
Eskalation im Nahen Osten: Goldman Sachs warnt vor globalem Terror-Flächenbrand
Während die Welt gebannt auf die explodierenden Ölpreise starrt – der WTI-Rohölfutures schoss am Sonntagabend auf bis zu 111 Dollar pro Barrel –, zeichnet sich hinter den Kulissen ein weitaus bedrohlicheres Szenario ab. Die Straße von Hormus, jene maritime Lebensader des globalen Energiehandels, befindet sich bereits in der zweiten Woche ihrer faktischen Blockade. Doch was Goldman Sachs' Geopolitik-Chef Jared Cohen den Investoren am Wochenende mitteilte, dürfte selbst hartgesottene Marktbeobachter das Fürchten lehren.
Die unsichtbare Armee der Revolutionsgarden
Cohen, der als Präsident für Globale Angelegenheiten und Co-Leiter des Goldman Sachs Global Institute fungiert, warnte auf einer Investoren-Telefonkonferenz eindringlich vor den weitverzweigten Netzwerken der Islamischen Revolutionsgarden. Diese unterhielten operative Zellen in zahlreichen Schwellenländern – vom Dreiländereck in Lateinamerika über Westafrika bis nach Europa. Die Bedrohungsszenarien, die Cohen skizzierte, lesen sich wie ein Drehbuch für den schlimmsten Fall: Anschläge auf Botschaften, Konsulate oder Kulturzentren in mindestens zwölf Ländern, die bereits ins Visier genommen worden seien. Cyberangriffe von erheblichem Ausmaß. Die Verminung der Straße von Hormus. Sabotage an Unterseekabeln, durch die 80 Prozent des Internet-Datenverkehrs zwischen Europa und Asien fließen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein hochrangiger Vertreter einer der mächtigsten Investmentbanken der Welt spricht offen davon, dass die Houthis im Roten Meer bislang noch gar nicht aktiv geworden seien – als warte dort eine weitere Eskalationsstufe nur darauf, gezündet zu werden.
Ölpreis im dreistelligen Bereich – und kein Ende in Sicht
Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Energiemärkte sind bereits verheerend. JPMorgan-Analysten beobachten laut Berichten mit wachsender Sorge das Risiko, dass die Ausfälle bei der Golfstaaten-Ölproduktion bis Ende nächster Woche vier Millionen Barrel pro Tag übersteigen könnten. Vier Millionen Barrel – das entspricht ungefähr der gesamten Tagesproduktion des Irak. Die Frage, die sich an den Energiehandelsdesks stellt, ist brisant: Wird dieser Energieschock Präsident Trump dazu zwingen, die „Operation Epic Fury" zurückzufahren?
Schwer vorstellbar. Das U.S. Central Command verkündete am Wochenende über die Plattform X, dass die Operation von hier aus nur noch beschleunigt werde. Gleichzeitig deuten Analysten der Bank of America auf eine mögliche Deeskalation im März hin – nicht etwa aus strategischer Einsicht, sondern weil Trumps Zustimmungswerte in Wirtschaftsfragen auf 40 Prozent und bei der Inflation auf magere 36 Prozent abgesackt seien.
Europas verwundbare Flanke
Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sind Cohens Warnungen von besonderer Brisanz. Die Abhängigkeit des Kontinents von funktionierenden Unterseekabeln und stabilen Energielieferketten ist enorm. Sollten tatsächlich Sabotageakte gegen die digitale Infrastruktur oder weitere Blockaden der Handelsrouten erfolgen, träfe dies eine ohnehin angeschlagene europäische Wirtschaft ins Mark. Deutschland, das sich unter der neuen Großen Koalition gerade mühsam aus der wirtschaftlichen Stagnation zu befreien versucht, wäre von einem solchen Szenario besonders hart betroffen.
Die Ironie der Geschichte: Während man in Berlin jahrelang die Energiewende als Allheilmittel pries und traditionelle Energiequellen verteufelte, zeigt sich nun einmal mehr, wie verwundbar eine Volkswirtschaft ist, die ihre Energieversorgung ideologisch statt pragmatisch gestaltet hat. Ein Ölpreis jenseits der 100-Dollar-Marke wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die bereits grassierende Inflation – und das geplante 500-Milliarden-Sondervermögen der Bundesregierung dürfte unter diesen Umständen noch schneller verpuffen als befürchtet.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen dieses Ausmaßes zeigt sich einmal mehr die zeitlose Stärke physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte nervös zucken, Anleiherenditen wild schwanken und Währungen unter Druck geraten, erweist sich Gold traditionell als verlässlicher Wertspeicher. Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten, gepaart mit der Gefahr eines globalen Spillover-Effekts, unterstreicht nachdrücklich, warum eine Beimischung physischer Edelmetalle in jedem breit gestreuten Portfolio nicht nur sinnvoll, sondern geradezu geboten erscheint. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Schocks absichern möchte, findet in Gold und Silber jene Stabilität, die Papierwerte in Krisenzeiten schlicht nicht bieten können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen. Anlageentscheidungen erfolgen stets auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.

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