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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
07:46 Uhr

Eskalation am Golf: Droht Europa durch den Iran-Konflikt ein neuer Zinsschock?

Was viele Beobachter seit Monaten befürchtet haben, scheint nun bittere Realität zu werden: Der seit Ende Februar eskalierende Konflikt rund um den Iran treibt die Ölpreise in schwindelerregende Höhen – und mit ihnen das Gespenst einer neuen Inflationswelle, die Europa in seinen Grundfesten erschüttern könnte. An den Finanzmärkten brodelt es bereits. Händler spekulieren offen darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon im Sommer gezwungen sein könnte, die Zinsen wieder anzuheben. Ein Szenario, das für Millionen europäischer Bürger – insbesondere Immobilienbesitzer und Kreditnehmer – verheerende Folgen hätte.

Das Trauma von 2022 sitzt tief

Die Parallelen sind frappierend und zugleich beunruhigend. Als Russland im Februar 2022 in die Ukraine einmarschierte, löste der darauffolgende Energieschock eine Inflationsspirale aus, die Europa völlig unvorbereitet traf. Die EZB stand damals massiv in der Kritik – zu spät, zu zögerlich, zu naiv habe sie auf die explodierenden Verbraucherpreise reagiert. Dieses institutionelle Versagen hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Währungshüter eingebrannt.

„Das ist ein Trauma, das bei einigen Zentralbankern noch immer präsent ist, daher können wir es nicht ignorieren", erklärte Frederik Ducrozet vom Vermögensverwalter Pictet Wealth Management. Gedrosselte Fördermengen wichtiger Ölproduzenten und wachsende Ängste vor anhaltenden Lieferengpässen heizen die Nervosität an den Märkten zusätzlich an. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann die EZB handeln wird.

März bleibt ruhig – doch der Sommer könnte es in sich haben

Beim nächsten Zinsentscheid am 19. März dürften die Frankfurter Währungshüter nach Einschätzung der meisten Experten noch stillhalten. Der Einlagensatz liegt derzeit bei 2,00 Prozent – exakt in der Mitte des von der EZB als neutral erachteten Korridors zwischen 1,75 und 2,25 Prozent. Doch diese vermeintliche Ruhe könnte trügerisch sein.

Die Deutsche Bank Research gibt sich zwar noch verhalten optimistisch und prognostiziert eine erste Anhebung um 25 Basispunkte erst ab Mitte 2027. Robin Winkler, Chefvolkswirt Deutschland bei der Deutschen Bank, betonte, man gehe nicht davon aus, dass die EZB ihre Politik überstürzt anpassen werde. Die tatsächlichen Auswirkungen auf Inflation und Wirtschaft hingen stark von der Dauer des Konflikts ab. Doch genau hier liegt das Problem: Wer kann heute seriös vorhersagen, wie lange dieser Konflikt andauern wird?

Lagarde setzt auf „Flexibilität" – was auch immer das heißen mag

EZB-Chefin Christine Lagarde verwies zuletzt gebetsmühlenartig auf die „geldpolitische Flexibilität" der Notenbank. Man werde Entscheidungen „auf Grundlage aller verfügbaren, analysierbaren und sorgfältig zu prüfenden Daten" treffen. Klingt beruhigend. Klingt professionell. Klingt aber auch verdächtig nach genau jener Beschwichtigungsrhetorik, die Europa schon 2022 teuer zu stehen kam.

Deutlich klarer positionierten sich hingegen Bundesbankchef Joachim Nagel und EZB-Direktorin Isabel Schnabel. Beide gaben die unmissverständliche Devise aus: Die EZB müsse wachsam bleiben. Sollte sich das Inflationsbild substanziell ändern, sei man in einer guten Lage, um darauf zu reagieren, so Nagel. Man darf gespannt sein, ob diese Wachsamkeit diesmal mehr ist als nur ein Lippenbekenntnis.

Energiepreise als Brandbeschleuniger der Inflation

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane warnte jüngst in der Financial Times vor den Konsequenzen eines anhaltenden Ölpreisanstiegs. Ein solcher übe „tendenziell Inflationsdruck aus, insbesondere kurzfristig", und könne sich zudem negativ auf die Konjunktur auswirken. Lane verwies auf interne Analysen der Notenbank, denen zufolge ein längerer Krieg zu einem „deutlichen Anstieg" der energiepreisbedingten Inflation und einem „starken Rückgang" der Wirtschaftsleistung führen würde – insbesondere dann, wenn es zu einem dauerhaften Rückgang der Energielieferungen aus der Region käme.

Marco Brancolini vom Finanzdienstleister Nomura brachte die Stimmung auf den Punkt: „2022 hat die EZB zu lange gezögert, da sie ein Jahrzehnt der Deflation hinter sich hatte." Nun werde der EZB-Rat deutlich weniger Geduld aufbringen, da er eine Wiederholung der damaligen Ereignisse unbedingt vermeiden wolle.

Europa zahlt den Preis geopolitischer Naivität

Was sich hier abzeichnet, ist mehr als nur ein konjunkturelles Risiko. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger energiepolitischer Abhängigkeit, die Europa – und insbesondere Deutschland – sehenden Auges in Kauf genommen hat. Statt auf eine diversifizierte, souveräne Energieversorgung zu setzen, hat man sich von geopolitischen Krisenherden abhängig gemacht. Erst Russland, nun der Nahe Osten. Die ideologisch getriebene Energiewende der vergangenen Jahre hat diese Verwundbarkeit nicht etwa verringert, sondern in vielen Bereichen sogar verschärft.

Für den deutschen Bürger bedeutet ein möglicher Zinsanstieg nichts Geringeres als eine weitere Belastung in ohnehin schwierigen Zeiten. Höhere Kreditkosten, steigende Lebenshaltungskosten, eine schwächelnde Wirtschaft – und eine Bundesregierung, die mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Schuldenlast künftiger Generationen bereits auf ein historisches Niveau getrieben hat. Sollte die EZB tatsächlich die Zinsen erhöhen, würde dies die Finanzierungskosten dieses schuldenfinanzierten Infrastrukturpakets zusätzlich in die Höhe treiben. Ein Teufelskreis, der sich mit jedem Basispunkt weiter zuspitzt.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

In einem solchen Umfeld geopolitischer Unsicherheit, drohender Inflation und geldpolitischer Unwägbarkeiten erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Papierwerte schwanken und Zentralbanken zwischen Handlungsunfähigkeit und Aktionismus pendeln, bieten Gold und Silber jenen Schutz, den kein Notenbankversprechen der Welt ersetzen kann. Wer sein Portfolio klug diversifizieren möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen unabhängigen Finanzberater.

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