
Doppelkrise würgt Deutschland ab: DIHK rechnet mit wirtschaftlichem Stillstand – Merz' Versprechen verpuffen

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat ihre Wachstumsprognose für 2026 erneut nach unten korrigiert – und das mit einer Deutlichkeit, die selbst hartgesottene Beobachter aufhorchen lässt. Statt der zu Jahresbeginn erwarteten 0,7 Prozent rechnet die Kammer nun nur noch mit kümmerlichen 0,3 Prozent. Diese Zahl wäre an sich schon ein Armutszeugnis, doch der eigentliche Skandal liegt im Detail: Selbst dieses Mini-Wachstum stammt nicht etwa aus echter wirtschaftlicher Dynamik, sondern allein aus dem schlichten Umstand, dass in diesem Jahr mehr Feiertage auf das Wochenende fallen und somit mehr gearbeitet wird.
Das Sondervermögen verpufft – und die Schulden bleiben
Besonders pikant: Die einst groß angekündigten Effekte des 500-Milliarden-Sondervermögens für Infrastruktur und Klima, die Optimisten noch auf einen Wachstumsschub von 0,6 Prozentpunkten hochgerechnet hatten, lösen sich offenbar in Luft auf. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor der Wahl noch beteuert, keine neuen Schulden machen zu wollen. Heute wissen wir: Die Schulden sind da, das Wachstum bleibt aus. Eine bittere Bilanz für eine Regierung, die mit dem Versprechen der „Wirtschaftswende" angetreten war.
Eine Doppelkrise lähmt den Standort
Die DIHK spricht ungeschönt von einer Doppelkrise. Zu den seit Jahren ungelösten strukturellen Standortschwächen geselle sich nun die akute Energieknappheit infolge des Iran-Konflikts. Viele Betriebe, so DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov, hätten kaum noch Reserven, um diesen Belastungen etwas entgegenzusetzen. Sie fordert von der Bundesregierung mutige Reformen, Steuersenkungen auf Strom, Entlastungen für Unternehmen und Bürger bei der Einkommensteuer sowie ein Verzicht auf weitere Erhöhungen der Lohnnebenkosten.
Doch was kommt aus Berlin? Statt Steuersenkungen werden bereits neue Belastungen diskutiert. Statt Bürokratieabbau wird munter weiterreguliert. Statt einer ehrlichen Energiepolitik klammert man sich an grüne Träumereien, die längst an der Realität zerschellt sind.
Die Stimmung kippt – und mit ihr die Investitionsbereitschaft
Die Zahlen der Konjunkturumfrage, an der 23.000 Unternehmen aus nahezu allen Branchen teilgenommen haben, sind alarmierend. Der Stimmungsindex ist um fast acht Punkte auf 88,1 abgestürzt und liegt damit weit unter dem neutralen Wert von 100. Nur 23 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut. Magere 13 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in den kommenden zwölf Monaten. Stattdessen wollen 34 Prozent ihre Investitionen weiter zurückfahren. Lediglich zehn Prozent planen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Besonders entlarvend: 58 Prozent der befragten Unternehmen sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen – also das Ausbleiben der versprochenen Wende – als ihr größtes Geschäftsrisiko. Mit anderen Worten: Die Politik selbst ist zum Hauptrisiko für den Standort Deutschland geworden.
Ein verlorenes Jahrzehnt
Bereits im Januar hatte DIHK-Präsident Peter Adrian von einem „verlorenen Jahrzehnt" gesprochen und vor der Deindustrialisierung Deutschlands gewarnt. Die nun präsentierten Zahlen bestätigen seine düstere Diagnose. Während die Bundesregierung und die EU noch immer mit geschönten Prognosen von 0,5 bis 0,6 Prozent hantieren, zeigt die Realität in den Betrieben ein anderes Bild. Die DIHK-Prognose von 0,3 Prozent dürfte am Ende noch zu optimistisch sein, wenn man die Erfahrung der vergangenen Jahre zugrunde legt: Praktisch jede Regierungsprognose musste nach unten korrigiert werden.
Wenn die Politik versagt – Vermögensschutz wird zur Pflicht
Die Lage ist ernst, und sie wird ernster. Eine Regierung, die mit milliardenschweren Sondervermögen hantiert, deren Effekte verpuffen, während gleichzeitig die Schuldenlast auf nachfolgende Generationen abgewälzt wird, schafft ein Klima der Verunsicherung. Hinzu kommt die schleichende Geldentwertung, die in einem solchen Umfeld unweigerlich an Fahrt aufnimmt.
In Zeiten, in denen Politik versagt und das Vertrauen in Papierwerte schwindet, gewinnt die Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie als Vermögenssicherung in Krisenzeiten bestehen können – ganz unabhängig davon, welche Wachstumsprognose der DIHK gerade Schlagzeilen macht.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der verfügbaren Informationen wieder. Anlageentscheidungen sollten stets nach gründlicher eigener Recherche oder nach Rücksprache mit einem qualifizierten Berater getroffen werden. Für die Folgen eigener Entscheidungen trägt jeder Anleger selbst die Verantwortung.

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