Ziele in Saudi-Arabien, weshalb die Sicherheitsvorkehrungen um König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman verschärft wurden. Iran drohte zudem, israelische Botschaften weltweit anzugreifen, sollte seine eigene Botschaft getroffen werden. Und Irans Präsident Masoud Pezeshkian erklärte in einer Botschaft an befreundete Nachbarstaaten, man habe alles versucht, den Krieg diplomatisch abzuwenden – doch der „amerikanisch-zionistische Militärangriff" lasse keine andere Wahl als die Selbstverteidigung.

Geheimdienstkontakte und gescheiterte Diplomatie

Ein verwirrendes Hin und Her prägte den Tag auch auf diplomatischer Ebene. Die New York Times berichtete, Irans Geheimdienst habe bereits einen Tag nach Beginn der Angriffe über Mittelsmänner Kontakt zur CIA aufgenommen, um über eine Beendigung des Konflikts zu sprechen. Iran dementierte dies umgehend über die halboffizielle Nachrichtenagentur Tasnim. Das Weiße Haus erklärte auf Anfrage Netanjahus – der nach Hinweisen israelischer Geheimdienste auf mögliche Geheimgespräche nachgefragt hatte –, es gebe keinerlei Verhandlungen, man habe iranische Botschaften über regionale Vermittler schlicht ignoriert.

Angesichts der erklärten US-Ziele eines vollständigen Regimewechsels in Teheran wäre ein Einlenken zu diesem Zeitpunkt aus Washingtoner Sicht auch kaum denkbar, ohne als Niederlage gewertet zu werden. Berichte deuten darauf hin, dass CIA und israelische Geheimdienste bereits an einem Plan arbeiten, die kurdische Minderheit im Iran zu bewaffnen und einen Bürgerkrieg nach syrischem oder libyschem Vorbild zu entfachen – eine Strategie der ethnischen Spaltung, die in der Vergangenheit stets in Chaos und Leid mündete.

Die wirtschaftlichen Folgen – und was sie für Deutschland bedeuten

Russlands Präsident Putin wies bereits darauf hin, dass die Öl- und Gaspreise infolge der Nahostkrise steigen. Israels Finanzministerium schätzt die wirtschaftlichen Schäden des Krieges auf rund neun Milliarden Schekel – umgerechnet 2,9 Milliarden Dollar – pro Woche. Über 20.000 Flüge in der Region wurden gestrichen. Die USA haben Botschaften in drei Ländern geschlossen und eine verspätete Evakuierung amerikanischer Staatsbürger eingeleitet.

Für Deutschland und Europa sind die Konsequenzen unmittelbar spürbar. Steigende Energiepreise treffen eine ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft, die unter den Folgen verfehlter Energiepolitik, explodierender Bürokratie und dem 500-Milliarden-Schuldenberg der neuen Großen Koalition ächzt. Dass die Bundesregierung unter Friedrich Merz zu diesem eskalierenden Konflikt bislang bemerkenswert still bleibt, wirft Fragen auf. Wo bleibt die diplomatische Initiative? Wo die Sorge um die Energieversorgung der eigenen Bürger?

Trumps eigene Worte sprechen dabei Bände: Sollten die Lebenshaltungskosten der Amerikaner durch die Bombardierung des Iran steigen, sei das „den Preis wert, weil Israel sicher ist". Eine Aussage, die in ihrer Offenheit erschüttert – und die Frage aufwirft, wessen Interessen hier eigentlich bedient werden.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten wie diesen, da geopolitische Verwerfungen die Weltwirtschaft erschüttern, brennende Tanker die Energierouten blockieren und die Gefahr eines ausgewachsenen Regionalkriegs mit jedem Tag wächst, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben in jeder Krise der Menschheitsgeschichte ihren Wert bewiesen – ob im Ersten Weltkrieg, in der Ölkrise der 1970er Jahre oder während der Finanzkrise 2008. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen diversifiziert, schützt sich nicht nur gegen Inflation und Währungsverfall, sondern auch gegen die unberechenbaren Folgen einer Weltpolitik, die zunehmend außer Kontrolle gerät.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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