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Kettner Edelmetalle
01.02.2026
09:10 Uhr

Eisige Kältewelle lähmt amerikanische Gasförderung – Deutsche Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen

Eisige Kältewelle lähmt amerikanische Gasförderung – Deutsche Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen

Die arktische Kälte, die derzeit weite Teile der Vereinigten Staaten fest im Griff hat, entwickelt sich zu einem handfesten Problem für die europäische Energieversorgung. Was auf den ersten Blick wie ein lokales Wetterphänomen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Dominoeffekt mit weitreichenden Konsequenzen für den deutschen Geldbeutel. Denn wenn in Texas die Temperaturen unter den Gefrierpunkt stürzen, zahlen wir hier die Zeche.

Milliardenausfälle durch eingefrorene Infrastruktur

Das Permian Basin, eines der produktivsten Fördergebiete der Welt, kämpft derzeit mit massiven Produktionseinbrüchen. Ventile frieren ein, Messstrecken versagen, Sammelleitungen kapitulieren vor der eisigen Kälte. Der renommierte Energie-Datenanbieter Wood Mackenzie beziffert die aktuellen Ausfälle bereits auf rund drei Milliarden Kubikfuß pro Tag – eine gewaltige Menge, die dem Markt schlichtweg fehlt.

Doch das könnte erst der Anfang sein. Analysten rechnen für die kommenden Tage mit einer weiteren Verschärfung der Situation. Die Prognosen schwanken zwischen 8,5 und 20,4 Milliarden Kubikfuß täglicher Ausfälle, abhängig davon, wie lange der Frost anhält und wie tief die Temperaturen noch sinken werden. Diese enorme Spannweite verdeutlicht die Unberechenbarkeit der Lage und erklärt die wachsende Nervosität an den internationalen Energiemärkten.

Warum amerikanisches Schiefergas besonders anfällig ist

Die sogenannten Freeze-offs entstehen nicht etwa durch simples Einfrieren von Rohren, wie man vielleicht vermuten könnte. Der Prozess ist weitaus komplexer und tückischer. Wenn Gas unter hohem Druck aus dem Bohrloch in Leitungen mit geringerem Druck strömt, kühlt es schlagartig ab. Enthält dieses Gas Feuchtigkeit – und amerikanisches Schiefergas ist am Bohrloch oft ausgesprochen feucht – bilden sich Methanhydrate. Diese eisähnlichen Kristalle setzen Armaturen von innen zu und zwingen Betreiber dazu, die Förderung zu drosseln, um Beschädigungen an der empfindlichen Infrastruktur zu vermeiden.

Die Preisspirale dreht sich bereits

Die Märkte reagieren, wie so oft, schneller als jede physische Lieferung. Am amerikanischen Handelsplatz Henry Hub kletterte der Erdgaspreis auf über sechs US-Dollar je MMBtu – der höchste Stand seit Ende 2022. Für Deutschland ist dieser Preissprung von unmittelbarer Bedeutung, denn seit dem Wegfall russischer Pipeline-Lieferungen ist Europa in hohem Maße von amerikanischem Flüssiggas abhängig geworden.

An der europäischen Leitbörse TTF überschritt der Erdgaspreis zuletzt die Marke von 40 Euro je Megawattstunde. Eine Entwicklung, die den ohnehin angespannten Kostendruck für deutsche Haushalte und Unternehmen weiter verschärft. Europa zahlt mittlerweile sogar zeitweise Prämien gegenüber asiatischen Abnehmern, um LNG-Tanker auf die Route über den Atlantik umzulenken.

Europas Speicher besorgniserregend leer

Die Ausgangslage könnte kaum ungünstiger sein. Die europäischen Gasspeicher sind nach Angaben von AGSI/GIE nur noch zu knapp 46 Prozent gefüllt, während der Fünfjahresdurchschnitt bei 61 Prozent liegt. Dieser deutliche Rückstand bedeutet nicht nur weniger Reserven, sondern auch eine geringere Entnahmerate bei sinkendem Lagerdruck. Ein Teufelskreis, der sich bei anhaltender Kälte weiter verschärfen dürfte.

Die Quittung für eine verfehlte Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist letztlich die Konsequenz einer Energiepolitik, die Deutschland in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat. Der überstürzte Ausstieg aus der Kernenergie, die ideologisch motivierte Verteufelung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Versorgungssicherheit – all das rächt sich nun bitter. Statt auf eine diversifizierte und resiliente Energieversorgung zu setzen, hat man sich in die Arme amerikanischer LNG-Lieferanten geworfen und ist nun deren Wetterkapriolen ausgeliefert.

Die Zeitachse verschärft die Problematik zusätzlich. Eine Atlantikpassage dauert rund zwei Wochen. Eine Störung in Texas wirkt also mit erheblicher Verzögerung in Europa – und könnte ungünstig mit einer späten Kältephase in Deutschland zusammenfallen. Dann trifft höhere Nachfrage auf eingeschränkte Nachlieferung, und der Preis bekommt zusätzlichen Schub nach oben.

Spekulation heizt die Preise weiter an

Als wäre die fundamentale Lage nicht schon angespannt genug, verstärken spekulative Bewegungen die Preisdynamik zusätzlich. Die Investmentbank ING verwies kürzlich auf große Short-Positionen von rund 77.000 Kontrakten, die bei steigenden Preisen eingedeckt werden müssen. Solche Rückkäufe erhöhen den Aufwärtsdruck und machen Preisausschläge noch steiler.

Die deutschen Verbraucher werden diese Entwicklung schon bald auf ihren Energierechnungen zu spüren bekommen. Während die Politik weiterhin von der Energiewende träumt und Milliarden in fragwürdige Klimaprojekte pumpt, kämpfen immer mehr Bürger mit explodierenden Heizkosten. Eine Situation, die einmal mehr zeigt, wie dringend Deutschland eine Energiepolitik braucht, die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit wieder in den Mittelpunkt stellt – statt ideologischen Luftschlössern nachzujagen.

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