Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
22.02.2026
12:50 Uhr

Englisch oder nichts: Trump-Regierung zwingt Trucker zu Sprachtests – und entlarvt ein System des Versagens

Englisch oder nichts: Trump-Regierung zwingt Trucker zu Sprachtests – und entlarvt ein System des Versagens

Was in einem funktionierenden Staatswesen eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird in den Vereinigten Staaten nun zur politischen Kampfansage: Wer künftig einen Lkw-Führerschein erwerben möchte, muss die Prüfung auf Englisch ablegen. Transportminister Sean Duffy verkündete die neue Regelung am vergangenen Freitag – und legte damit den Finger in eine Wunde, die jahrelang ignoriert wurde.

Straßenschilder lesen können – eine revolutionäre Idee?

Man möchte es kaum glauben, doch tatsächlich konnten Bewerber um einen sogenannten Commercial Driver's License (CDL) in nicht weniger als 19 US-Bundesstaaten ihre Prüfung in einer Fremdsprache ablegen. Und das, obwohl die bundesweiten Vorschriften der Federal Motor Carrier Safety Administration unmissverständlich verlangen, dass ein Fahrer Englisch lesen und sprechen können muss, um Verkehrsschilder zu verstehen und mit Polizeibeamten kommunizieren zu können. Ein Widerspruch, der geradezu absurd anmutet – und der unter der Biden-Administration offenbar niemanden sonderlich störte.

Die Konsequenzen dieser Nachlässigkeit sind alles andere als abstrakt. Bis Dezember 2025 wurden bereits rund 9.500 Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, weil sie bei Englisch-Überprüfungen durchfielen. Fast zehntausend Menschen also, die tonnenschwere Fahrzeuge über amerikanische Highways steuerten, ohne die grundlegendsten Verkehrszeichen lesen zu können. Man fragt sich unwillkürlich: Wie viele Unfälle hätten verhindert werden können?

Ein tödlicher Unfall als Weckruf

Dass die Trump-Regierung nun durchgreift, hat auch einen tragischen Hintergrund. Im August ereignete sich in Florida ein schwerer Unfall, bei dem drei Menschen ihr Leben verloren. Der verantwortliche Fahrer, Harjinder Singh, ein indischer Staatsbürger, soll 2018 illegal über Mexiko in die USA eingereist sein. Er hatte seine Fahrlizenzen in Kalifornien und Washington erworben – zwei Bundesstaaten, die es mit den Anforderungen offenbar nicht allzu genau nahmen. Singh soll einen illegalen U-Turn vollzogen haben, der den tödlichen Zusammenstoß verursachte.

Florida verklagte daraufhin im Oktober Kalifornien und Washington wegen deren laxer Lizenzierungspraktiken. Ein Bundesstaat verklagt einen anderen – das allein spricht Bände über den Zustand des Systems.

Fahrschulen als Potemkinsche Dörfer

Doch die Sprachproblematik ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Transportministerium deckte auf, dass mehr als 550 Fahrschulen grundlegende Sicherheitsstandards nicht erfüllen und geschlossen werden sollten. Bei über 1.400 Untersuchungen fanden Ermittler unqualifizierte Ausbilder, gefälschte Adressen, ungeeignete Fahrzeuge und gravierende Mängel in der Ausbildung – einschließlich Schulen, die Schulbusfahrer ausbildeten, ohne den Umgang mit Gefahrgut zu lehren.

Transportminister Duffy fand dafür deutliche Worte: Die Trucking-Branche habe viel zu lange wie der „Wilde Westen" funktioniert, wo alles erlaubt gewesen sei und niemand Fragen gestellt habe. Unter Präsident Trump werde nun jedes Glied in der Kette überprüft, das diese Gesetzlosigkeit auf Amerikas Straßen ermöglicht habe.

Finanzielle Konsequenzen für renitente Bundesstaaten

Besonders bemerkenswert ist die Härte, mit der die Bundesregierung gegen widerspenstige Bundesstaaten vorgeht. Kalifornien, Washington und New Mexico wurde mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht, weil sie die Englisch-Standards nicht durchsetzten. Kalifornien wurden letztlich mehr als 40 Millionen Dollar einbehalten – ein empfindlicher finanzieller Schlag, der seine Wirkung nicht verfehlen dürfte.

Darüber hinaus wurde eine neue Regel finalisiert, die den Zugang zum CDL für ausländische Staatsangehörige auf Inhaber bestimmter Visa-Kategorien beschränkt und erweiterte behördenübergreifende Überprüfungen vorschreibt. Duffy betonte, dass es unter der Biden-Regierung für Nicht-Staatsbürger paradoxerweise einfacher gewesen sei, einen Lkw-Führerschein zu erhalten als für amerikanische Bürger – da illegale Einwanderer keinen Hintergrundüberprüfungen unterzogen worden seien.

Ein Lehrstück auch für Deutschland

Was sich jenseits des Atlantiks abspielt, sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Denn die Parallelen sind unübersehbar: Auch in Deutschland werden Standards aufgeweicht, Kontrollen vernachlässigt und ideologische Rücksichtnahmen über die Sicherheit der Bürger gestellt. Während die Trump-Administration mit bemerkenswerter Konsequenz durchgreift und klare Regeln durchsetzt, diskutiert man in Berlin noch darüber, ob man überhaupt Anforderungen stellen darf, ohne jemanden zu diskriminieren.

Die amerikanische Lektion ist eindeutig: Sicherheit auf den Straßen ist kein Verhandlungsgegenstand. Wer ein tonnenschweres Fahrzeug steuert, muss die Sprache des Landes beherrschen, in dem er fährt. Das ist keine Diskriminierung – das ist gesunder Menschenverstand. Drei Tote in Florida sind der bittere Beweis dafür, was passiert, wenn man diesen Grundsatz aus falsch verstandener Toleranz opfert.

  • Themen:
  • #AFD

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen