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Kettner Edelmetalle
17.03.2026
08:25 Uhr

Droht Deutschland der nächste Energie-Albtraum? Iran-Krieg lässt Gaspreise explodieren

Man könnte meinen, die Deutschen hätten aus der Energiekrise von 2022 gelernt. Doch weit gefehlt. Während die politische Klasse in Berlin sich mit Sondervermögen, Klimaneutralitätszielen und ideologischen Großprojekten beschäftigt, braut sich am Gasmarkt ein Sturm zusammen, der das Land im kommenden Winter empfindlich treffen könnte. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat die Gaspreise an den europäischen Börsen in die Höhe katapultiert – und die Speicherbetreiber schlagen bereits jetzt Alarm.

Gaspreise verdoppelt – und ein Ende ist nicht in Sicht

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Am niederländischen Handelsplatz TTF, dem Referenzmarkt für europäisches Gas, hat sich der Preis seit Beginn des Iran-Kriegs zeitweise verdoppelt. In der Spitze wurden knapp 66 Euro pro Megawattstunde gezahlt – ein Niveau, das Europa zuletzt im Januar 2023 erlebte. Zuletzt pendelte der Preis bei rund 50 Euro, was immer noch mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau liegt. Analysten der ING-Bank halten sogar einen Anstieg auf 80 bis 100 Euro für möglich, sollten die Lieferengpässe andauern. Goldman Sachs prognostiziert für April mittlerweile 55 Euro statt der ursprünglich erwarteten 36 Euro.

Der Auslöser dieser Preisexplosion ist so simpel wie bedrohlich: Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Handels mit Flüssigerdgas abgewickelt. Dass der Iran diese strategische Meerenge blockiert, wäre für sich genommen schon gravierend genug. Doch es kommt schlimmer. Iranische Drohnenangriffe auf die katarischen Verflüssigungsanlagen in Ras Laffan und Mesaieed haben dazu geführt, dass Qatar Energy – immerhin der weltweit zweitgrößte LNG-Exporteur nach den USA – seine gesamte Produktion einstellen musste. Experten rechnen damit, dass es mindestens einen Monat dauern dürfte, bis die Produktionsmengen wieder das normale Niveau erreichen.

Deutsche Speicher erschreckend leer

Für den Rest dieses Winters, so versichern die Verantwortlichen, sei die Versorgung gesichert. Doch was danach kommt, sollte jedem Bürger Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu rund 20 Prozent gefüllt. Im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 lag der Füllstand zu diesem Zeitpunkt bei über 40 Prozent – also beim Doppelten. In den Niederlanden sieht es mit gerade einmal zehn Prozent noch dramatischer aus.

Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (Ines), in der über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten organisiert sind, brachte die Lage auf den Punkt: Die eigentliche Herausforderung liege nicht im laufenden Winter, sondern bei der Wiederbefüllung der Speicher für die Heizperiode 2026/27. Um die Speicher rechtzeitig aufzufüllen, wären Einspeisungen von rund 60 Milliarden Kubikmetern nötig – fast 30 Prozent mehr als im Fünfjahresdurchschnitt.

Perverse Preisstruktur verhindert Vorsorge

Und hier offenbart sich ein strukturelles Problem, das geradezu absurd anmutet. Die Gasmärkte weisen derzeit eine verkehrte Preisstruktur auf: Lieferungen für den kommenden Winter werden günstiger gehandelt als solche für den Sommer. Was bedeutet das in der Praxis? Kein privater Akteur hat einen wirtschaftlichen Anreiz, im Sommer teures Gas einzukaufen und einzulagern, wenn es im Winter theoretisch günstiger direkt geliefert werden könnte. Theoretisch. Denn sollten die Versorgungswege dann unterbrochen sein, nützen Lieferverträge auf dem Papier herzlich wenig, wenn die Pipelines und Tanker leer bleiben.

Die Speicherbetreiber fordern deshalb den Aufbau einer strategischen Gasreserve von rund 78 Terawattstunden. Damit könnten externe Schocks – etwa ein Ausfall norwegischer Importpipelines – über 90 Tage kompensiert werden. Eine Forderung, die angesichts der geopolitischen Realitäten mehr als berechtigt erscheint.

Bundesregierung beschwichtigt – wie gewohnt

Die Reaktion der Politik? Erwartbar. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, Deutschland erhalte aus der Region „keine signifikanten Mengen an LNG" und erwarte daher keine Gasknappheit. Die Bundesnetzagentur stuft die Versorgungslage als stabil ein und verweist darauf, dass deutsches LNG vorwiegend aus den USA stamme. Alles halb so wild also?

Wer so argumentiert, verkennt die Funktionsweise globaler Energiemärkte in geradezu fahrlässiger Weise. Denn selbst wenn Deutschland kein katarisches Gas direkt bezieht, treiben die Verwerfungen die Preise weltweit nach oben. Wenn 82 Prozent der katarischen LNG-Exporte nach Asien gehen und asiatische Abnehmer – allen voran China, Indien und Südkorea – nun nach Alternativen suchen, entsteht ein globaler Bieterwettbewerb, der auch europäische Verbraucher trifft. Massimo Di Odoardo von Wood Mackenzie warnte eindringlich, dass der Wettbewerb zwischen Asien und Europa um verfügbare Ladungen neu entfacht werde.

Deutschlands fatale Abhängigkeit von fossilen Energieträgern

Die Situation erinnert auf beklemmende Weise an die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022, als der Gaspreis zeitweise auf über 300 Euro pro Megawattstunde stieg. Damals versprach die Politik, man werde die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduzieren und die Energieversorgung diversifizieren. Was ist seither passiert? Der Anteil fossiler Energieträger am deutschen Primärenergieverbrauch liegt laut Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit rund 76,9 Prozent nahezu unverändert auf dem Niveau von 2021. Diversifizierung? Fehlanzeige.

Statt eine pragmatische Energiepolitik zu betreiben, die auf einen vernünftigen Mix aus verschiedenen Energiequellen setzt, hat man in Deutschland lieber Kernkraftwerke abgeschaltet und sich ideologischen Träumereien hingegeben. Die Quittung dafür könnte im Winter 2026/27 kommen – in Form von leeren Speichern, explodierenden Heizkosten und einer Industrie, die unter den Energiepreisen ächzt. Simone Tagliapietra von der Denkfabrik Bruegel sieht die EU-Kommission in der Pflicht, eine europaweite Strategie zur Reduzierung der Gasnachfrage zu erarbeiten. Ob Brüssel dazu in der Lage ist, darf bezweifelt werden.

Was bedeutet das für den deutschen Bürger?

Für Haushalte mit langfristigen Verträgen und Preisgarantien bestehe kurzfristig kein Grund zur Panik, so die Bundesnetzagentur. Doch was geschieht, wenn diese Verträge auslaufen? Was passiert, wenn die Energieversorger die gestiegenen Beschaffungskosten an ihre Kunden weitergeben? Die Antwort kennt jeder, der sich an die Nebenkostenabrechnungen der Jahre 2022 und 2023 erinnert.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und explodierender Energiepreise zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen Kaufkraftverlust abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Während Gaspreise schwanken, Aktienmärkte nervös reagieren und Währungen unter Inflationsdruck geraten, bieten Edelmetalle eine zeitlose Form der Vermögenssicherung, die keiner geopolitischen Blockade unterliegt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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