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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
14:21 Uhr

Epstein-Affäre: Fünf Stunden Kreuzverhör im Kongress – und kein einziger Angeklagter

Was sich am Mittwoch im US-Kongress abspielte, war ein politisches Schauspiel erster Güte – und zugleich ein Armutszeugnis für die amerikanische Justiz. US-Justizministerin Pam Bondi, enge Vertraute von Präsident Donald Trump, musste sich fünf geschlagene Stunden lang den bohrenden Fragen des Justizausschusses im Repräsentantenhaus stellen. Das Thema: die Causa Jeffrey Epstein, jenes dunkle Kapitel amerikanischer Machtstrukturen, das seit Jahren wie ein Geschwür am Körper der politischen Elite schwelt.

Überlebende im Saal – und eine Ministerin, die wegschaut

Die Szenerie hätte kaum symbolträchtiger sein können. Während Bondi am Zeugentisch Platz nahm, saßen im Publikum Überlebende des Epstein-Netzwerks. Sie trugen T-Shirts, die gegen die massiven Schwärzungen in den veröffentlichten Akten protestierten. Mehrfach wurden sie von Abgeordneten erwähnt, direkt angesprochen, ins Rampenlicht gerückt. Bondis Reaktion? Demonstratives Ignorieren. Stattdessen forderte die Justizministerin, man möge doch lieber über die angeblich großartigen Erfolge der Trump-Präsidentschaft sprechen. Eine bemerkenswerte Prioritätensetzung, wenn man bedenkt, dass es um eines der größten Missbrauchsnetzwerke der jüngeren Geschichte geht.

Der demokratische Abgeordnete Jerry Nadler aus New York stellte die entscheidende Frage – kurz, präzise, vernichtend: „Wie viele von Epsteins Mittätern haben Sie angeklagt?" Die Antwort lautete: null. Keine einzige Anklage. Nicht eine. Nadler ließ das im Raum stehen wie einen Grabstein. Bondi versuchte abzulenken, sprach von „Theater" – doch das eigentliche Theater inszenierte sie selbst.

Vorwurf des Meineids: „Sie lügen unter Eid"

Noch dramatischer wurde es, als der kalifornische Demokrat Ted Lieu das Wort ergriff. Er warf Bondi unverblümt vor, unter Eid zu lügen – konkret bezüglich der Beziehung zwischen Trump und Epstein. „Sie lügen gerade unter Eid", sagte Lieu direkt in die Kamera. Ein Vorwurf, der in seiner Schwere kaum zu überbieten ist. Bondi konterte aggressiv, wich inhaltlich jedoch aus und wiederholte gebetsmühlenartig, die Epstein-Debatte solle nur von den „großartigen Dingen" ablenken, die Trump für Amerika tue.

Gegen Jamie Raskin, den ranghöchsten Demokraten im Ausschuss, wurde Bondi persönlich. „Sie gescheiterter Anwalt – nicht einmal ein Anwalt", giftete sie. Raskin hatte ihr zuvor vorgeworfen, sich auf die Seite der Täter zu stellen und die Opfer zu ignorieren. Sein Urteil war vernichtend: „Das wird Ihr Vermächtnis sein, wenn Sie nicht schnell handeln, um den Kurs zu ändern."

Die bemerkenswerte Scheinheiligkeit der Demokraten

Man muss allerdings auch die andere Seite dieser Medaille betrachten – und hier wird es besonders interessant. Die Demokraten haben das Thema Epstein offenbar erst jetzt so richtig für sich entdeckt. Sechs Jahre nach dem höchst zweifelhaften „Selbstmord" des Sexualstraftäters in seiner Gefängniszelle. Und – welch Zufall – erst seitdem Trump wieder im Weißen Haus sitzt. Die nun diskutierten Akten waren auch unter der Biden-Administration verfügbar. Damals forderte niemand ihre Veröffentlichung. Damals interessierte sich kein demokratischer Abgeordneter für weitere Ermittlungen. Damals war Epstein offenbar kein politisch verwertbares Thema.

Diese Scheinheiligkeit ist geradezu atemberaubend. Jahrelang haben beide Seiten des politischen Spektrums in Washington die Epstein-Affäre unter den Teppich gekehrt. Bürgerjournalisten und unabhängige Rechercheure wiesen seit Jahren auf die Verstrickungen mächtiger Figuren hin – und wurden dafür als Verschwörungstheoretiker abgetan. Nun, da es politisch opportun erscheint, entdecken die Demokraten plötzlich ihr Herz für die Opfer. Man darf sich fragen, wo dieses Mitgefühl in den vergangenen Jahren geblieben war.

„Welterschütternde Namen" – doch die Schwärzungen bleiben

Die Abgeordnete Nancy Mae warnte nach der Anhörung in den Medien vor „welterschütternden Namen" aus Politik und Medien, die in den Akten verborgen seien. Eine Aussage, die das bestätigt, was kritische Beobachter seit langem vermuten: Das Epstein-Netzwerk reichte tief in die Machtzentren der westlichen Welt hinein. Doch genau diese Namen bleiben hinter dicken schwarzen Balken verborgen.

Für Trump entwickelt sich die Causa zunehmend zum politischen Supergau. Der Geist ist aus der Flasche, und er lässt sich offenbar nicht mehr einfangen. Dennoch stellt sich der Präsident demonstrativ hinter seine Justizministerin. Ob diese Loyalität klug ist, darf bezweifelt werden. Denn die Frage, warum eine Administration, die mit dem Versprechen der Transparenz angetreten ist, ausgerechnet bei den Epstein-Akten mauert, wird mit jedem Tag lauter.

Die Anhörung endete, wie sie begonnen hatte: ohne neue Enthüllungen, ohne Zusagen zu Anklagen, ohne greifbare Ergebnisse. Fünf Stunden Wut, Ausweichen und persönliche Angriffe – weit entfernt von jener sachlichen Aufklärung, die die Opfer verdient hätten. Es bleibt der bittere Nachgeschmack, dass in Washington die Mächtigen einander schützen, unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Und dass die Wahrheit über eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte womöglich nie vollständig ans Licht kommen wird – weil zu viele einflussreiche Personen ein Interesse daran haben, dass genau das nicht geschieht.

Was diese Affäre einmal mehr zeigt: Vertrauen in staatliche Institutionen ist ein kostbares Gut, das durch solche Vorgänge unwiederbringlich zerstört wird. In Zeiten, in denen politische Eliten ihre eigenen Interessen über die Gerechtigkeit stellen, ist es umso wichtiger, dass Bürger wachsam bleiben und sich nicht von politischem Theater blenden lassen – egal, von welcher Seite es inszeniert wird.

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