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05.05.2026
16:36 Uhr

Ein Jahr Merz-Regierung: Die ernüchternde Bilanz einer Koalition im Dauerstreit

Ein Jahr Merz-Regierung: Die ernüchternde Bilanz einer Koalition im Dauerstreit

Wenn ein Bundeskanzler nach zwölf Monaten im Amt selbst von seinem eigenen Fraktionschef hören muss, dass die Erfolge im „öffentlichen Streit und Zank untergegangen" seien, dann ist das mehr als nur ein diplomatischer Hinweis – dann ist es ein politisches Armutszeugnis. Genau so präsentierte sich am 5. Mai 2026 die Lage im Reichstagsgebäude, als die Bundestagsfraktionen Bilanz zogen über ein Jahr Schwarz-Rot unter Friedrich Merz.

Eine Koalition, die ihre Versprechen vergessen hat

Erinnern wir uns: Mit großen Worten und noch größeren Erwartungen war Merz im Mai 2025 ins Kanzleramt eingezogen. „Verantwortung für Deutschland" hieß der Koalitionsvertrag, den CDU/CSU und SPD am 9. April 2025 unterzeichneten. Wirtschaftliche Wende, solide Finanzen, Begrenzung der Migration, Stärkung des Standorts Deutschland – das waren die Versprechen, mit denen die Union ihre Wähler in die Große Koalition gelotst hatte.

Was davon übrig geblieben ist? Eine ernüchterte Stimmung selbst in den eigenen Reihen. „Meine Bilanz ist ein bisschen gespalten", räumte Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger ein. „Es reicht halt noch nicht aus." Bemerkenswerter Satz für eine Partei, die mit dem Anspruch angetreten war, Deutschland aus der wirtschaftlichen Lethargie zu reißen.

Der Schuldenkanzler und sein gebrochenes Versprechen

Besonders bitter ist die Wahrheit über die Finanzen. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf glaubhaft versichert, keine neuen Schulden machen zu wollen. Was folgte, war das genaue Gegenteil: Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, eine im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 und eine schuldenfinanzierte Politik, die kommende Generationen über Jahrzehnte mit Zinslasten und Steuerabgaben belasten dürfte.

AfD-Chefin Alice Weidel sprach in diesem Zusammenhang vom Weg in den „Staatsbankrott". Ihr Vorwurf: Die immer neuen Schulden würden hauptsächlich dafür verwendet, Haushaltslöcher zu stopfen und kurzfristige Konsumausgaben zu finanzieren. Mit jeder neuen Milliarde stiegen die Zinslasten – und die finanziellen Spielräume für die Zukunft schrumpften. Eine Diagnose, die sich kaum vom Tisch wischen lässt, wenn man die nüchternen Zahlen betrachtet.

SPD als „soziales Korrektiv" – oder als Bremsklotz?

SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil beklagte „Streit und überhitzte Debatten" – um im selben Atemzug klarzumachen, dass die SPD weiterhin als „soziales Korrektiv" agieren werde. Übersetzt heißt das: Jede Reform, die schmerzhaft, aber notwendig wäre, wird die SPD nach Kräften ausbremsen oder verwässern. Die Reformen müssten „gerecht" sein, so Klingbeil. Ein Wort, das in der politischen Praxis meist zur Chiffre für „Umverteilung" und „Steuern rauf" geworden ist.

Damit hat sich die Union in eine Falle manövriert: Mit dem schwächelnden Juniorpartner SPD an der Seite ist jede ernsthafte Reform der Sozialsysteme oder eine echte Entlastung der Wirtschaft praktisch unmöglich. Genau jene Wirtschaft, die nach Aussagen von Fraktionschef Jens Spahn endlich wieder wachsen müsste.

Opposition zwischen Häme und harter Kritik

Die Grünen, deren Klimapolitik Deutschland erst in die jetzige Misere geritten hat, üben sich in moralischer Empörung. Ko-Fraktionschefin Katharina Dröge sprach von einem „Schiff ohne Steuermann" – ein bemerkenswertes Bild ausgerechnet aus dem Mund derjenigen, die jahrelang am Steuer saßen und das Land mit ideologischen Experimenten an die Klippen gefahren haben. Dass die Grünen nun auch noch das Sondervermögen verteidigen wollen, das sie selbst mit auf den Weg gebracht hatten, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.

Die Linke wettert wie gewohnt gegen „die Reichen und Überreichen", während die AfD den Finger auf die strukturellen Probleme legt: Schuldenpolitik, Ukraine-Unterstützung und eine Innenpolitik, die nach ihrer Lesart maßgeblich von der SPD bestimmt wird.

Was bedeutet das für den Bürger?

Während die politische Klasse in Berlin debattiert und sich gegenseitig die Verantwortung zuschiebt, spürt der deutsche Bürger die Folgen jeden Tag im eigenen Geldbeutel. Die Inflation frisst sich weiter durch die Ersparnisse. Die Energiepreise bleiben auf einem Niveau, das viele Industriebetriebe ins Ausland treibt. Die Kriminalität, befeuert durch eine seit Jahren verfehlte Migrationspolitik, hat Rekordniveau erreicht. Die Sozialsysteme ächzen unter der Last steigender Ausgaben bei gleichzeitig schrumpfender Erwerbsbevölkerung.

Eine Mehrheit der Deutschen rechnet bereits mit einem vorzeitigen Ende dieser Regierung – und das nach gerade einmal einem Jahr. Es ist ein vernichtendes Misstrauensvotum, das in der Bevölkerung längst gefällt wurde, auch wenn es offiziell noch nicht ausgesprochen ist.

Die Lehre für den vernünftigen Anleger

Wer die politische Großwetterlage nüchtern betrachtet, dürfte zu einem klaren Schluss kommen: Auf eine stabile, verantwortungsvolle Finanz- und Wirtschaftspolitik aus Berlin sollte man sich nicht verlassen. Eine Regierung, die ihre eigenen Versprechen binnen Monaten kassiert, die Schuldenberge auftürmt und sich in internen Grabenkämpfen aufreibt, ist kein verlässlicher Hüter des Vermögens ihrer Bürger.

Genau hier zeigt sich, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportefeuille seit Generationen ihren festen Platz haben. Sie sind unabhängig von politischen Launen, Koalitionsstreitigkeiten und schuldenfinanzierten Wahlgeschenken. Während Papierwerte mit jedem neuen Sondervermögen ein Stück ihrer Kaufkraft einbüßen, behält das Edelmetall seine Substanz – schlicht, weil es sich nicht beliebig vermehren lässt wie ein Bundeshaushalt.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung der Redaktion dar und ist keine Anlageberatung. Wir betreiben weder eine individuelle Vermögens- noch eine Steuer- oder Rechtsberatung. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Beraters getroffen werden. Für Anlageentscheidungen unserer Leser übernehmen wir keine Haftung.

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